Zollfahnder suchen illegale Erntehelfer

Landshut - Mehr als 100 Zollfahnder haben einen Bauernhof im Landkreis Dingolfing-Landau wegen möglicher Schwarzarbeit von Erntehelfern durchsucht.

Bei der großangelegten Aktion von Zoll und Staatsanwaltschaft Landshut am Dienstag wurden laut Mitteilung umfangreiche Unterlagen sichergestellt und viele der rund 300 Erntehelfer als Zeugen vernommen. Aufgrund von Hinweisen werde vermutet, dass der Betrieb ausländische Arbeitskräfte nicht oder nicht richtig zur Sozialversicherung angemeldet hat.

Die Saisonarbeitskräfte sollen weit über eine kurzfristige Beschäftigung von zwei Monaten im Jahr hinaus gearbeitet haben. Somit dürften den deutschen Behörden Beiträge zur Sozialversicherung in erheblicher Höhe entgangen sein. Der Landwirt, der Gemüse anbaut und verarbeitet, beschäftigt jährlich mehrere hundert Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa.

Nach den bisherigen Erkenntnissen bekommen diese auch nicht den für die Landwirtschaft geltenden Tariflohn in Höhe von derzeit 6,35 Euro pro Stunde ­ diesen Lohn hatte der Bauer aber der zuständigen Agentur für Arbeit zugesichert, um die nötigen Arbeitserlaubnisse zu erhalten. Ob sich der Verdacht bestätigt, müsse die Auswertung der Unterlagen zeigen, hieß es. Das werde aber einige Zeit in Anspruch nehmen. # dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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