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Weihnachtswunder: Verschollener Hund „Suzi“ nach sieben Jahren mit Familie aus Bayern vereint

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Von: M. Cihad Kökten

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Weihnachtswunder: Gestohlener Hund nach sieben Jahren gefunden
Weihnachtswunder: Gestohlene Hündin „Suzi“ nach sieben Jahren gefunden. © Bildmontage: Stadt Wien

Wenn das kein Weihnachtswunder ist: Vor sieben Jahren wurde einer Familie aus Nürnberg ihr Hund in Wien gestohlen. Als der Vorfall schon fast vergessen war, passierte etwas ganz Besonderes – dank eines Hinweises auf Facebook.

Wien/Nürnberg – Eine Familie aus Nürnberg hat ihre Hündin sieben Jahre nach ihrem Verschwinden in Wien wiederbekommen. Die Besitzer reisten vor wenigen Tagen in die österreichische Hauptstadt, um die inzwischen gealterte schwarz-weiße Pekinesendame namens „Suzi“ im städtischen Tierquartier in Empfang zu nehmen, wie die Sprecherin des Tierheims am Donnerstag (15. Dezember) informierte.

Auf einmal war Suzi weg

„Es gibt Geschichten, die nur das Leben schreibt – so auch die von Hündin Suzi“, beginnt der Presse-Service der Stadt Wien die Rathauskorrespondenz. Die Familie hatte seit April 2015 nach dem Vierbeiner gesucht. Gemeinsam mit Suzi waren Frauchen und ihre Familie in Wien auf Besuch bei Verwandten. Auf dem Heimweg nach Nürnberg hielt die Familie an einem Supermarkt und band Suzi vor dem Geschäft an. Als sie nach dem Einkaufen wiederkamen, war es weg.

Schon fast vergessen

Nach dem vermuteten Diebstahl blieben Suchaufrufe – unter anderem in den sozialen Netzwerken und den Medien – und Anzeigen bei der Polizei ohne Erfolg. Als der Vorfall also eigentlich schon fast vergessen war, passierte etwas ganz Besonderes, was ein unfassbares Weihnachtswunder und ein Happy End auf allen Ebenen ist.

Im November wurde die kleine schwarze Hündin jedoch von Behörden in das Tierheim gebracht. Dies passiere etwa dann, wenn sich ein Halter aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um sein Tier kümmern könne, sagte die Sprecherin, ohne den Grund in diesem Fall zu nennen.

Unfassbare Wendung, weil Facebook-Userin sich an „Hundeoma Suzi“ erinnert

Im Tierquartier konnte der Name des Tiers aus einem implantierten Chip ausgelesen werden. Nachdem das Tierheim auf sozialen Medien neue Besitzer für „Hundeoma Suzi“ suchte, meldete sich eine Facebook-Userin, die sich an das Schicksal der vermissten Hündin erinnerte. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Geschichte eine unfassbare Wendung. Danach wurde die Familie in Nürnberg nach sage und schreibe sieben Jahren ausfindig gemacht werden.

Trotz Enttäuschungen: Besitzerin „hatte Hoffnung nie aufgegeben“

„Immer wieder gab es Meldungen von Sichtungen, aber am Ende war es jedes Mal eine Enttäuschung. Ich habe aber nie die Hoffnung aufgegeben, Suzi wiederzusehen“, zitierte das Tierheim die Besitzerin. „Es ist eine unbeschreibliche Situation gewesen, sie nach all den Jahren wiederzusehen und in den Arm zu nehmen“, sagte sie. Ihre Tochter reiste für das Wiedersehen extra aus Madrid an, wo die Studentin aktuell ein Auslandssemester absolviert, um bei der Familienzusammenführung dabei zu sein. 

Suzis Geschichte hat im Tierquartier „alle sehr berührt“

„Als Tierheim begegnen wir tagtäglich tragischen Schicksalen und herzergreifenden Erlebnissen. Doch Suzis Geschichte hat uns alle sehr berührt. Es gleicht einem Wunder, und das auch noch zu Weihnachten, dass Suzi nach all den Jahren endlich wieder zu ihrer Familie durfte!“, meint TierQuarTier Betriebsleiter Thomas Benda. 

Zunächst etwas ängstlich – aber Suzi erkennt Familie wieder

Mittlerweile ist Hundedame Suzi gut in ihrer Heimat Nürnberg angekommen. „Verständlicherweise war sie zunächst etwas ängstlich. Als wir dann aber Zuhause angekommen sind, erkannte sie uns wieder. Wie aus heiterem Himmel lief sie herum und erkundete ihr neues, altes Reich“, schilderte ihr Frauchen.

„Die erste Nacht verbrachte sie im Bett meiner Tochter. Und heute wich sie mir tagsüber nicht von der Seite. Auch wenn das Wiedersehen mit Trauer über die verlorenen Jahre verbunden ist, überwiegt doch die Freude!“. Wie es eben auch der deutsche Schriftsteller Gustav Falke (*1853–†1916) einst in seinem Gedicht „Weihnachtswunder“ zu Wort brachte: „Was verloren war, du meintest, immerdar, das kehrt nun all zurück, ein selig Kinderglück.“

mck/dpa/PM Stadt Wien

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