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Staatsschutz ermittelt

Nach Angriff auf Transfrau (57) in Bremer Straßenbahn: Polizei stellt tatverdächtige Kinder

Angriff auf Transfrau in Straßenbahn in Bremen
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Eine Gruppe Kinder und Jugendlicher hat am Samstagabend (3. September) eine Transfrau in Bremen in einer Straßenbahn angegriffen und schwer verletzt.

Nach dem gewaltsamen Angriff auf eine Transfrau in einer Bremer Straßenbahn hat die Polizei mehrere minderjährige Tatverdächtige gestellt.

Update, Dienstag (13. September):

Anfang September hat eine Gruppe von Jugendlichen eine Transfrau in einer Bremer Straßenbahn beleidigt und geschlagen. Die 57-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Nun hat die Polizei mehrere minderjährige Tatverdächtige gestellt. Vier Kinder im Alter von 12 bis 13 Jahren konnten anhand der Videoaufnahmen aus der Straßenbahn identifiziert werden, wie die Polizei am Dienstag (13. September) mitteilte.

Wegen des jungen Alters der Täter fahndeten Staatsanwaltschaft und Polizei mit dem Videomaterial aus der Überwachungskamera in der Straßenbahn zunächst nur über das polizeiliche Intranet nach ihnen.

Daraufhin erkannten Streifenpolizisten am Sonntagabend (11. September) bei einem Einsatz in Bremen-Huchting zunächst einen Zwölfjährigen und im weiteren Verlauf neun weitere Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 14 Jahren. Alle wurden mit auf die Polizeiwache genommen, die Eltern wurden benachrichtigt.

Die weiteren Ermittlungen zu den Tatbeteiligten dauern an, wie die Polizei mitteilte. Der Staatsschutz ermittelt wegen Hasskriminalität und gefährlicher Körperverletzung.

Erstmeldung, Dienstag (6. September):

Münster/Bremen - Eine Woche nach der tödlichen Attacke auf einen Transmann in Münster am Rande einer CSD-Veranstaltung ist in Bremen eine Transfrau in der Straßenbahn angegriffen und schwer verletzt worden. Der Staatsschutz ermittelt wegen Hasskriminalität und gefährlicher Körperverletzung.

Bremen: Jugendliche greifen Transfrau an - schwer verletzt

In Bremen wurde die 57-Jährige am Samstagabend (3. September) gegen 19.35 Uhr in der Tram von einer Gruppe von 10 bis 15 Jugendlichen angegangen. Sie beleidigten die Frau und rissen ihr eine Perücke vom Kopf. Ein Täter, der von Zeugen auf 14 bis 16 Jahre geschätzt wurde, schlug der Frau mit beiden Fäusten ins Gesicht.

Die Gruppe feuerte den Angreifer an, wie eine Polizeisprecherin sagte. Erst als andere Fahrgäste eingriffen, ließ die Gruppe von der Frau ab, stieg aus und floh. Das Opfer kam mit schweren Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus. Die Polizei wertet nun die Videos der Überwachungskamera in der Bahn aus.

Tödlicher Angriff bei CSD in Münster

In Münster war eine Woche zuvor ein 25-Jähriger geschlagen worden, als er einen 20 Jahre alten Mann beim Christopher Street Day bat, zwei Frauen nicht mehr queerfeindlich zu beschimpfen und zu bedrohen.

Der 20-Jährige soll den Transmann namens Malte daraufhin mindestens einmal mit der Faust geschlagen haben, sodass er hinfiel. Fünf Tage später starb Malte C. an seinen Verletzungen.

Nach der Obduktion stand am Montag (5. September) dann fest, dass der 25-Jährige nicht direkt durch die Faustschläge starb. Er erlitt laut Staatsanwaltschaft ein schweres Schädel-Hirn-Trauma am Hinterkopf, das wohl durch den folgenden Aufprall auf den Asphalt entstand.

Der 20-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Zwei Tage nach der Festnahme des Tatverdächtigen meldete sich inzwischen auch dessen Begleiter. Gegen ihn werde aber nicht weiter ermittelt, hieß es am Montag von der Staatsanwaltschaft Münster.

Transmenschen sind Personen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen.

jg mit Material der dpa

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