Zehn Euro für das Leben

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Hier sollen krebs- und schwerstkranke Kinder ab Sommer 2011 Kraft schöpfen und Erholung finden können. Der Entwurf der Architekten Heiner Sedlmeir und Christian Reiser zeigt, wie der Irmengardhof einmal aussehen soll.

Rosenheim/Gstadt - Manche Geschichten werden neu geschrieben und gleichzeitig wiederholen sie sich, wie die OVB-Weihnachtsaktion "Gemeinsam für krebskranke Kinder" zeigt.

Vor knapp 100 Jahren war es eine Scheinpacht von zehn Euro, die dem Irmengardhof in Mitterndorf zu landwirtschaftlicher Blüte verhalf. Heute sind es die vielen Leser unserer Zeitung, die zehn Euro oder mehr spenden und so dafür sorgen, dass auf dem ehemaligen Klosterhof wieder Leben einzieht.

30 Jahre lang war das Windrad auf dem Irmengardhof in Mitterndorf das einzige, was sich drehte. Das ehemaligen Klostergut stand leer und verfiel. Jetzt baut die Björn-Schulz-Stiftung das Anwesen zu einem Ferien- und Nachsorgehaus für krebs- und schwerstkranke Kinder um. Jeder Cent der OVB-Weihnachtsaktion fließt ohne Abzug in das Projekt.

Die OVB-Aktion für den Irmengardhof-Umbau läuft auf vollen Touren. Über Kinder wie Johanna oder Verena, die in der Einrichtung Kraft schöpfen und Erholung finden sollen, wurde schon berichtet. Über den Initiator, Motor und Bambi-Gewinner Jürgen Schulz ebenfalls. Heute steht das Gebäude selbst im Mittelpunkt: Was war der Irmengardhof einmal und was wird daraus?

Der Dreiseithof am nördlichen Chiemsee-Ufer im Gemeindebereich von Gstadt, vermutlich 1904 erbaut, hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, die eng mit der Abtei der Benediktinerinnen auf der Fraueninsel verwoben ist. Namenspatronin ist die Selige Irmengard (gestorben 866). Die Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen wird als erste namentlich bekannte Äbtissin auf Frauenchiemsee im Chiemgau noch heute besonders verehrt.

1907, schon wenige Jahre nach der Fertigstellung, kaufte den Hof Theodor Freiherr von Cramer-Klett und überließ ihn 1912 für eine Scheinpacht von zehn Euro im Jahr der Benediktinerinnen-Abtei. Auch in der schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg stand der Baron den Klosterfrauen bei, die das Gut 1930 erwarben.

Den landwirtschaftlichen Betrieb in Mitterndorf führten die Benedektinerinnen mit großem Eifer und Geschick. So versorgte der Hof bis 1980 Kloster, Internat und Klostercafé auf der Insel. In den 60er- und 70er-Jahren wurde der Stall um- und eine Heizung eingebaut, ein Gebäude diente von 1968 bis 1972 als Mädchenwohnheim und Unterrichtsstätte.

1980 gaben die Klosterfrauen die Bewirtschaftung des Gutes auf. Die Felder wurden an die Bauern in der Nachbarschaft verpachtet, aber der Hof stand auf einmal leer. Mehrere Anläufe, das zu ändern, scheiterten. Bis die Björn-Schulz-Stiftung kam. "Uns hätte nichts besseres passieren können", freut sich Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz heute. "Hier wird Großartiges geleistet", sagte Schirmherrin Karin Seehofer vor Wochen beim Richtfest. "Ich bin begeistert, die künftige Nutzung steht ganz im sozialen Sinn der Benediktinerinnen-Abtei", ,erklärt Äbtissin Johanna Mayer vom Kloster Frauenwörth, das den Hof in einem Erbpachtvertrag für 93 Jahre an die Stiftung übergeben hat.

Der rund 4,6 Millionen Euro teure Umbau erfolgt in zwei Abschnitten. Schon im Sommer 2011 sollen die ersten Kinder mit ihren Familien die ersten neuen Zimmer beziehen, 2013 soll die gesamte Anlage fertig sein.

Dann werden in 31 Zimmern - alle barrierefrei, vier sogar voll behindertengerecht ausgebaut - mindestens 50 Menschen Kraft tanken können. Ein großer Gemeinschaftssaal, ein "Raum der Stille", Werk-, Spiel-, Meditations- und Therapiezimmer (unter anderem gibt es einen Snoezelenraum, der alle Sinne anregt) sorgen dafür, dass es auch bei Regen nicht langweilig wird, man sich schnell kennenlernt und es auch an Betreuungsangeboten nicht fehlen wird.

Im Dachgeschoss entsteht eine kleine Sternwarte, und - darüber freuen sich die Gstadter besonders - das Windrad, das Wahrzeichen Mitterndorfs - bleibt erhalten. Möglicherweise wird es sogar zum Wasser- und Energielieferanten. Drehen wird es sich aber in jedem Fall - so wie das Leben auf dem Irmengardhof.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

Winterträume in Weiß

Weiß, weiß und nochmal weiß - so viel Schnee wie zuletzt gab es zum Start in den Dezember selten. Da passt der schneeweiße Ford Fiesta, den es bei der OVB-Weihnachtsaktion "Gemeinsam für krebskranke Kinder" zu gewinnen gibt, gut ins Bild. Jeder Spender, der zehn Euro oder mehr überweist, nimmt automatisch an der Verlosung des Autos teil. Der weiße Flitzer im Wert von über 14.000 Euro wurde von Auto Eder Kolbermoor gestiftet und wird nicht mit Spendengeldern finanziert.

Ein weißer Ford Fiesta für nur zehn Euro

Rosenheim/Mühldorf - Den Leserinnen und Lesern des Oberbayerischen Volksblattes winkt auch heuer bei der OVB-Weihnachtsaktion ein toller Gewinn: ein neuer Ford Fiesta im Wert von 14.200 Euro.

Alle Spender, die in den nächsten Wochen mindestens zehn Euro überweisen, können das Auto gewinnen. Gestiftet wurde der Wagen erneut von Auto Eder Kolbermoor. Wer ohne zu spenden an dem Gewinnspiel teilnehmen möchte, schickt eine Postkarte mit dem Kennwort "OVB-Weihnachtsaktion" an das OVB-Medienhaus, Redaktion, Hafnerstraße 5-13, 83022 Rosenheim.

Der Ford Fiesta Trend, der nach Abschluss der OVB-Weihnachtsaktion "Gemeinsam für krebskranke Kinder" unter allen Spendern und Teilnehmern verlost wird, gefällt durch frisches Design, Wendigkeit und moderne Technologie. Der weiße Dreitürer verfügt über einen 1,25-Liter-Motor und 60 PS, ein Fünf-Gang-Getriebe und Antiblockiersystem (ABS). Der Wagen bietet nicht nur ein Höchstmaß an Fahrspaß, sondern genügt auch in Sachen Komfort, Sicherheit und Innenausstattung hohen Ansprüchen. Er ist unter anderem mit Klimaanlage, CD-Player und Radio, Dachspoiler sowie elektronischem Sicherheits- und Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet. Front- und Seitenairbags schützen Fahrer und Beifahrer, auf der Fahrerseite gibt es zusätzlich einen Knieairbag. Die extrem verwindungssteife Karosserie bildet einen stabilen Schutzraum.

Mit einem Kraftstoffverbrauch pro 100 Kilometer von 7,3 (innerorts), 4,4 (außerorts) und 5,5 (kombiniert) Litern ist der Ford Fiesta sehr sparsam, der CO2-Emissionswert liegt mit 127 Gramm pro Kilometer ebenfalls im niedrigen Bereich.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

"OVB-Weihnachtsaktion"

Sparkasse Rosenheim - Bad Aibling

BLZ: 711 500 00

Spendenkonto: 200 295 18

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