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Wollte er ihn überfahren? Polizist muss auf Porschefahrer schießen, um sein Leben zu retten

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Am Mittwoch (1. September) gegen 23.40 Uhr, beabsichtigte eine uniformierte Streife der Münchener Polizei, einen Porsche in Bogenhausen für eine Verkehrskontrolle  anzuhalten, was sich dann abspielte ist filmreif. 

Pressemitteilung im Wortlaut

München - Der Fahrer missachtete jedoch mehrfach die Anhaltezeichen des fahrenden uniformierten Streifenwagens und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen, indem er mit hoher Geschwindigkeit in Begleitung einer Beifahrerin wegfuhr. Erst nach weiteren Anhalteversuchen seitens der Polizeibeamten hielt der Pkw auf der Autobahn A94 im  Bereich einer Ausfahrt.  

Beim Versuch den Fahrer zu kontrollieren, fuhr dieser, ein 53-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg, wieder an, mit direkter Fahrtrichtung auf einen der beiden Polizeibeamten. In der Folge gab der Beamte mit seiner dienstlichen Schusswaffe mehrere Schüsse auf das Fahrzeug in Richtung des Fahrers ab, um diese unmittelbare und gegenwärtige Gefahr für sein Leben abzuwehren. Gleichzeitig lief der Polizeibeamte zur Seite, um nicht von dem anfahrenden Pkw überfahren zu werden.  

Unmittelbar nach der Schussabgabe setzte der Fahrer zunächst seine Fahrt fort. Im Rahmen einer Fahndung, an der mehrere Streifen beteiligt waren, konnte der Porsche im angrenzenden Stadtgebiet in einer Straße parkend festgestellt werden. Der Fahrer saß verletzt und bei Bewusstsein in dem Fahrzeug und wurde zur Behandlung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Er befindet sich außer Lebensgefahr.  

Die Beifahrerin, eine 29-Jährige mit Wohnsitz in München, konnte kurz darauf in einer nahen Straße angetroffen werden. Sie war leicht verletzt und musste nicht ärztlich behandelt werden.  

Das Kommissariat 13 des Polizeipräsidiums München hat die Ermittlungen wegen diverser Straftaten des 53-jährigen Tatverdächtigen u. a. wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Straßenverkehr und eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr aufgenommen. Die Untersuchung zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs wird unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I durch das Bayerische Landeskriminalamt geführt.  

Zeugenaufruf  

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem  Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen  Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

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