„Mir geht es schon viel besser!"

Auf dem Weg der Besserung? Jan Ullrichs Kampf gegen die Sucht

Jan Ullrich
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Jan Ullrich - Auf dem Weg der Besserung?

Berlin - Nach dem Totalabsturz soll es  Ex-Radprofi Jan Ullrich nach eigenen Angaben bereits deutlich besser gehen. Seit knapp zwei Wochen befindet sich der Tour-de-France-Sieger in einer Betty-Ford-Klinik in Deutschland und hat nun das erste Mal nach seinen Eskapaden mit der Öffentlichkeit gesprochen.

„Mir geht es schon viel besser! Ich fühle mich hier sehr sicher, kann mich ganz auf mich selbst konzentrieren", erklärt das Rad-Idol bild.de. Auch nach Außen scheint es wohl so als würde Ullrich deutliche Fortschritte machen. Vor allem der regelmäßige Kontakt zu seinen drei Söhnen, der ihm per Telefon ermöglicht wird, gebe ihn sehr viel Kraft. 

Auch der Besuch von seinem langjährigen Kontrahenten Lance Amstrong tat dem Radstar sichtlich gut. „Als er plötzlich da war, fand ich das richtig geil, super! Lance hat sich brutal reingehauen für mich.“ Lance Amstrong will Jan Ullrich auch in den USA weiterhin bei seiner Therapie unterstützen. 

Trügt der Schein?

Nach Informationen von welt.de läuft die Entziehungskur jedoch alles andere als optimal. Armstrong sprach nach dessen Besuch gegenüber seinen Freunden von Mickey-Mouse-Verhältnissen in der Klinik und sagte, unter diesen Umständen hätte Ullrich keine Chance, sich wirklich zu erholen.

Gegenüber bild.de allerdings unterstreicht Ullrich, dass er jeden Tag auf sämtliche Substanzen getestet wird, auch Entzugserscheinung hätte er keine. „Ich habe trotzdem keine Entzugserscheinungen, muss auch keine Medikamente nehmen. Nur Augentropfen wegen des ganzen Qualms vom Rauchen“.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Der Tour-de-France-Sieger von 1997 soll vor zwei Wochen in einem Frankfurter Hotel eine Escort-Dame angegriffen und verletzt haben. Es wird weiter wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ermittelt.

Fast genau eine Woche zuvor war Ullrich nach einem Streit mit seinem Nachbarn Til Schweiger auf Mallorca vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Bei beiden Vorfällen stand der 44-Jährige mutmaßlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

mz/dpa

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