Der dunkelste Winter aller Zeiten...

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Dunkle Wolken auch über der Zugspitze.

Wiesbaden - Noch nie war der Winter so dunkel wie in diesem Jahr! Da ist schlechte Laune ja schon fast vorprogrammiert - auch beim Blick auf die steigende Strom-Rechung!

Im vergangenen November wurde bereits prognostiziert, dass der kommende Winter besonders dunkel werden könnte. Jetzt nehmen die schlimmsten Befürchtungen langsam Realität an. „Bisher erlebt Deutschland des dunkelsten Winter seit Beginn der regelmäßigen Sonnenscheinaufzeichnungen vor über 60 Jahren“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Noch nie zuvor war ein Winter so dunkel wie der Winter 2012/2013, noch nie gab es so wenig die Sonne zu sehen. Der Januar war bereits der dunkelste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – er erfüllte sein Sonnenscheinsoll gerade mal zu 55 Prozent. Auch der Dezember erfüllte sein Sonnenscheinsoll nur zu 90 Prozent, regional sogar nur zu 60 bis 80 Prozent.

Auch der November 2012 war bereits deutschlandweit 10 Prozent dunkler als üblich. Zum Vergleich: der letzte Winter 2011/2012 brachte am Schluss 15 Prozent mehr Sonne als üblich. Besonders sonnig waren der Januar und der Februar 2012. Sie brachten ein dickes Sonnenscheinplus von 20 bis 30 Prozent – kein Vergleich zu diesem Jahr! Der meteorologische Winter 2012/2013 (1. Dezember bis 28. Februar) ist bisher zu 80 Prozent vorbei. Sein Sonnenscheinsoll hat er allerdings noch nicht mal zur Hälfte erfüllt. Auch in den kommenden Tagen ist nicht viel Sonnenschein zu erwarten. Daher wird es weiter sehr sonnenscheinarm weitergehen. Lediglich über die närrischen Tage konnte sich verbreitet mal längere Zeit die Sonne durchsetzen. „Wenn der Winter bis zum Monatsende so trüb weitergeht- und danach sieht es derzeit aus - dann wird es in der Tat der dunkelste Winter aller Zeit werden“ so Wetterexperte Jung.

Wer diesen Winter an schlechter Laune oder depressiver Stimmung leidet, der kann es in der Tat aufs Wetter schieben. Wenig Sonnenschein sorgt bekanntermaßen für wenig gute Laune. Wenig gute Laune dürfte es nach diesem Winter auch bei der Nebenkostenabrechnung geben, denn durch den wenigen Sonnenschein musste deutlich mehr Strom als Ausgleich herhalten. Viele Tage waren so richtig trüb, dass man selbst am Tag das Licht im Haus anschalten musste. Aber nicht nur das, da es zeitweise auch richtig kalt war, wurde zusätzlich noch Energie für das Heizen verbraucht. Wenn viel Sonnenschein vorhanden ist, dann heizen die Sonnenstrahlen oftmals auch noch zusätzlich Häuser und Wohnungen auf. Das war diesen Winter so gut wie kaum nicht der Fall. „Auch Betreiber von Solaranlagen dürften die letzten Monate keine großen Gewinne erzielt haben, die Stromproduktion dürfte eher schleppend gelaufen sein – nix Sonne, nix Strom“ so Jung. Die wärmende und erhellenden Strahlen von oben brannten fast durchweg auf Sparflamme. Doch es gibt Hoffnung- wetter.net hat bereits einen ersten Frühlingstrend für die Monate März bis Mai erstellt. Dieser deutet auf reichlich Sonnenschein hin. Die genauen Details zum Frühlingstrends 2013 gibt es kommenden Montag!

Quelle: www.wetter.net

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