Bis zu zehn Kilometer

Keine "Nahversorgung" - Weite Wege auf dem Land

+
Eine ältere Dame trägt am 08.10.2013 nach einem Einkauf im mobilen Einkaufsladen in Hassenberg (Bayern) ihre Lebensmittel nach Hause. Um die Einkaufsmöglichkeiten ist es auf dem Land vielerorts schlecht bestellt.

München - Die Wege auf dem Land sind weit: Für gut ein Viertel der bayerischen Landbevölkerung gibt es keine sogenannte "Nahversorgung" in fußläufiger Entfernung von weniger als einem Kilometer.

Das geht aus Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervor, die das Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Landtags-Grünen veröffentlicht hat.

In insgesamt 465 der über 2000 bayerischen Gemeinden liegen die Durchschnittsentfernungen für die Bürger bis zur nächsten Nahversorgungs-Einrichtung bei mehr als einem Kilometer, wie aus Daten hervorgeht.

In einzelnen Gemeinden sind die Wege noch sehr viel weiter: So liegt die Durchschnittsentfernung zum nächsten Supermarkt und zur nächsten Apotheke in der Oberpfälzer Gemeinde Neualbenreuth (Kreis Tirschenreuth) bei über zehn Kilometern - der bayerische Spitzenwert. In München dagegen liegt die rechnerische Durchschnittsentfernung zu einer der fünf Kategorien von Nahversorgung bei exakt 362 Metern. Der Grünen-Abgeordnete Markus Ganserer warf Heimatminister Markus Söder (CSU) vor, die Lage auf dem Land geschönt darzustellen: "Mit den gleichwertigen Lebensbedingungen ist es nicht so weit her."

dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser