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„Konkurrenzdruck nimmt zu“

Warten wegen Corona? Junge Menschen riskieren mit fataler Entscheidung ihre Karriere

Eine junge Frau, die aufgrund der Corona-Pandemie im Homeoffice arbeitet, nimmt in ihrem Wohnzimmer an einer Telefonkonferenz teil.
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Der Berufseinstieg für junge Menschen wird durch die Coronakrise schwerer.

Viele Schulabgänger überlegen sich derzeit, wegen der Coronakrise ihren Berufs- und Studienstart nach hinten zu verlegen. Keine gute Idee, sagt ein Arbeitsexperte.

Stuttgart - Junge Menschen, die derzeit nach einem Job suchen, werden von der Corona-Pandemie mitunter stark eingeschränkt. Die gesamte Wirtschaft leidet unter den Folgen des Coronavirus*, in manchen Betrieben herrscht deshalb Aufnahmestopp für neue Azubis. Auch Studenten kämpfen mit fatalen Umständen*. Wer sich wegen der Krise überlegt, den Start in die Ausbildung oder ins Studium nach hinten zu verlegen, hat jedoch laut eines Experten nicht unbedingt bessere Karten.

„Abwarten ist keine schlaue Idee“, warnt der Südwest-Chef der Bundesagentur für Arbeit, Christian, Rauch, die Schulabgänger in einem Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten. „Denn die Konkurrenzsituation nimmt in den nächsten Jahren nur zu.“ Durch das Abwarten könnten zum Ausbildungsjahr 2022 plötzlich mehr Bewerber bereitstehen. „Aber weder die Ausbildungsbetriebe noch die Unis werden dann den Andrang schultern können“, so Rauch. Wer jetzt also abwartet, könnte sich seinen Karrierestart selbst verbauen.

Schulabgänger in Zeiten von Corona: Viele werden „von Mama und Papa finanziert“

Rauch geht davon aus, dass viele junge Menschen nach dem Schulabschluss - sowie einem Jahr geprägt von Fernunterricht und Schulschließungen* - nun nicht auch noch digital studieren wollen. Viele würden sich jetzt erstmal mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten oder „von Mama und Papa finanziert“ werden. Schon im vergangenen Jahr habe es im Südwesten ein „paar Tausend junge Leute gegeben“, die nach der Schule weder eine Berufsausbildung begonnen hätten noch an eine Uni oder an eine weiterführende schulische Einrichtung gewechselt seien. Es sei zu vermuten, dass sich in diesem Jahr noch mehr junge Menschen so entscheiden, sagte Rauch.

Während einige Schulabgänger es also langsam angehen, suchen manche Betriebe derzeit händeringend nach Auszubildenden. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, hätten nur 28 Prozent der Unternehmen in der Region rund um die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart* angegeben, dass sie bereits genügend qualifizierte Bewerbungen auf ihre freien Lehrstellen im Herbst 2021 bekommen haben. 600 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Stuttgart wurden dazu befragt. Zwölf Prozent der Befragten haben sogar überhaupt keine Bewerbungen bekommen. Ausbildungsplätze sind also durchaus vorhanden.

Jobs in Baden-Württemberg: Unternehmen verzeichnen Bewerbermangel in der Coronakrise

Offenbar ist nicht nur Stuttgart, sondern ganz Baden-Württemberg von einem akuten Bewerbermangel betroffen. So ist die Zahl der Bewerber, die bei der Bundesagentur für Arbeit im Südwesten registriert wurden, um 18 Prozent auf 38.500 gesunken - obwohl die Zahl der Schulabgänger leicht steigt. Marjoke Breuning, Präsidentin der IHK Stuttgart, appellierte im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung an Schulabgänger und junge Berufssuchende: „Viele Betriebe investieren trotz Pandemie weiter in die Ausbildung. Sie wollen jungen Menschen eine Perspektive bieten und ihren Fachkräftebedarf sichern.“ Die Wirtschaft in Stuttgart* und Baden-Württemberg bietet Schulabgängern also auch aktuell viele Chancen, sich zu bewerben - vielleicht ist ja gerade jetzt die richtige Zeit dazu. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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