Wegen Schlägereien und Übergriffen

An Berliner Grundschule geht die Angst um: Security soll helfen

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Ein Sicherheitsdienst bewacht den Eingang einer Berliner Grundschule.
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Berlin - Die Spreewald- Grundschule in Berlin-Schöneberg greift im Kampf gegen Gewalt zu drastischen Mitteln. Weil Schüler auf ihre Lehrer losgehen und Eltern Mitschüler attackieren, führt die Schulleiterin einen Wachschutz ein, der für Frieden auf dem Gelände sorgen soll. 

Mehr als 30 gewalttätige Vorfälle meldete die Schule im vergangenen Jahr an die Schulaufsicht, will bild.de erfahren haben. Darum sollen nun seit Montag zwei Mitarbeiter eines Rheinischen Sicherheitsdienstes die Schule überwachen. Diese sollen für Respekt und Ordnung sorgen. 99 Prozent der Schüler haben einen Migrationshintergrund, 93 Prozent erhalten Transferleistungen.

„Die Aggressivität hat stark zugenommen. Da müssen wir gegensteuern. Der Sicherheitsdienst soll dafür sorgen, dass der Schulalltag für die Kinder ohne Störung und Gewalt verlaufen kann“, erklärt Schulleiterin Doris Unzeitig. Der Rheinische Sicherheitsdienst hat sich wegen dessen erfolgen an anderen Schulen im Berliner Stadtteil Neukölln für diese Aufgaben qualifiziert. „Es ist schon schockierend, wie gewaltbereit sogar schon Grundschüler sind“, sagt Gebietsleiter Masieh Jahn.

Allein die Anwesenheit des Sicherheitsdienstes soll die Kinder, zwischen sechs bis zwölf Jahren, abschrecken. Die Meinungen der Eltern gehen stark auseinander. Während die einen das Konzept begrüßen „Es gab vor einiger Zeit einen Zwischenfall, bei dem ein Vater eines Schülers einen anderen Schüler grob angefasst hatte Ich finde, dass das gar nicht geht. Es ist gut, dass es jetzt einen Sicherheitsdienst gibt", beklagt ein anderer Vater, dass sich die Kinder wie im Gefängnis fühlen und das Konzept dringend überarbeitet werden muss. 

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