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Braunbär streift durch die Wildnis in Oberbayern

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Veränderbare Vornamen, Ryanair und WhatsApp

Das alles ändert sich für Verbraucher zum 1. November

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Berlin/München - Zwei Vornamen und man wird immer beim falschen gerufen? Das könnte sich von jetzt an ändern. Es ist nicht die einzige Neuregelung, die ab 1. November ganz konkret im Alltag der Menschen ankommt.

Am Donnerstag sind mehrere Gesetzesänderungen in Kraft getreten, von denen Zehntausende Verbraucher profitieren können. Auch Firmen haben verschiedene Bestimmungen geändert.

Rangfolge von Vornamen veränderbar

Wer mehrere Vornamen hat, kann deren Reihenfolge beim Standesamt jetzt ändern lassen. Wer Franz Ferdinand heißt, kann also zu Ferdinand Franz werden. So wird leichter erkennbar, welcher Name der Rufname ist. Das gilt allerdings nur, wenn die Eltern den Doppelnamen nicht mit Bindestrich geschrieben haben: Franz-Ferdinand bleibt Franz-Ferdinand. Ebenfalls nicht ändern kann man die Schreibweise, auch neue Vornamen hinzufügen oder ungeliebte weglassen geht nicht.

Einer für alle-Klagen:

Verbraucherschützer dürfen jetzt stellvertretend für Tausende Verbraucher vor Gericht ziehen. Die Betroffenen können ein Recht auf Schadenersatz zugesprochen bekommen, ohne selbst das Risiko eines Prozesses gegen eine Firma zu tragen. Klagen dürfen nur bestimmte Verbände. Wer mitmachen will, muss sich in ein Register eintragen, mindestens 50 Betroffene müssen zusammenkommen.

"Ehe für alle" jetzt richtig im Eheregister:

Die Ehe für alle kommt mehr als ein Jahr nach ihrer Einführung endgültig in der Verwaltung an. Ab dem 1. November kann sie auch in den Eheregistern richtig erfasst werden. Bislang gab es dort nur die Einträge "Ehemann" und "Ehefrau", bei schwulen und lesbischen Paaren wurde jeweils einer der beiden an falscher Stelle einsortiert. Das ist nun korrigiert, beide Partner werden als "Ehegatten" erfasst.

Schärfere Vorschriften für Spielzeug: 

Für kritische chemische Stoffe in Spielzeug für Kinder unter drei Jahren kommen schärfere EU-Grenzwerte: ab 4. November für Phenol und ab 26. November für Bisphenol A. Phenol steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Besonders Spielsachen, die Kinder gern in den Mund nehmen, sollen durch die Neuregelung EU-weit sicherer werden.

Ryanair ändert Gepäckbestimmungen:

Die Billigfluggesellschaft Ryanair ändert ihre Gepäckbestimmungen. Im Normaltarif dürfen Passagiere nur noch ein kleines Stück Handgepäck mit Maßen bis 40 x 20 x 25 Zentimeter mit ins Flugzeug nehmen. Ein zweites muss grundsätzlich gegen eine Gebühr von acht Euro eingecheckt werden.

Für Fluggäste mit normalem Ticket heißt das: Handtasche ja, aber mehr nicht. Schon Rucksäcke könnten zu groß sein. Wer ein zu großes Handgepäckstück ans Gate bringt, muss 25 Euro zahlen. Nur "Priority"-Kunden dürfen weiterhin zwei Stücke in der Kabine haben.

WhatsApp Backups:

Bald ist auch der Messenger Dienst WhatsApp betroffen. Ab Mitte November werden Backups, die länger als ein Jahr nicht aktualisiert wurden, aus dem Speicher von Google Drive gelöscht.

Wer das nicht möchte, kann über die Einstellungen der App manuell ein Backup anstoßen oder seine Einstellungen für automatische Backups verändern.

mw (mit Material von dpa)

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