Kultusminister der Länder offen für bundesweite Schulschließungen

Drohender harter Lockdown - Verband für Lehrkräfte fordert „glasklare Entscheidungen“ ab 2021

Deutschland - Die Bundesrepublik steht wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen vor einem harten Lockdown. Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) fordert eine genaue Strategie für das kommende Schuljahr und warnt davor, sich weiter nur „von Woche zu Woche zu hangeln“.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Nach der sehr eindringlichen und emotionalen Rede von Bundeskanzlerin Merkel im Parlament, mit ihrem dringenden Appell eine möglichst weitgehende Kontaktreduzierung vor den Feiertagen, auch verbunden mit früheren Schulschließungen, haben die Kultusminister der Länder beim Treffen der Kultusministerkonferenz (KMK ) nach wochenlangem Zögern die Entscheidung zu den Schulschließungen als Folge eines noch zu verhängenden Lockdowns an die Ministerpräsidenten weitergereicht. Am Sonntag tagen die Verantwortlichen. Falls der Lockdown kommt, seien auch die Kultusminister offen für bundesweite Schulschließungen, um dann in den flächendeckenden Distanzunterricht zu gehen.

Verunsicherung bei Schülern, Lehrkräften und in der gesamten Bevölkerung „enorm hoch“

Der BvLB hat wieder und wieder gefordert, alle Möglichkeiten zu nutzen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen und appelliert eindringlich an die Ministerpräsidentenrunde, sich ihrer Verantwortung zu stellen und Fakten zu schaffen, die die Gesundheit der Lehrkräfte sowie der Schüler, der beruflichen Bildung schützt.

Die Verunsicherung bei Schülern, Lehrkräften und in der gesamten Bevölkerung ist durch ständig neue Meldungen und Regelungen „enorm hoch“. Klare Regelungen bis zum 10. Januar 2021 sind deshalb ein guter und wichtiger Schritt. „Entscheidend dabei ist, dass die Strategien tragen und sich die gesamte Gesellschaft nicht weiter von Woche zu Woche hangelt,“ sagt Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB).

Nur gemeinsames Handeln reduziert die Fallzahlen

Allerdings bedarf es für die Zeit ab Mitte Januar bereits jetzt glasklare Entscheidungen, wie die Berufsbildner in der Pandemie weiter unterrichten sollen und können. Schulleitungen und Lehrkräfte brauchen Planungssicherheit, die über mehrere Wochen hält.

„Nur wenn wir gemeinsam entschieden Handeln, wenn sich jeder Einzelne seiner Verantwortung bewusst ist und mit Vernunft handelt, werden wir die Fallzahlen reduzieren und unsere Gesundheit schützen. Dabei dürfen die Schulen nicht ausgeklammert werden“, schließen die Bundesvorsitzenden des (BvLB) Eugen Straubinger und Joachim Maiß, unisono.

Pressemitteilung Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB)

Rubriklistenbild: © Gregor Fischer

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