„Der Wolf gehört in unsere Heimat“

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Werner Freund erforscht Wölfe hautnah.

Rosenheim/Merzig – Werner Freund erforscht seit Jahrzehnten Wölfe, als „Wolfsmensch“ lebt er im Rudel mit ihnen zusammen. Der Wolf in Oberbayern ist für ihn ein Grund zur Freude.

Nur wenige kommen so nah an einen Wolf ran wie Werner Freund: Seit mehr als 30 Jahren erforscht er das Leben und Verhalten von Wölfen – nicht aus sicherer Entfernung, sondern mittendrin im Rudel. In seinem Wolfspark im Saarland hat der 77-Jährige mehr als 70 Wölfe aufgezogen und sich so in die Welt der Raubtiere integrieren können. „Wölfe sind sehr feinfühlige Tiere. Ich lebe hier mit ihnen zusammen wie manch anderer mit Hunden. Nur muss ich ein anderes Leben führen: Hunden kann man befehlen, Wölfen nicht.“, berichtet der Verhaltensforscher. Freund freut sich über den Wolf in Oberbayern: „Der Wolf gehört in unsere Heimat und auch nach Oberbayern. Dort gibt es auch noch genügend Platz und Wild.“

Werner Freund und "seine" Wölfe

Leben im Wolfsrudel

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Der Wolf darf erst mal bleiben

Der Wolfsforscher hat Verständnis für die Sorgen der Landwirte, er fordert aber, dass Schadensfälle genau untersucht werden. Oft werde der Wolf vorschnell zum Übeltäter abgestempelt: „Hier im Saarland hole ich jährlich mehrere Schafe ab, die von Hunden gerissen wurden.“ Angst vor Wölfen in ihrer Region müssen die Menschen nicht haben, ist Werner Freund überzeugt. „Wölfe sind sehr scheu, Wildschweine können da um einiges gefährlicher werden.“

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