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Ergebnisse der UKE-Studie

An oder mit Covid-19 gestorben? Studie mit der Wahrheit über die Corona-Toten

Hamburg: Benjamin Ondruschka, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), spricht auf einer Pressekonferenz im UKE. Das UKE informierte am Donnerstag über eine Studie zur Obduktion von Covid-19-Toten.
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Hamburg: Benjamin Ondruschka, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), spricht auf einer Pressekonferenz im UKE. Das UKE informierte am Donnerstag über eine Studie zur Obduktion von Covid-19-Toten.

Sterben Menschen mit oder an dem Coronavirus bzw. durch die Krankheit Covid-19? Diese Frage wird immer wieder hitzig diskutiert. Umfangreiche Untersuchungen - 735 Obduktionen - des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben nun ergeben, dass 93 Prozent der gelisteten Hamburger Corona-Toten auch durch das Virus starben.

Das Institut untersuchte alle 735 Todesfällen, die im Jahr 2020 in Hamburg in einen Zusammenhang mit Covid-19 gebracht wurden. Bei 618 konnten die Forscher diese Todesursache bestätigen. Sieben Prozent der Toten - also rund 50 - waren zwar mit dem Virus infiziert, die Infektion war aber nicht die Todesursache. Bei den übrigen knapp 70 Verstorbenen wollten die Angehörigen keine Obduktion oder es fehlten Unterlagen.

99 Prozent der Verstorbenen hatten Vorerkrankungen

In den meisten Fällen starben die Menschen an den Folgen der Corona-Infektion - entweder an einer Lungenentzündung oder einer Thrombose, die das Virus verursacht hatte. Im Durchschnitt waren die untersuchten Verstorbenen 83 Jahre alt und 75 Prozent aller Todesopfer waren älter als 76 Jahre - jüngste Patient 29 Jahre, älteste Patient 100 Jahre. Nur in sieben Prozent der Fälle hatten sich die Patienten zwar mit dem Coronavirus infiziert, der Tod hatte jedoch andere Ursachen.

Die meisten Menschen, die an Corona gestorben sind, hatten mehrere Vorerkrankungen - nur ein Prozent der Patienten hatte keine Vorerkrankung. Dazu zählten sehr starkes Übergewicht, Bluthochdruck, chronische Lungenerkrankungen und Nierenschwäche. 

Blutverdünnungsmittel mit positiver Wirkung

Die weiteren Untersuchungen zeigten, die positive Wirkung von Blutverdünnungsmitteln. „Zwar haben unsere Obduktionen der Verstorbenen gezeigt, dass die Covid-19-Erkrankten trotz der Gabe von Blutverdünnungsmitteln noch Blutgerinnsel in den Lungenschlagadern aufweisen konnten“, sagte der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, Benjamin Ondruschka, am Donnerstag. In der statistischen Auswertung hätten sich aber längere Überlebenszeiten seit einer Therapieumstellung gezeigt.

Bereits im Mai vergangenen Jahres war bei den Hamburger Obduktionen aufgefallen, dass Covid-19 zu ungewöhnlich vielen Thrombosen und Lungenembolien führt. Daraufhin waren die bundesweit geltenden Behandlungsleitlinien geändert worden. Seitdem wird Ärzten empfohlen, Patienten nach individueller Risikoeinschätzung mit einem Blutverdünnungsmittel zu behandeln.

mz

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