Folgenschwerer Crash auf A3 bei Würzburg

Crash involvierte Rosenheimer Wohnwagen - Polizist: "Unfall kann mit mehreren Toten enden"

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Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3

Würzburg - Am Dienstagmittag kam es auf der A3 in Unterfranken zu einem erschreckenden Unfall. Ein Lkw hat dort die Mittelleitplanke durchbrochen und in der Folge ein Fahrzeug erfasst. Dabei wurden mehrere Personen schwer verletzt. 

Update, 16.22 Uhr: Polizist und Ersthelfer sprechen über Unfall

Im Interview mit News5 berichtet Ersthelfer Nermin H. von dem Unfall auf der A8. "Ich bin direkt nach da unten gegangen und habe zuerst das Kind raus, die anderen beiden Personen konnte ich nicht rausholen, die waren eingeklemmt", erklärte der Lkw-Fahrer.


Jens Wittig von der Autobahnpolizei Biebelried sprach den vielen Ersthelfern ein großes Lob aus. "Nur durch das beherzte Eingreifen mehrerer Lkw-Fahrer konnte zunächst das Kleinkind gerettet werden und später durch die Feuerwehr die weiteren Insassen." 

Weiter ergänzt dieser: "Es waren wohl mehrere Schutzengel zugegen, weil so ein Unfall auch mit mehreren Toten ausgehen könnte". Niemand der Beteiligten schwebe in Lebensgefahr.


Update, 15.19 Uhr: Bilder vom Unfallort/ Pressemeldung Polizei

Die Pressemeldung der Polizei im Wortlaut:

Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 sind am Dienstagvormittag vier Personen zum Teil schwer verletzt worden. Ein Lkw hatte nach einer Kollision mit einem Wohnwagengespann die Mitteilleitplanke durchbrochen und war daraufhin mit einem entgegenkommenden Wagen kollidiert. Die umfangreichen Bergungsarbeiten werden voraussichtlich noch einige Stunden in Anspruch nehmen.

Unglück auf A3: Lkw durchbricht Leitplanke und kollidiert mit Gegenverkehr

Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3
Verhängnisvolle Kettenreaktion: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3 © News5

Gegen 11.45 Uhr hat sich der Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Würzburg/Heidingsfeld und Würzburg/Randersacker ereignet. Dem Sachstand nach war es zunächst in Fahrtrichtung Nürnberg zu einem Zusammenstoß zwischen einem Wohnwagengespann mit Rosenheimer Zulassung und einem Sattelzug aus dem Kreis Olpe (NRW) gekommen. Der Lastwagen durchbrach daraufhin die Mittelleitplanke und es kam zu einer weiteren Kollision mit einem Pkw mit Fürther Zulassung, der in Richtung Frankfurt fuhr. Der Pkw wurde daraufhin rechts von der Fahrbahn abgewiesen, fuhr eine Böschung hinunter und kam auf dem Dach zum Liegen. Der Sattelzug kam gerade noch rechtzeitig am Rande der Fahrbahn zum Stehen und drohte zwischenzeitlich, ebenfalls den Hang hinab zu rutschen.

Der Fürther Pkw war mit insgesamt drei Personen besetzt. Neben dem Fahrer wurden auch die Beifahrerin und ein Kleinkind schwer verletzt. Die Familie kam mit Rettungswagen und einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Der Mann am Steuer des Sattelzugs erlitt einen Schock. Er kam ebenfalls vorsorglich in eine Klinik. Das Ehepaar im Wohnwagengespann kam wohl mit dem Schrecken davon.

Neben mehreren Streifenbesatzungen der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried und benachbarter Polizeidienststellen befanden sich die Berufsfeuerwehr Würzburg, die Freiwilligen Feuerwehren Randersacker und Eibelstadt sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz. Aktuell sind umfangreiche Bergungsmaßnahmen im Gange. Alle beteiligten Fahrzeuge müssen von Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Vollsperrung der A3 wird nach derzeitigen Prognosen wohl noch bis in die Abendstunden aufrechterhalten werden müssen. Der Verkehr wird von der Autobahn abgeleitet. Die betroffenen Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Umleitungsbeschilderungen zu folgen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Unterfranken

Update, 14.25 Uhr: 

Wie sich nun vor Ort herausstellte, habe der Fahrer des Wohnwagen-Gespanns aus Rosenheim kurz vor dem Unglück den 40-Tonner überholen wollen, berichtet News5. Dabei touchierte er diesen. In der Folge verlor der Fahrer des 40-Tonners die Kontrolle über sein Gespann, zog nach links und durchbrach die Mittelleitplanke. 

Auf der Gegenfahrbahn kollidierte der Lkw mit einem Auto aus Führt. Der Wagen wurde eine Böschung hinab geschleudert. Ersthelfern gelang es zwei der Insassen zu befreien. Eine weitere Person wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. 

Nach Polizeiangaben wurden zwei Elternteile sowie ihr Kind, welche sich im Fahrzeug aus Führt befanden, schwer verletzt. Eine Person musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Der Lkw-Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Die Insassen des Wohnwagen-Gespanns, bei dem durch den Unfall sich der Hänger vom Zugfahrzeug löste, blieben unverletzt. Die A3 muss für die Aufräumarbeiten in beide Richtungen vermutlich bis in die Abendstunden hinein komplett gesperrt werden. Der Verkehr staut sich auf bis zu zehn Kilometer.

Erstmeldung

Auf der A3 bei Würzburg kam es zur Mittagszeit zu einem folgenschweren Unfall. Ein Lkw-Fahrer, welcher in Richtung Nürnberg unterwegs war, verlor aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen 40-Tonner und durchbrach die mobile Mittelschutzplanke einer Autobahnbaustelle, berichtet News5.

Unaufhaltsam raste er auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidiert er mit einem Wohnwagen-Gespann aus Rosenheim. Im weiteren Verlauf rammte der Lkw zudem ein Auto aus Führt. Der 40-Tonner schob den Wagen so lange vor sich her, bis dieser eine Böschung hintergeschleudert wurde. In dem Fahrzeug befanden sich laut ersten Informationen von vor Ort beide Elternteile und mindestens ein Kind. 

Der Lkw wurde von der Leitplanke noch abgebremst, sodass das Führerhaus knapp neben der Fahrbahn in der Luft hängt.

Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A3

Die Lage vor Ort ist noch sehr unübersichtlich, berichtet News5. Nach ersten Informationen wurden mehrere Personen schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber ist gelandet. Die A3 ist in beide Richtungen komplett gesperrt. Der Verkehr staut sich auf bis zu zehn Kilometer.

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