Nürnberger Polizei gibt schaurige Details bekannt

Schock nach Hurenmorden: Es ist wohl ein Serientäter

Prostituierte in Nürnberg ermordet
1 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.
Prostituierte in Nürnberg ermordet
2 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.
Prostituierte in Nürnberg ermordet
3 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.
Prostituierte in Nürnberg ermordet
4 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.
Prostituierte in Nürnberg ermordet
5 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.
Prostituierte in Nürnberg ermordet
6 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.
Prostituierte in Nürnberg ermordet
7 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.
Prostituierte in Nürnberg ermordet
8 von 38
Innerhalb weniger Wochen sind in Nürnberg zwei Prostituierte ermordet worden. Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tatort.

Die beiden Prostituierten in Nürnberg sind wahrscheinlich vom selben Täter getötet worden. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Es könnte sich um eine Mordserie handeln.

Nürnberg – Die beiden Prostituierten in Nürnberg sind wahrscheinlich vom selben Täter getötet worden. „Aufgrund der Obduktionsergebnisse und der Auffindesituationen an den Tatorten gehen die Ermittler von einem Zusammenhang beider Gewaltverbrechen aus“, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Todesursache sei in beiden Fällen „Gewalt gegen den Hals“ gewesen. Genaueres wollte ein Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen. „Es besteht der Verdacht, dass es sich um den gleichen Täter handelt.“

Verdächtiger festgenommen – aber inzwischen wieder frei

Am Abend des 24. Mai hatten Feuerwehrleute in einer brennenden Wohnung in Nürnberg eine leblose Prostituierte gefunden. Die 22-jährige Frau aus Rumänien starb kurze Zeit später. In diesem Zusammenhang war kurzzeitig ein Verdächtiger (30) vorläufig festgenommen wurden. Er hatte am Tatabend Kontakt zu der Frau. Eine 30-köpfige Sonderkommission ermittelte gegen ihn, ließ ihn aber wenig später wieder frei. Der Mann soll nichts mit der toten Prostituierten aus Nürnberg zu tun haben.

Wenige Tage später gab es am anderen Ende der Stadt erneut ein Gewaltverbrechen. Am 5. Mai fand die Nürnberger Polizei eine Prostituierte tot in Wohnung.  Ob es sich bei dem zweiten Verbrechen ebenfalls um Mord handele, sei noch offen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei dem zweiten Opfer um eine 44-jährige Chinesin.

In Nürnberg weiß die Polizei von 240 „bordellartigen Betrieben“

Nach Angaben der Polizei waren beide Frauen erst seit kurzem in Nürnberg gewesen. Beide Taten ereigneten sich in sogenannten Modellwohnungen. Dabei handelt es sich meist um Einzimmer-Apartments in Mehrfamilienhäusern, die von den Prostituierten für kurze Zeit angemietet werden, sagte der Sprecher. Die Frauen hielten sich oft nur für kurze Zeit in einer Stadt auf und reisten europaweit herum.

Die „Modellwohnungen“ seien der Polizei in der Regel bekannt. In Nürnberg gebe es davon rund 180. Insgesamt gebe es in der Frankenmetropole rund 240 „bordellartige Betriebe“. Neben den Modellwohnungen gehören dazu Laufhäuser und Bordelle. Durchschnittlich halten sich nach Polizeiangaben in Nürnberg etwa 600 Prostituierte auf – im gesamten Jahr bis zu 1300.

Hat ein Freier die Nürnberger Prostituierten getötet?

Das letzte tödliche Verbrechen an einer Prostituierten in Nürnberg gab es im Jahr 2003. Die Ermittlungen gestalteten sich oft schwieriger als in anderen Fällen, weil die Aussagebereitschaft im Rotlichtmilieu „nicht die beste“ sei, sagte der Sprecher. Hinzu komme der ständige Wechsel der Prostituierten in der Stadt und dass sich alles in der Anonymität abspiele. In der Regel gebe es zudem keine Vorbeziehung zwischen den Frauen und ihren Freiern.

Ob es in den aktuellen Fällen vor den Taten zu sexuellen Handlungen kam, wollte der Polizeisprecher nicht sagen. Auch ob es sich beim Täter um einen Freier handeln könnte, ist bisher unklar. Konkrete Hinweise auf einen Tatverdächtigen fehlen bisher. 

dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare