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CSU dementiert Medienbericht über Seehofer-Entscheidung

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Löscharbeiten machen deutliche Fortschritte

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Auch am vierten Tag kämpft man am Seeberg immer noch mit den Flammen.

Bayerischzell - Im Laufe des Donnerstag konnten die Einsatzkräfte deutliche Fortschritte bei der Brandbekämpfung verbuchen. Dennoch muss noch fleißig weiter gelöscht werden:

Wenn man den Leiter des Forstbetriebs Schliersee derzeit auf den Waldbrand am Seeberg anspricht, bekommt man seinen ganzen Groll zu spüren. Der Schaden am Wald wird täglich größer. Mittlerweile ist das Feuer in Schutzwaldbereiche im Staatswald vorgedrungen. Pratsch weiß um die Aufwendungen die gerade in diesem Distrikt in den Bergwald investiert wurden. Sensible Schutzwaldlagen werden nun Opfer der Flammen.

Bergwaldbrand bei Bayrischzell

„Über die entstandenen Schäden haben wir noch keinen Überblick“, so Pratsch. Aber wir müssen aktuell mit fünfstelligen Summen rechnen. Der Brand wurde im angrenzenden Privatwald ausgelöst - über Schadensersatzforderungen hält sich Pratsch derzeit aber noch bedeckt, zumal auch heute der Brand noch lange nicht unter Kontrolle ist. Verständnis für den Brandverursacher zeigt der Forstmann aber keines. „Für jemanden der bei Trockenheit und Fön auf einer Südseite im Wald ein Feuer eröffnet habe ich keinerlei Verständnis“, so Pratsch in einer ersten Stellungnahme.

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Gerade in Bayrischzell hätte man aus dem Brand am wenige Kilometer entfernten Auerberglahner im Jahr 2007 lernen können. Schon damals war wohl aus einer Fahrlässigkeit heraus bei einer Föhnlage ein Feuer entfacht worden, was nur unter massivem Einsatz von Hubschraubern und Einsatzkräften gelöscht werden konnte. Besonderen Dank spricht der Forstbetriebsleiter aber den Einsatzkräften aus, die unermüdlich in der Brandbekämpfung sind. Die Bekämpfung schwelender Brände in unerschlossenen Steillagen ist eine besondere Herausforderung an Mensch und Material.

Am Seeberg in Bayrischzell ist die Feuerwehr auch am heutigen Donnerstag wieder mit den Löscharbeiten in der Nähe der Klarer Hochalm beschäftigt. Immer wieder auffrischender Wind hatte die Löscharbeiten am gestrigen Mittwoch behindert und die Glutnester immer wieder angefacht.

Am Donnerstag konnten dann endlich deutliche Fortschritte bei der Brandbekämpfung erzielt werden. Das liegt auch daran, dass der Föhnwind deutlich zurückgegangen ist. Am Donnerstagmittag kamen auch zwei weitere Hubschrauber zum Einsatz, die mit 1000- bzw. 900 Liter großen Löschtanks ausgerüstet sind. Sie wurden von Flughelfern der Feuerwehr Rosenheim punktgenau eingewiesen, um das Wasser genau über dem jeweiligen Zielgebiet abzulassen. Über Funk gab es heute immer häufiger die Meldung: "Volltreffer!"

Seit mittlerweile vier Tagen wird mit Hubschraubern - seit Mittwoch auch mit Rückenspritzen und Schaufeln - versucht, das Feuer zu löschen. Wie berichtet geht die Polizei nach derzeitigem Stand davon aus, dass nicht richtig gelöschte Daxenfeuer den Brand ausgelöst haben.      

Quelle: Radio Charivari / Pressemitteilung Bayerische Staatsforsten

Weitere Fotos zum Waldbrand und den Löscharbeiten:

Exklusive neue Fotos zeigen Löscharbeiten

Brände in Bayrischzell - Tag zwei

Waldbrand am Seeberg

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