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200 Menschen in Quarantäne gewesen

Corona-Ausbruch: Einige Hochhaus-Bewohner atmen auf - aber Sorge wegen indischer Mutante bleibt

In Deutschland besteht bei mehreren Personen in zwei Hochhäusern der Verdacht einer Infektion mit der indischen Corona-Mutation B.1.617. Rund 200 Personen müssen nun in Quarantäne.

Update vom 19. Mai, 10.30 Uhr: Vergangenes Wochenende wurde in Velbert-Birth eine Person positiv auf die indische Variante des Coronavirus getestet. Nach weiteren Testungen konnten 19 positive Corona Fälle in vier Familien, die im engen Kontakt standen, festgestellt werden. Aktuell werde noch geprüft, ob es sich dabei ebenfalls um die indische Variante B.1.617 handelt. Dies kann bis zu sieben Tage dauern.

Zum Schutz potenziell Betroffener wurden zwei Wohnhäuser zeitweise unter Quarantäne gestellt - insgesamt 189 Bewohner. Am Montag führte der Kreis Mettmann daher eine Reihentestung durch. Am Dienstag lagen dann die Ergebnisse vor: Negativ. Abzuwarten sind nun noch 27 Tests, bei denen die Ergebnisse am Mittwoch vermeldet werden sollen. Für die negativ getesteten Personen hieß das die Aufhebung der Quarantäne. Den Bewohnern der zwei Wohnhäuser werden bis Sonntag zwei weitere PCR-Tests angeboten, so der Kreis Mettmann. Vor Ort kümmere sich weiterhin das Deutsche Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Velbert um die Versorgung der restlichen Bewohner. Außerdem werde das Rote Kreuz den Bürgern aus dem betroffenen Bezirk bis zum Wochenende kostenfreie PCR-Tests zu Verfügung stellen.

Erstmeldung vom 18. Mai: Velbert-Birth - Obwohl die Anzahl an Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, steigt und die Infektionszahlen zurückgehen, ist Deutschland noch nicht über den Berg. Denn nun wurde die neuartige Virus-Variante B.1.617*, die zunächst in Indien auftrat und seitdem außerdem in Großbritannien um sich greift, auch immer wieder in Deutschland festgestellt.

Die Variante aus Indien gilt Experten zufolge im Vergleich zu vorherigen Mutationen* als bis zu 50 Prozent ansteckender. Das Robert Koch-Institut* (RKI) beobachtet auch in Deutschland einen Anstieg des Anteils der indischen Variante unter den Infektionen. Bisher liegt laut RKI der Anteil der festgestellten Infektionen mit der Variante B.1.617 bei etwa zwei Prozent - „aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an“, so das Institut. Untersuchungen in Großbritannien zeigten zudem, dass sich die Zahl innerhalb einer Woche verdoppeln kann. Auch SPD-Politiker Karl Lauterbach sprach eine Warnung aus*.

Coronavirus: Nach Ausbruch der indischen Mutante - Rund 200 Bewohner in Quarantäne

Am Montag (17. Mai) wurden in Nordrhein-Westfalen in der Stadt Velbert-Birth insgesamt 19 Personen positiv auf das Coronavirus* getestet, wie unter anderem der WDR berichtet. Laut dpa ist bislang bei einer Person eine Infektion mit der indischen Mutante nachgewiesen worden. Um sicherzustellen, dass sich die Virus-Mutation möglichst nicht ausbreitet, mussten sich daraufhin auf Anordnung des Gesundheitsamtes mehrere Familien in Quarantäne begeben.

Insgesamt wurden daher zwei Hochhäuser von der Außenwelt isoliert. Das bedeutet, dass die 189 Einwohner allesamt ihre Wohnungen nicht mehr verlassen dürfen, bis Klarheit herrscht, wer sich alles infiziert hat. Die Ergebnisse der am Sonntag und Montag vorgenommenen Corona-Reihentestung werden laut dem Gesundheitsdezernent des Kreises Mettmann, Marcus Kowalczyk, noch am Dienstag erwartet. „Bis die dann positiven Corona-Befunde auf die indische Variante untersucht sind, dauert es aber ungefähr sieben Tage“, stellte er gegenüber der dpa klar. Wie lange die Bewohner in Quarantäne bleiben müssen, konnte der Gesundheitsdezernent noch nicht sagen.

Laut WDR überwachen Mitarbeiter des Ordnungsamtes, ob sich alle Personen an die Quarantäne halten. Gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kümmern sie sich demnach auch um die Versorgung der Bewohner. Die indische Corona-Variante war zuvor von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft worden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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