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Hasselfeldt: Wiedereinschaltung von Isar 1 prüfen

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Gerda Hasselfeldt

München - Die neue CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt stellt sich gegen Forderungen aus ihrer Partei, den Reaktor Isar 1 und andere in Abschaltung begriffene Atomkraftwerke nicht mehr in Betrieb zu nehmen.

"Wenn man drei Monate lang die Sicherheit überprüft, kann die Konsequenz erst am Ende der Prüfung beschlossen werden. Dann erst hat man die neuen Erkenntnisse, die man mit der Prüfung gewinnen will", sagte sie dem Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe). "Nach allem, was ich über das Kraftwerk Isar 1 weiß, gehört auch diese Anlage in die Kategorie: ergebnisoffen prüfen."

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Hasselfeldt lehnte zudem Überlegungen aus der FDP zum Neubau von Kohlekraftwerken ab. "Wir sollten in der Energiepolitik auch immer an die Umwelt denken. Die Leistung der sieben Kernkraftwerke müssen wir jetzt erst mal kompensieren. Dabei können vielleicht Kapazitätsreserven der bestehenden Kohlekraftwerke helfen." Die CSU-Politikerin forderte einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien: "Unser Ziel war und bleibt, dass wir die erneuerbaren Energien massiv ausbauen wollen. Ich glaube, dabei müssen wir uns gemeinsam jetzt noch mehr anstrengen." Sie schloss auch erneute Änderungen an der Solarförderung nicht aus. Für ihren eigenen Politikstil kündigte sie an, mit der Landesgruppe einen von der Parteizentrale unabhängigen Kurs zu fahren. Auf die Frage, ob sie nun Vorsitzende von Seehofers Gnaden sei, sagte Hasselfeldt: "Das würde ich weit von mir weisen. Ich bin gewählt mit einer schönen Mehrheit und großer Rückendeckung. Die Eigenständigkeit der Landesgruppe ist ein hohes Gut. Die will und werde ich bewahren." Sie kündigte an: "Wir werden nicht um jeden Preis Rabatz machen; aber wir werden uns niemals klein machen."

Vor ihrem Wechsel an die Landesgruppenspitze hatte sich Hasselfeldt Bedenkzeit erbeten, sagte sie der Zeitung: "Eigentlich war’s in meiner Lebensplanung nicht vorgesehen, gebe ich zu. Ich habe sehr genau geprüft, was auf mich zukommt und ob ich zurück ins operative politische Geschäft gehen will. Es war keine leichte Entscheidung."

mm

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