Nach Skandal in München jetzt Fall in Chemnitz

"Hitler" grüßt bei Motorrad-Treffen - auch ein Polizist hat nun Ärger

Chemnitz - Nach dem Skandal in München sorgt nun der nächste geschmacklose Auftritt eines Hitler-Doubles für Schlagzeilen. Diesmal könnte allerdings auch noch ein Polizist Ärger bekommen. Was war genau passiert?

Beim 49. Winter-Treffen von Motorradfans auf dem Augustusberg bei Chemnitz tauchte am Wochenende plötzlich ein Oldtimer-Motorrad auf und parkte rückwärts ein. Im Beiwagen saß ganz lässig ein Double von Adolf Hitler und grüßte winkend das Publikum. Ein Video davon kursiert im Internet. Darauf ist auch zu sehen, wie einige daneben stehende Personen lachten und Fotos mit dem Handy knipsten.

Besonders schlimm: Auch ein Polizist, der die Veranstaltung absichern sollte, soll unter den "Fotografen" gewesen sein und sich dabei amüsiert haben. Zumindest deuten das Video im Internet und ein Tweet der Polizei Sachsen darauf hin. Dort war von einem "nicht akzeptablen Verhalten des Kollegen" die Rede und dass eine "eingehende Auswertung" mit ihm erfolgen werde. Nach Informationen der Bild-Zeitung werden auch dienstrechtliche Konsequenzen geprüft.

Auch der Staatsschutz interessiert sich inzwischen für den Fall - und zwar wegen des Hitler-Imitators. "Hinsichtlich des Herren, der als Adolf Hitler verkleidet im Beiwagen Platz genommen hatte, prüft das Dezernat Staatsschutz der Chemnitzer Kriminalpolizei derzeit die strafrechtliche Relevanz seines Auftretens", sagte ein Sprecher der Chemnitzer Polizei der Zeitung.

Ähnlicher Fall in München

Erst vor eineinhalb Wochen hatte ein ähnlicher Fall in München für großes Aufsehen gesorgt. Damals war Harald Z. aus Österreich als Hitler verkleidet in der bayerischen Landeshauptstadt umher marschiert und wollte in einem Wirtshaus eine Rede vor einer rechtsextremen Vereinigung halten. Der Gastwirt warf ihn jedoch hochkant raus und die Polizei erteilte ihm eine entsprechende Belehrung.

Bereits 2017 hatte Harald Z. für einen Skandal gesorgt, als er in Hitlers Geburtsort Braunau am Inn vor dessen Geburtshaus mit Hitler-Bärtchen und Seitenscheitel herumging und sich dabei mit Passanten fotografieren ließ.

mw

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