Dramatisches Sorgerechts-Video

"Nein, nein - mein Papa bitte" - Polizei zerrt Mädchen gewaltsam aus Schule

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Berlin - „Nein, nein, nein - mein Papa, bitte“ - hört man das kleine Mädchen schreien, als es von drei Polizisten in ein Auto gezerrt wird. Gegen ihren Willen wird das Kind zu ihrer Mutter gebracht, die vor zwei Jahren den Vater des Mädchens verließ.

Zweieinhalb Jahre hatte Nina mit dem Vater allein gelebt, nachdem die Mutter den Haushalt verlassen hatte. Die Justiz entschied im vergangenen Jahr auf Antrag der Mutter, dass Nina bei ihr aufwachsen soll, berichtet mz-web.de

Am Montag wurde das Urteil gegen den Willen des Vaters und der Tochter durchgeführt. Nur durch den Einsatz von Gewalt konnte das Mädchen aus der Schule genommen und in ein Auto gesetzt werden. Der Vater der Kleinen, welcher von der Polizei des Platzes verwiesen wurde, filmt die dramatischen Szenen vor dem Schulgelände. 

Das Mädchen weint, ruft ununterbrochen nach Hilfe und versucht zu fliehen. Nach knapp zwei Stunden gelingt es den Beamten das Mädchen auf der Rücksitzbank eines Wagens zu platzieren. Dann verlässt dieser das Schulgelände. 

„Nein“, schreit sie unentwegt, ruft nach ihrem Papa und um Hilfe. Sie weint. „Dann geh ich lieber zu den ganzen Kindern“, sagt sie dann und meint damit wohl ein Heim, schreibt berliner-kurier.de. Die Mutter soll während der gesamten Maßnahme anwesend gwesen sein.

Viele Eltern, die das Video im Netz gesehen hatten, solidarisieren sich mit dem fassungslosen Vater. „So eine Schweinerei, das arme Kind“, schreibt eine Frau. Der Familienvater Tobias Jung aus Eisleben hatte am Dienstagabend das Video gesehen und eine Initiative auf Facebook gestartet. „Da ist für mich eine Welt zusammengebrochen“ beschreibt Jung die Situation, nachdem er die erschreckenden Bilder gesehen hatte.

Nach einem Gespräch mit dem betroffenem Vater kommt Jung zum Entschluss: "Hier muss etwas unternommen werden".

Von der Polizei gibt es noch keine Stellungnahme. In einer ersten Reaktion meinte eine Polizeisprecherin "Es war emotional sehr schwierig. Das hat die Kollegen schwer getroffen." 

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube

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