Kein „harter Hund“

Zu lieb für den Polizeidienst: Hund Balou fällt durch Eignungsprüfung

Rottweiler in Wiese
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Für den Polizeidienst ist Balou leider zu nett.

Bremerhaven - Weil er einfach ZU lieb ist, fiel Rottweiler Balou durch die Polizeihundeprüfung.

Das ist er: Deutschlands freundlichster (fast-)Polizeihund. Denn leider hat Balou seine Eignungsprüfung nicht bestanden. Fazit: Er ist einfach zu lieb. Bereits als Welpe ist der Rottweiler zur Polizei gekommen und sollte in der Hundestaffel aufgenommen werden. In Bremerhaven wurde er laut einer Pressemeldung ausgebildet und durchlief verschiedene Stationen, die dazu gehören. Für den Dienst war er dann aber doch nicht geeignet. Denn der Vierbeiner ist einfach zu nett. Der Polizeisprecher Bremerhaven verkündete am Dienstag, dass Balou ein richtiger Familienhund sei, weshalb man ein neues zuhause für Balou gesucht und gefunden habe.

Normalerweise werden Polizeihunde erst mit ein bis drei Jahren ausgebildet, wenn man ihren Charakter schon einschätzen kann. Balou war eine Ausnahme, er wurde bereits mit acht Wochen aufgenommen. Dass er so ein freundliches Exemplar ist, konnte man damals noch nicht einschätzen. Gangster jagen ist einfach nichts für den Rottweiler, der viel lieber schmusen und spielen will. Balou ist einfach kein harter Hund, künftig darf er in seinem neuen zuhause als „Frührentner" das Leben genießen.

Etwas mehr „Biss“ bewies da Schäferhund Jack, der als Welpe bei Flensburg von der Polizei gefunden wurde. Er war vom Vorbesitzer einfach ausgesetzt worden. Seine Charakterzüge eigneten sich hervorragend zum Diensthund, 2019 wurde er offiziell in den Dienst aufgenommen.

Auch in Australien wurde ein Hund aus dem Dienst ausgeschlossen, weil er zu nett war. Der deutsche Schäferhund Gavel wollte lieber gekrault werden, als Verbrechern hinterher zu jagen. 2017 verkündete niemand geringeres als der Gouverneur von Queensland, Paul de Jersey, dass er den Vierbeiner aufgenommen habe und teilte die niedlichsten Bilder mit auf Facebook.

jv

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