Umstrittene Entscheidung

Nach Fahrzeugbrand: Stadt sperrt E-Autos von Tiefgarage aus – ADAC übt scharfe Kritik

Ein ausgebrannter VW Golf 4 in einer Tiefgarage
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Dieser VW Golf 4 war im September 2020 in einer Kulmbacher Tiefgarage ausgebrannt.

Nach einem Fahrzeugbrand will die Stadt Kulmbach in einer Tiefgarage keine Elektroautos und Plug-in-Hybride mehr parken lassen. Der ADAC übt scharfe Kritik.

Kulmbach – Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein heiß umstrittenes Thema: die Brandgefahr von Hybrid- und Elektroautos sowie das Löschen derselben. Die bayerische Stadt Kulmbach hat nun beschlossen, in einer Tiefgarage keine Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge mehr parken zu lassen. Grund für Entscheidung der Stadt sind Sicherheitsbedenken nach einem Fahrzeugbrand im September 2020. Doch nun hat sich der ADAC zu Wort gemeldet.

Im vergangenen Jahr war in der Kulmbacher Tiefgarage ein VW Golf 4 ausgebrannt – woraufhin das Bauwerk für knapp 200.000 Euro saniert werden musste. Nun wird die Tiefgarage wieder geöffnet – doch E-Autos und Plug-in-Hybride müssen draußen bleiben. An dieser Entscheidung gibt es nun Kritik – unter anderem vom ADAC, wie 24auto.de berichtet. Man könne die Entscheidung der Stadt Kulmbach nicht nachvollziehen, schreibt der Automobilclub in einem Facebook-Post. „Es kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass sich ein defektes Fahrzeug selbst entzündet – dies gilt aber für alle Antriebsarten“, argumentiert der ADAC. „Es gibt laut Feuerwehren und Versicherern keinerlei Hinweise darauf, dass sich Elektroautos eher entzünden als Autos mit Verbrennungsmotor.“ *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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