Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Chiemgauer Fluthelfer im Ahrtal

„Sightseeing“ der anderen Art: Der bewegendste Moment der Reise

Freuen sich über das Paket und eine Nähmaschine: Jens und Corinna Adam.
+
Freuen sich über das Hilfspaket und eine Nähmaschine: Jens und Corinna Adam.

Nach einem eindrucksvollen Aufenthalt im Sommer 2021 im Ahrtal machte sich unser Mitarbeiter Simon Schmalzgruber Anfang des neuen Jahres erneut ins Flutgebiet auf, um zu sehen, wie sich die Situation vor Ort verändert hat. Tag drei der bewegenden Reise...

Ahrtal - Ein neuer Tag bricht an. Nach einem Zwischenstopp in der Vinothek der Genossenschaft geht es weiter zu Familie Adam. Jener Familie, der ich vergangenen Sommer zusammen mit Dirk geholfen habe. Das Wiedersehen ist herzlich.

Neben einem Hilfspaket bekommt die Familie eine Nähmaschine und eine Jacke, über die sich besonders Corinna freut. „Damit seh’ ich aus wie eine Prinzessin”, kichert sie und dreht sich im Wind. Nachdem die Sachen in den zweiten Stock der Ferienwohnung verbracht wurden, geht es ein Stockwerk tiefer, zu Corinnas Mutter. Die wohl bewegendste Begegnung meines Aufenthaltes im Ahrtal steht bevor.

Corinna erzählt, dass ihre Mutter kurz vor knapp mit dem Hubschrauber gerettet werden konnte und zeigt mir auf ihrem Handy ein Bild von ihrer Mutter - im Schlafanzug und Bergetau. Hab und Gut wurde von der Flut mitgerissen: Das Haus mag zwar noch stehen, doch der Rest, also Garten, Klamotten, Erinnerungsstücke, alles perdü. Der Schock, die Fassungslosigkeit sitzt immer noch tief. Immer wieder muss Corinna ihre Mutter daran erinnern, dass alles weg ist. Und immer wieder möchte ihre Mutter das einfach nicht glauben. Nach langen und intensiven Gesprächen beginnt es schon wieder zu dämmern. Wir verabschieden uns von ihrer Mutter und machen noch einen Spaziergang durch das Dorf.

Tiny Houses: Bewährte Brückentechnologie nach Großschadensereignissen.

„Bis hierhin stand das Wasser“

Es dauert nicht lange, bis uns ein Polizeiwagen entgegenkommt. „Die fahren hier öfter rum”, erklärt Jens, „damit nicht geplündert wird. Viele sind nämlich nicht mehr zu ihren Häusern zurückgekehrt, da ist alles noch wie vor einem halben Jahr.” Wir gehen weiter. „Siehst du die braune Kante da?”, fragt mich Jens. „Bis hierhin stand das Wasser.” Eigentlich ist die Ahr 150 Meter weit weg. Aber in jener verhängnisvollen Nacht wurde die Ahr zu einem reißenden Strom, der alles vernichtete, was ihm in die Quere kam.

Die Ahr ein halbes Jahr nach der Flut

Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal! © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Freuten sich über eine Nähmaschine und vieles mehr: Jens und Corinna Adam. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Tiny Houses: Bewährte Brückentechnologie nach Großschadensereignissen. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die Schäden der Flut sind auch ein halbes Jahr nach der Flut omnipräsent. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auf dieser Fläche stand einst ein Haus... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...im Haus daneben haben sich Helfer verewigt. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Das Innere eines ehemaligen Imbissstandes. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch hier stand mal ein Haus. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Über der Ahr thront das Wahrzeichen von Mayschoß: Die Saffenburg. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine hölzerne Bushaltestelle am Festplatz von Mayschoß... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...der nur wenige Meter vom Ahrufer entfernt liegt. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine kleine Gedenkstätte für die Opfer der Flut. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Im Inneren der Zelte wird so gut es geht versucht, Normalität herzustellen. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eines von vielen Häusern an der Ahr, das wohl noch abgerissen werden wird. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch hier wurde ein Haus weggerissen. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch das gibt es an der Ahr: © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Häuser, an deren Wiederaufbau man sich finanziell beteiligen kann. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Dankesbotschaften wie diese finden sich in jedem Ort - und das zuhauf. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
„Hier standen auch mal drei Häuser", erklärt mir Jens. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
In manchen Gebäuden sieht es immer noch wie kurz nach der Flut aus. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Im Mayschoßer Weinkeller (im Gebäude hinten links) fanden einst bis zu 1.000 Leute Platz - mehr, als die Ortsgemeinde Einwohner hat. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine Momentaufnahme. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch dieses Gebäude wartet auf den Wiederaufbau. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr wurde 1868 gegründet und ist damit älter als jede andere auf der Welt! © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch hier befand sich mal eine Imbissbude. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine Behelfsbrücke führt über die Ahr zum ehemaligen Bahnhof... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...wo Arbeitsgerät abgestellt wurde... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...ebenso wie Tiny Houses, die noch auf einen Besitzer warten. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auf dem Weg nach Reimerzhoven: Die 2014 erbaute Radbrücke war ein Bindeglied des Ahr-Radwegs, welcher von der Quelle in Bad Blankenheim bis zur Mündung bei Remagen-Kripp führte. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Reimerzhoven... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...mit der Kapelle „Zur Schmerzhaften Muttergottes“. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch hier gibt es Gebäude, an denen kaum etwas gemacht wurde. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Der Ort im August... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...und ein gutes halbes Jahr später. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
August 2021: Dirk teilte uns unseren Arbeitsort zu... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...und schon wurde gewerkelt. © Corinna Adam
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Damals... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...heute. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine von vielen Brücken, die nicht mehr steht. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine von etlichen Behelfsbrücken, die nach der Flut aufgestellt wurden. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ein weiteres Haus, das von der Flut beschädigt wurde. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ein Stück Normalität, dort, wo alles so unnormal geworden ist: Eine kleine Imbissstation im Ort Laach. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Durch dieses Loch trat die Ahr in jener verhängnisvollen Nacht... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...das, wie man hier sieht, mehrere Meter höher liegt. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch in Laach wurden längst noch nicht alle Schäden beseitigt. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Wir nähern uns wieder Mayschoß mit der Saffenburg. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Blick auf das Gelände des ehemaligen Bahnhofs... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...und auf Mayschoß... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...auf das Gebäude der Winzergenossenschaft... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...und den Festplatz. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Von oben bekommt man nochmal einen anderen Blick auf die Zerstörung. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Blick hinüber nach Laach... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...und nach Rech. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die improvisierte Kläranlage, rechts daneben das Feuerwehrgeräte“haus“ von Mayschoß. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Dies war früher die Kläranlage. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die Zeit scheint stillzustehen. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine weitere planierte Fläche: Auch hier befand sich mal ein Haus. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die gibt es häufig in der Eifel und seinen Nachbargebirgen: Wildschweine. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ein Bild, das sich die ganze Ahr entlangzieht: Immer wieder gibt es Schrotthaufen wie diese... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...aber immerhin hängen die Gleise nicht mehr in der Luft. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Hat was vom Pont d‘Avignon: Die Nepomukbrücke in Rech... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...welche ebenfalls von einer Behelfsbrücke ersetzt wurde. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch dieses Gebäude ist einsturzgefährdet. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Zusammenhalt in jeder Hinsicht... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...auch auf einer Deponie am Ortsrand von Dernau. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ein weiteres weggerissenes Haus... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...links daneben die „Endzeit-Klause“. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Das ist alles, was vom Dernauer Sportplatz übrigblieb. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die wohl schönste Ruine im Ahrtal... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...an deren Wand sich etliche Helfer verewigt haben. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Egal, wie groß der Schaden ist: Auch hier hat man sich an die Helfer bedankt. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ready für den Neuaufbau: Ein Haus in Marienthal, kurz bevor das Ahrtal sich weitet. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die Ahraue nahe der Ahrmündung: © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch sie wurde von der Flut schwer getroffen. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die zerstörte Brücke... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...macht eine Weiterfahrt nach Remagen unmöglich. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch heute hat die Ahr wieder Hochwasser... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...und auch ein halbes Jahr nach der Flut werden noch Dinge angespült. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Karl-Heinz und Irma vor ihrer derzeitigen Unterkunft... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...und deren Haus in Ahrweiler... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...an dem ich mich auch austoben durfte. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
19.jpg © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Jetzt ist zumindest dort das Gröbste beseitigt. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Damals... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...heute © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch in Ahrweiler ist man dankbar für jeden, der geholfen hat. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ahrweiler Schützenstraße. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ein kleines Zeichen der Hoffnung. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ein weiteres beschädigtes Haus. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Und auch hier hinterließ die Flut ihre Spuren. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch Sauerländer packten fleißig mit an. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Die Fläche verrät: Hier stand ebenfalls mal ein Haus. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Das Wasser steht hoch, doch zum Glück nicht zu hoch. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Ein weiteres Relikt der Flut. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine Kita, deren Erdgeschoss komplett entkernt scheint. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine weitere klaffende Lücke. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Auch das ist ein normales Bild am Wegesrand: Nagerköder, die die Ausbreitung von Schädlingen und somit von Krankheiten eindämmen sollen. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Eine weitere Behelfsbrücke, die über den Fluss führt... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...wie so vieles hier eine Spende. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Es lässt sich sehr gut erkennen, wie hoch das Wasser hier stand. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Zurück in Dernau: Der Tante-Emma-Laden, an dem Bedürftige ihren Hausstand auffüllen können. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Dort, wo alles begann: Das „Basislager“ des Helfer-Shuttles im Innovationspark Rheinland in Grafschaft-Ringen... © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
...welches beträchtlich gewachsen ist. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Selbst in der Winterpause fanden sich einige helfende Hände, um hier und unten im Tal weiter anzupacken. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Spendenübergabe an eine Verantwortliche vom Helfer-Shuttle. © Simon Schmalzgruber
Jeder Zentimeter freier Platz wird ausgenutzt: Ab damit ins Ahrtal!
Der "Schatz“ des Basislagers: An diesen Säulen konnten sich Helfer aus aller Welt verewigen. © Simon Schmalzgruber

Wir passieren eine Neubausiedlung, bestehend aus Tiny Houses. Insgesamt 20 davon stehen mittlerweile im Ort. Kurz nach der Neubausiedlung finden wir uns in der Ortsmitte wieder. Die leerstehenden Häuser und Geschäfte machen einen gespenstischen Eindruck. „Hier haben wir bei jedem Weinfest gegrillt”, seufzt Jens und zeigt mir den Grillstand. Oder besser gesagt das, was von ihm übrig ist. Wir gelangen an die Ahr. In der Nähe des Ufers ist eine kleine Gedenkstätte für die Opfer der Katastrophe errichtet worden. Wir halten inne.  

Eine kleine Gedenkstätte erinnert an jene verhängnisvolle Nacht.

„Na, schöne Fotos gemacht?“

Im Anschluss daran gehen wir den Fluss aufwärts. „Schaut mal!”, ruft Corinna euphorisch. „Die sind noch nicht lange da!” und deutet auf Wasservögel, die aus der Ferne wie Haubentaucher aussehen. „Schön, dass das Leben wieder zurückkehrt.” Es sind die kleinen, für uns so trivialen Dinge, die den Leuten an der Ahr wieder Hoffnung, Freude und Optimismus einhauchen.

Ich knipse nebenbei hin und wieder Fotos. „Na, schöne Fotos gemacht?”, fragt mich eine Autofahrerin mit niedersächsischem Kennzeichen sarkastisch. „Was?”, frage ich - es hat mir wortwörtlich die Sprache verschlagen. „Ob du schöne Fotos gemacht hast?”, wiederholt sie ihre Frage. „Ja klar! Ich muss den Leuten ja zeigen, was sich mittlerweile getan hat” und gebe mich als Journalist zu erkennen.

„Na dann ist ja gut!”, sagt sie und zieht von dannen. Ich bin für den Moment perplex, erst später begreife ich, dass es viele Probleme mit Leuten gab, die die Katastrophe für ihre Zwecke ausnutzten, seien es Plünderer, Gaffer, sogenannte „Influencer“ oder Katastrophentouristen. Auch mehrere Tiny Houses sollen schon geklaut worden sein, erfahre ich später. Kein Wunder also, dass Auswärtige mit Argwohn betrachtet werden.  

Im Weinkeller der Mayschosser Winzergenossenschaft fanden einst 1.000 Menschen Platz - so viel, wie die Ortsgemeinde Einwohner hat.

„Hier standen einmal drei Häuser“

Wir gehen weiter. Wie pfeift wieder ein warmer Wind durch den Ort. Die Aggregate der Leuchtmasten springen an. Wir gelangen an eine größere planierte Fläche. „Hier standen auch einmal drei Häuser”, erklärt mir Jens. Jetzt steht hier nur noch ein Kreuz, an dem drei Menschen eine Andacht halten. Als diese fertig sind, gehen wir dorthin. „Ah, die Frau...wochenlang war sie vermisst. Bis sie sie schließlich irgendwo im Rhein gefunden haben”, erinnert sich Jens. Eine von insgesamt vier Toten aus dem 911-Seelen-Ort. Ein Mensch, der vielleicht noch leben könnte, wäre er rechtzeitig gewarnt worden. Ich versuche ruhig zu bleiben, doch immer wieder muss ich mich zusammenreißen. Zu sehr nimmt mich das Ganze mit. 

Simon Schmalzgruber