Wann wird's mal wieder richtig Frühling?

Wiesbaden - Gestern hat der kalendarische Frühling begonnen. Aber auch der konnte den Winter offensichtlich nicht vertreiben. Auch die kommende Woche gibt keinen Grund zur Hoffnung:

Und noch mal ein Schneenachschlag! Seit gestern Abend gab es in Ost- und Norddeutschland schon wieder um die fünf Zentimeter Neuschnee. In Berlin ist die Schneedecke damit auf knapp 20 Zentimeter angewachsen.

Zur Erinnerung: Wir haben den 21. März. Es ist nicht nur die höchste Schneedecke in Berlin seit Dezember 2010, es ist auch auf die Jahreszeit bezogen die höchste späteste Schneedecke, die dort jemals erreicht wurde. Aber auch in Rostock, Dresden und Hannover tanzen heute Morgen wieder die Flocken.

„Die derzeitige Wetterlage ist wirklich sehr ungewöhnlich. Seit über zwei Wochen stecken vor allem die Menschen im Norden und Osten quasi im Hochwinter und das mitten im März. Es handelt sich hier diesmal auch nicht um die üblichen kurzen Kälterückfällen mit Schneeschauern für die März und April bekannt sind, sondern es ist in der Tat eine echte Winterwetterlage“ erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Dominik Jung berichten im aktuellen Wettervideo „Ganz Europa in der Kältezange“:

Ganz Europa mit zu tiefen Temperaturen

Nicht nur Deutschland ist betroffen – ganz Europa hat mit für die Jahreszeiten viel zu tiefen Temperaturen zu kämpfen. Und das wird auch mindestens in den nächsten sieben Tagen so bleiben.

„Ganz Europa friert und kämpft mindestens Gründonnerstag weiter mit dem Märzwinter“ so Diplom-Meteorologe Jung.

Für Deutschland erwarten wir in den nächsten Tagen wieder eine Frostverschärfung und zudem ist neuer Schnee in Sicht.

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage im Detail - "Es bleibt kalt!":

Freitag: in der Mitte und im Süden ab und zu Sonne, nach Osten viele Wolken, weiterhin Schneeschauer. Minus 1 bis plus 3 Grad im Norden, bis 12 Grad im Süden.

Samstag: die Kälte arbeitet sich langsam Richtung Mainlinie vor. Nördlich der Mainlinie zwar freundlich, mit minus 4 bis 0 Grad aber hochwinterlich kalt. Im Süden ziehen Wolken auf. Diese bringen zuerst Regen, später bei sinkenden Temperaturen mehr und mehr Schneeregen und Schnee. Die Frühwerte liegen am Samstag zwischen minus 3 und minus 12 Grad.

Sonntag: am Morgen minus 4 bis minus 14 Grad, im Tagesverlauf Erwärmung auf minus 4 bis plus 5 Grad. Dabei vor allem im Süden und später auch in der Mitte Schneefall.

Montag: am Morgen vor allem in Teilen von Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern Behinderungen durch Neuschnee möglich, am Tag südlich des Mains weitere Schneefälle, maximal minus 3 bis plus 3 Grad.

Dienstag: im Norden zeitweise sonnig, nach Süden hin noch Wolken und etwas Schnee, mit maximal minus 2 bis plus 4 Grad ist es für die Jahreszeit weiter viel zu kalt.

Mittwoch: mal scheint die Sonne, mal ziehen Wolken vorüber, es bleibt meist trocken und die Höchstwerte erreichen minus 1 bis plus 6 Grad.

Gründonnerstag: nach Nebel und Dunst ist es meist trocken und freundlich, mit 1 bis 8 Grad wird es noch einen Tick wärmer.

Tendenziell wird es also kommende Woche jeden Tag ein Stück wärmer und dabei scheint oftmals auch die Sonne. Die Hoffnungen liegen weiterhin auf den Ostertagen. Dann könnte es die milde Luft aus dem Südwesten tatsächlich schaffen und die skandinavische und russische Kaltluft weit nach Osten abdrängen und damit aus Deutschland vertreiben!

Quelle: wetter.net

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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