Wieder Warnstreiks in der Region

Landkreis - Die Streikvorbereitungen im öffentlichen Dienst für morgen sind abgeschlossen. Hier erfahren Sie, wo die Arbeit niedergelegt wird.

Am 8. März hat ver.di mit gezielten Warnstreiks den öffentlichen Arbeitgebern gezeigt, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sich nicht weiter mit Allmosen abspeisen lassen. Daraufhin mussten sich die Arbeitgeber von ihrer Strategie verabschieden, solange kein Angebot vorzulegen, bis ver.di ihre Forderung „zurückschraubt“. Doch das was die Arbeitgeber ein „faires Angebot“ nennen ist in Wahrheit eine große Mogelpackung, so der Gewerkschaftssekretär und Tarifkoordinator des ver.di Bezirks Rosenheim, Robert Metzger.

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Für 2012 haben sie eine Erhöhung von 2,1% geboten, für 2013 1,2% auf eine Laufzeit von zwei Jahren. Dies hat zur Folge, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes weitere zwei Jahre Reallohnverlust haben. Denn die beiden Tariferhöhungen, verbunden mit der zweijährigen Laufzeit ergeben mitnichten 3,3% sondern durchschnittlich nur 1,77% und das bei einer Inflationsrate von 2,5% in 2012 und 2,0% in 2013. Besonders betroffen von den Preissteigerungen sind in den letzten Jahren die Bezieher unterer Einkommen. Deshalb fordern wir einen Mindestbetrag von 200 Euro monatlich als Erhöhung. Dem gegenüber bieten die öffentlichen Arbeitgeber eine Einmalzahlung von 200 Euro und nennen dies „soziale Komponente“.

Gleiches gilt für die Auszubildenden, sowie für die Krankenpflegeschüler. Hier bieten die öffentlichen Arbeitgeber die gleiche prozentuale Erhöhung, plus eines Einmalbetrages von 40 Euro. Was die Übernahme nach der Ausbildung betrifft haben sich die Arbeitgeber nicht weiter bewegt. Deshalb werden wir am 20. März nochmals zulegen. 130.000 Kolleginnen und Kollegen haben sich bundesweit an den Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di beteiligt. Alleine 12.500 waren es in Bayern, die dem Ruf von ver.di gefolgt sind. Nach Ansicht von Robert Metzger werden es am Dienstag mindestens 20.000 Kolleginnen und Kollegen sein, die zentral in München und Nürnberg im Rahmen des Warnstreiks an zwei Kundgebungen teilnehmen werden.

Folgende Einrichtungen beteiligen sich im ver.di Bezirk Rosenheim an den Warnstreiks mit der zentralen Kundgebung in München:

RoMed Klinikum Rosenheim

RoMed Klinik Wasserburg

RoMed Klinik Bad Aibling

Landkreis Rosenheim (mit Kreisbauhof Wasserburg und Riedering)

Müllheizkraftwerk Burgkirchen

Bauhof Burgkirchen

Kreisklinik Burghausen

Kliniken Südostbayern, Krankenhaus Bad Reichenhall

Kliniken Südostbayern, Krankenhaus Traunstein

Stadtwerke Traunstein

Chiemgau Lebenshilfe Traunreut und Traunstein

Arbeitsagentur Rosenheim

Jobcenter Landkreis Rosenheim

Stadtverwaltung Rosenheim

Städt. Kindergärten

Die Gewerkschaft ver.di behält sich vor weitere Einrichtungen in den Landkreisen Traunstein, Mühldorf, Altötting, Berchtesgadener Land, Miesbach und Bad Tölz zum Warnstreik aufzurufen, sollten die Arbeitgeber weiterhin nicht bereit sein ein verhandlungsfähiges Angebot abzugeben.

Pressemitteilung ver.di Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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