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Corat Therapeutics aus Braunschweig

Medikament gegen Corona: Deutsches Unternehmen steht kurz vorm Durchbruch

Corat Therapeutics in Braunschweig coronavirus medikament pille wirkstoff
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Corat Therapeutics, ein deutsches Unternehmen, soll einen Wirkstoff gegen das Coronavirus gefunden haben. (Symbolbild)

Derzeit gilt die Impfung im Kampf gegen Corona als Hoffnungsträger. Nun soll ein deutsches Pharmaunternehmen ein mögliches Medikament gegen das Virus gefunden haben.

Braunschweig – Bei der Bekämpfung des Coronavirus* stehen aktuell die Impfungen im Fokus. Sie sollen vor allem dafür sorgen, dass eine Erkrankung mit Covid-19 vergleichsweise mild abläuft. Nun besteht allerdings Hoffnung, dass es auch einen anderen Weg gibt: Nach dem neuen Medikament des Pharmaunternehmens Pfizer* soll es bald ein weiteres Mittel gegen das Coronavirus geben, das berichtet RUHR24*.

KrankheitCovid-19, Coronavirus-Erkrankung
VirusSARS-CoV-2
Verfügbare ImpfstoffeBiontech/Pfizer, Astrazeneca, Johnson & Johnson und weitere

Corona-Medikament aus Deutschland: Corat Therapeutics mit eigenem Covid-19-Wirkstoff

Das Braunschweiger Unternehmen Corat Therapeutics forscht aktuell an solch einem Medikament. Das berichtet der NDR. Vor wenigen Tagen soll das Pharmaunternehmen, das extra für den Covid-19-Wirkstoff gegründet worden ist, mit den klinischen Tests gestartet haben. In dieser Phase der Entwicklung wird untersucht, wie sicher, verträglich und wirksam der neue Wirkstoff tatsächlich ist.

Um das herauszufinden, werden insgesamt 45 Patientinnen und Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, das neue Medikament von Corat Therapeutics bekommen. Aktuell trägt es noch den Entwicklungsnamen COR-101. Wenn die klinische Studie erfolgreich ist, soll COR-101 moderat bis schwer erkrankten Corona-Patienten helfen können.

Doch bis klar ist, ob der neue Wirkstoff Potenzial hat, dauert es noch mindestens bis zum Sommer. Erst dann erwartet das Team des Pharmaunternehmens erste Ergebnisse. Daher kann es noch einige Zeit dauern, bis das Medikament dann tatsächlich auch auf dem Markt ist, wenn die Ergebnisse stimmen. André Frenzel von Corat Therapeutics ist der Meinung, dass das Unternehmen Ende 2021 eine Notfallzulassung beantragen könnte (alle aktuellen News zum Coronavirus im NRW-Ticker* auf RUHR24).

Medikament gegen Corona: Nach Pfizer – deutsches Unternehmen stellt Notfallzulassungsantrag noch 2021

COR-101 soll durch menschliche Antikörper gegen das Coronavirus wirken, da diese die Bindungsstellen des SARS-CoV-2 Spike Proteins blockieren. Dadurch kann das Virus nicht mehr an der menschlichen Zelle anknüpfen. Solche Antikörper werden mit biotechnologischen Methoden in einem Reagenzglas erzeugt. Normalerweise kann der Körper diese bei einer Infektion oder einer Impfung selber bilden.

Vereinzelt, besonders bei älteren Menschen, sei es vorgekommen, dass der Impfstoff nicht funktioniert und keine Antikörper gebildet werden. „Hier soll unser Antikörper COR-101 helfen. Da COR-101 die essenzielle Kontaktstelle zwischen Virus und unserem Körper permanent besetzt, kann das Virus seine Spike-Proteine nicht mehr nutzen, um uns zu infizieren“, erklärt Dr. Andreas Herrmann, Geschäftsführer der Corat Therapeutics (mehr News zu Corona in NRW* bei RUHR24).

Anstelle von Impfung: Coronavirus-Medikament sei vor allem für ältere Menschen wichtig

Wirkstoffe, die über dasselbe Prinzip wirken sollen, zeigten bisher starke Nebenwirkungen. Das Medikament „vermeidet diese Nebenwirkungen durch ein anderes, besonders angepasstes molekulares Design“, heißt es in einer Pressemitteilung der Technischen Universität Braunschweig.

Neben den Präparaten von Corat Therapeutics und Pfizer soll es aktuell noch etwa 400 weitere Substanzen geben, an denen geforscht wird. Alle sollen potenziell gegen einen schweren Verlauf einer Coronavirus-Infektion helfen. Dazu gehören auch der Schweizer Pharmakonzern Roche und das US-Unternehmen Atea Pharmaceuticals, die zusammen an einem Medikament gegen Corona arbeiten. Die Tablette namens AT-527 soll auch vor schweren Verläufen schützen und laut Roche im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen. Doch die meisten Studien zu den Wirkstoffen erzielten bisher meist negative Ergebnisse.

Video: Pfizer kündigt Pille gegen Corona an

Zu viel Hoffnung sollte man zunächst nicht in die möglichen Medikamente gesteckt werden. Auch das bislang viel eingesetzte Remdesivir sei keine optimale Lösung, wie hna.de* Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts zitiert. Aktuell gäbe es „nur zwei wirksame Mittel gegen die Pandemie: Abstand und Impfen“, sagt Professor Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Nur will das anscheinend niemand mehr hören.“ *RUHR24 und hna sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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