Leipziger Polizeitaucher zieht Blitzer aus Baggersee

18-Jähriger flext Blitzer ab und versenkt ihn in See - das steckt dahinter

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Leipzig - 50.000 Euro ist ein Starenkasten wert - daran hat ein 18-Jähriger aber wahrscheinlich nicht gedacht, als er den Blitzer "entwendete" und in einem Baggersee versenkte. 

Am 15. April war die Messanlage im Wert von rund 50.000 Euro aus bislang unbekannten Grund von einem Unbekannten gestohlen worden und war seitdem wie vom Erdboden verschluckt. Die Ermittlungen der Leipziger Polizei führten - auch dank eines anonymen Hinweises - nun zu einem 18-Jährigen aus Leipzig, so die Polizei Leipzig in einer aktuellen Meldung.

Per Gerichtsbeschluss durchsuchten die Ermittler dann die Wohnung des Tatverdächtigen, einen Starenkasten fanden sie dabei nicht. Doch unter dem nun entstandenen Druck, dass die Polizei auf seiner Spur war, brach der 18-Jährige schließlich zusammen. Gegenüber den Beamten räumte er die Tat ein. "Auch um sein Gewissen zu erleichtern, führte er die Beamten an die Kiesgrube nach Kleinliebenauund" - das Versteck des Blitzers. Er hatte ihn in dem dortigen Baggersee versenkt. 

Dort konnten Polizeitaucher das Messgerät schließlich aus dem Gewässer bergen. Wie schwer das Gerät beschädigt und wie hoch der Schaden ist, wird derzeit untersucht.

Zum Motiv der Tat gab der junge Autofahrer gegenüber der Polizei an, dass er geblitzt wurde und seinen Führerschein auf Probe keinesfalls verlieren wollte. 

mh

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