Zwei Österreicher kontrolliert

Ohne Cannabis-Schnaps zur Silvesterparty

Piding - Der mit Cannabiskraut aromatisierte Kräuterschnaps zweier Österreicher sollte wohl auf einer Silvesterparty getrunken werden. Doch daraus wird jetzt nichts!

Zwei Flaschen „Kräuterschnaps“ sowie knapp 13 Gramm Marihuana stellten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein am Freitagnachmittag bei zwei Österreichern sicher.

Der mit Cannabiskraut aromatisierte Schnaps war mittels Vortestgerät einer Stoffanalyse unterzogen worden, nachdem der Besitzer sich hinsichtlich der genauen Rezeptur nicht auslassen wollte.

Offensichtlich hatten sich die beiden Steirer für eine anstehende mehrtägige Silvester-Party mit reichlich illegalem Stoff, wie dem „Hochprozentigen“ und diversen Rauchutensilien eingedeckt. Gegen 15 Uhr war einer Zivilstreife der Schleierfahndung der alte Audi 80 mit österreichischem Kennzeichen auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord aufgefallen. Da die Insassen sichtlich nervös und fahrig auf die Kontrolle reagierten, schauten die Fahnder etwas genauer nach und wurden prompt bei beiden fündig.

Beim Fahrer, ein 24-jähriger Maschinenbautechniker, kam aus dem Rucksack ein Einweckglas mit rund 5 Gramm „Gras“ samt umfangreiche Konsumutensilien - wie Pfeifen und Filter - zum Vorschein, sowie die insgesamt 1,5 Liter Schnaps. Der Beifahrer, ein 21-jähriger Student, hatte seinen Cannabis-Vorrat in einem verschraubbaren Plastikfläschchen luftdicht verpackt.

Nach Abschluss der Anzeigenaufnahme und einem negativen Drogenschnelltest beim "Chauffeur", durften die beiden Steirer ihre Reise nach Baden Württemberg fortsetzen. Für die Feier müssen sie aber bei Bedarf auf legalen „Stoff“ umsteigen, da der gesamte mitgeführte Drogenvorrat - in fester und flüssiger Form - in die Asservatenkammer der Fahnder wanderte.

Chemisches Gutachten steht noch aus

Den beiden Steirern droht im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Geldstrafe. Zur Bestimmung der Inhalts- und Wirkstoffkonzentration des „Branntweins“ wird zuvor allerdings ein gerichtsverwertbares chemisches Gutachten erforderlich sein.

Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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