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Einige Festnahmen in Berlin

Bilanz trotz Übergriffen auf Polizisten: Proteste am 1. Mai „deutlich friedlicher“ als die letzten Jahre

1. Mai - Demonstration - Berlin
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Teilnehmer der „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ in Berlin halten Banner hoch.

Linke Gruppen sind zum 1. Mai in Hamburg und Berlin durch die Innenstädte gezogen. Die Polizei zeigt große Präsenz. Erst bleibt es friedlich, doch am Abend kommt es in Berlin zu Angriffen auf Polizisten.

Berlin/Hamburg – Tausende Menschen haben sich in deutschen Städten an Protesten linker Gruppen zum 1. Mai beteiligt. In Berlin lag ein besonderer Fokus auf der Demonstration „Revolutionärer Erster Mai“, die von Neukölln nach Kreuzberg führte. Die Polizei sprach am Sonntagabend von etwa 14.000 Teilnehmern. Größere Ausschreitungen blieben aus, vereinzelt kam es aber zu Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizei. Im mittleren Teil des Zuges befand sich ein großer Schwarzer Block der Autonomen-Szene mit mehreren Hundert Menschen. Zu dem Protest hatten Linke und linksradikale Gruppen aufgerufen.

Ein Großaufgebot der Polizei begleitete den Marsch. In der Hauptstadt waren am 1. Mai insgesamt fast 6000 Polizisten im Einsatz. Der Aufzug sei weitgehend friedlich verlaufen, sagte Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik.

Wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete, kam es neben Rangeleien auch zu Flaschen- und Böllerwürfen auf Polizisten. Auch bengalische Feuer waren zu sehen. Die Einsatzkräfte setzten Reizgas ein. Gleichwohl sagte eine Sprecherin der Polizei, die Demonstration insgesamt sei bis kurz vor 22 Uhr „deutlich friedlicher“ verlaufen als in den vergangenen Jahren. Es habe einige Festnahmen gegeben, wie viele, war zunächst aber nicht klar. In den vergangenen Jahrzehnten war es am Rande von Mai-Demonstrationen in Berlin wiederholt zu Ausschreitungen gekommen.

Nach Verbot separater Veranstaltung: Israelkritische Gruppen skandieren „Free Palestine“

An dem Protest am Abend in Neukölln und Kreuzberg beteiligten sich auch palästinensische Gruppen. Die Polizei hatte dies erwartet, nachdem aus Sorge vor antisemitischen Vorfällen eine für Freitag geplante Demonstration palästinensischer Initiativen sowie Ersatzveranstaltungen verboten worden waren. Viele Menschen schwenkten Palästina-Fahnen, andere skandierten „Free Palestine“. In mehreren Reden wurde scharfe Kritik an der Politik Israels geäußert.

Das Jüdische Forum kündigte bei Twitter an, die Demo zu beobachten und antisemitische Vorfälle zu dokumentieren. Einige Transparente und Forderungen könnten als „Aufruf zur gewaltvollen Auslöschung des Staates Israels verstanden werden“, hieß es später in einem Tweet des Forums.

Mehrere Proteste und Demonstrationen in Berlin verlaufen friedlich

Bereits im Tagesverlauf gab es in Berlin mehrere Proteste und Demonstrationen. Diese verliefen friedlich. Rund 10.000 Radler etwa fuhren durch das wohlhabende Grunewald im Westen der Stadt und demonstrierten so für die Umverteilung von Reichtum. Die satirische Demonstration stand unter dem Motto „Grunewald noch lahmer legen“. Auf einem Plakat stand „Faire Miete statt Profite“.

In Hamburg blieben ähnliche Demonstrationen ebenfalls weitgehend ruhig. An drei Versammlungen am Sonntag beteiligten sich nach Polizeiangaben insgesamt deutlich über 4000 Menschen. Die Polizei war mit starken Kräften im Einsatz, auch Wasserwerfer und die Reiterstaffel standen bereit.

dpa