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Coronavirus in Bayern: Weitere Verdachtsfälle liegen vor - zwei Patienten werden in Passau untersucht

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Nach zweiwöchiger Firmenschließung wegen der Coronavirus-Fälle öffnet der Stockdorfer Autozulieferer Webasto am Mittwoch wieder. Die meisten der rund 1000 Mitarbeiter hatten zuletzt im Home-Office gearbeitet.

  • Aus dem Landkreis Starnberg wurde die erste Infektion mit dem Coronavirus*  in Bayern gemeldet.
  • Mittlerweile bestätigte das Bayerische Gesundheitsministerium, dass es zehn infizierte Personen im Freistaat gibt.
  • Zudem gibt es viele Coronavirus-Verdachtsfälle: Rund 90 Menschen waren am Mittwoch in Quarantäne.

Update vom 11. Februar, 16.13 Uhr: Nun könnte es auch in Passau zwei weitere Fälle des Coronavirus geben. Zwei Patienten werden derzeit im Klinikum Passau untersucht. Wie das Klinikum gegenüber der Passauer Neuen Presse sagt, wurden beide Personen „vorsichtshalber isoliert“. Eine Gefahr für andere Patienten bestehe deshalb nicht. 

DieVerdachtsfälle seien aber bisher noch nicht begründet und die Ergebnisse der Untersuchungen stünden noch aus. „Nach gegenwärtiger Einschätzung entsprechend den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts handelt es sich noch nicht um begründete Coronavirus-Verdachtsfälle“, heißt es von Seiten des Klinikums Passau weiter.

Coronavirus in Bayern: Isolation teilweise aufgehoben - Webasto öffnet Zentrale in Stockdorf wieder

Update vom 11. Februar, 10.30 Uhr: Nach einer zweiwöchigen Schließzeit eröffnet der Automobilzulieferer Webasto am morgigen Mittwoch seine Zentrale in Stockdorf wieder.* Das teilte das Unternehmen am Dienstagvormittag mit. „Wir sind erleichtert, dass seit Anfang vergangener Woche kein neuer Krankheitsfall unter unseren Mitarbeitern dazu gekommen ist. Noch sind wir vorsichtig, weil immer noch recht wenig über den Virus bekannt ist. Aber es sieht so aus, als hätten wir durch unser schnelles und entschiedenes Handeln nach dem ersten positiven Test die Infektionskette im Unternehmen unterbrochen“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Holger Engelmann. Die acht infizierten Webasto-Mitarbeiter befinden sich nach wie vor in Krankenhäusern in München beziehungsweise im Landkreis Traunstein. Engelmann: „Wir sind mit allen in regem Kontakt und freuen uns, dass einige von ihnen bereits komplett beschwerdefrei sind und voraussichtlich in Kürze entlassen werden.“

Update vom 10. Februar, 18 Uhr: Knapp zwei Wochen nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls bei der Firma Webasto in Stockdorf durften die ersten Kontaktpersonen von Infizierten die häusliche Quarantäne verlassen. Allein im Landkreis Starnberg sei bis Sonntag für 16 Menschen die Isolation aufgehoben worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Alle zwölf Fälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto. Rund 190 Menschen – Kollegen und Kontaktpersonen der Infizierten – hatten sich laut LGL in häuslicher Isolierung befunden.

Update vom 3. Februar, 12.08 Uhr: Die Firmenzentrale des Autozulieferers Webasto bleibt die Firmenzentrale in Stockdorf bei München weiter geschlossen. Die zunächst bis zum Dienstag geplante Regelung werde bis zum 11. Februar verlängert. Der Großteil der Mitarbeiter sei weiter gebeten, im Homeoffice zu arbeiten. Sieben Mitarbeiter waren bisher positiv auf die Lungenkrankheit getestet worden, zudem ein Kind eines der Erkrankten.

Dass Webasto geschlossen bleibt, merken auch die lokalen Gastronomien. Ihnen fehlen dadurch die Gäste. 

„Die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen steht für uns an allererster Stelle. Wir haben daher beschlossen, dass ein Großteil der mehr als 1000 Mitarbeiter weitere neun Tage von zuhause arbeitet. Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen“, erläuterte Vorstandschef Holger Engelmann. „Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen.“

Update vom 3. Februar, 7.45 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt. Forscher haben ermittelt, wie sich die Krankheit in Bayern ausbreiten konnte. (Merkur.de*)

Coronavirus in Bayern: 33-Jähriger aus München infiziert

Update von 12.13 Uhr: Alle acht in Bayern mit dem Coronavirus infizierten Menschen befinden sich nach Auskunft des bayerischen Gesundheitsministeriums in guter Verfassung.

Das gelte auch für den achten Fall, der erst am Samstag bekannt geworden ist. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) handelt es sich um einen 33-Jährigen aus München. Er ist ebenfalls Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg. 

Die Angst vor dem Coronavirus ist weltweit zu spüren: Die „Aida Perla“ durfte nun in der Karibik nicht anlegen, da etliche Passagiere über Grippe-Symptome geklagt hatten.

Flugzeug in Frankfurt gelandet: Zwei Personen mit Coronavirus infiziert

Update von 11.59 Uhr: Am Samstag landete ein Flugzeug am Frankfurter Flughafen mit über 100 deutschen Passagieren an Bord. Nun haben sich laut einer Pressemitteilung der Luftwaffe, des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Landkreises und der Stadt Germersheim zwei Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Ob es sich wirklich um deutsche Staatsbürger handelt, ist allerdings noch unklar. 

Update von 9.46 Uhr: Der Mann aus Siegsdorf, der genau wie eines seiner Kinder mit dem Coronavirus infiziert ist, befindet sich zusammen mit seiner Familie auf der Isolierstation des Trostberger Klinikums. Zur Unterbringung äußerte sich Prof. Dr. Thomas Glück, Leiter der Inneren Medizin. (Merkur.de*)

Coronavirus: Zahl der bestätigten Erkrankungen steigt

Update vom 2. Februar 2020, 7.16 Uhr: Die chinesische Gesundheitskommission teilte am Sonntag in Peking mit, dass die Lungenkrankheit mit den neuen Todesfällen in Hubei nun insgesamt 304 Menschen in China das Leben gekostet habe. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages - um 2580 auf 14 380 Fälle.

Etwa 150 Infektionen sind bislang außerhalb Chinas bekannt, davon acht in Deutschland. Am Sonntag meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den ersten bestätigten Todesfall außerhalb der Volksrepublik: Ein am 21. Januar auf die Philippinen gereister Chinese aus Wuhan sei am Samstag gestorben, seine Begleiterin erkrankt. Bei ihnen handelt es sich laut WHO um die einzigen nachgewiesenen Infektionsfälle auf den Philippinen. Mögliche Kontaktpersonen würden untersucht.

Und während weltweit Panik vor dem Coronavirus herrscht, haben Forscher in Brasilien einen bislang völlig unbekannten Virus entdeckt.

Update 19.55 Uhr: In Bayern ist bei einer achten Person das Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Betroffen ist ein 33-jähriger Mitarbeiter der Firma Webasto in Stockdorf im Landkreis Starnberg. Der Mann sei wohnhaft in München. Über weitere Einzelheiten will das Ministerium am Sonntag informieren.

Coronavirus in Bayern: Gesundheitsministerium spricht über Zustand der Infizierten

Update vom 1. Februar 2020, 10.50 Uhr: Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Die bisher sieben infizierten Patienten in Bayern befinden sich in einem stabilen gesundheitlichen Zustand, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in München mitteilte.

Am Freitagabend war der insgesamt siebte Fall bekanntgeworden. Dabei handelt es sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt. Er befindet sich gegenwärtig wie vier weitere Fälle in der München Klinik Schwabing. Alle sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch der zuerst bekannt gewordene Coronavirus-Fall beschäftigt ist.

Der neue Fall mit dem Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) zeige aktuell nur leichte Symptome, sagte Chefarzt Prof. Clemens Wendtner. „Auch die bereits bekannten vier Patienten mit positivem Testergebnis sind aktuell weitestgehend symptomfrei.“ Alle Patienten bleiben allerdings weiterhin zur klinischen Beobachtung in der Klinik.

Der sechste bestätigte Corona-Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Dabei handelt es sich um das Kind eines Mannes aus dem Landkreis Traunstein, der am Vortag positiv getestet worden war. Auch diese Patienten, die in einer Klinik in Trostberg untergebracht sind, befänden in gesundheitlich stabilem Zustand, teilte das Ministerium in München mit.

Bei der Firma Webasto hatte es in den vergangenen Tagen umfangreiche Tests gegeben. Von 128 jetzt derzeit vorliegenden Ergebnissen waren 127 negativ. Der positive Befund stammt von dem 52-Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

Coronavirus in Bayern: Zahl der Infizierten steigt weiter - jetzt insgesamt sieben Fälle

Update 20.45 Uhr: In Bayern gibt es jetzt den siebten Fall eines Coronavirus-Infizierten. Damit stieg die Zahl der Betroffenen im Freistaat auf sieben. Bei dem neuen Infizierten handele es sich um einen Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend in München mit. Auch er arbeite beim Autozulieferer Webasto aus dem oberbayerischen Gauting-Stockdorf - wie die fünf ersten bekanntgewordenen Fälle.

Update 19.27 Uhr: Nach den bisher sechs Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus haben weitere Tests bei der betroffenen Firma Webasto im Landkreis Starnberg vorerst keine weiteren Erkrankungen ergeben. Dies teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitagabend unter Verweis auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Danach seien insgesamt 122 Tests von Mitarbeitern der Firma Webasto negativ ausgefallen. Testergebnisse von weiteren untersuchten Menschen sollten demnächst folgen.

Somit bleibt es derzeit (Stand Freitagabend 18.00 Uhr) bei insgesamt sechs bekannten Coronavirus-Fällen in Bayern. Alle Betroffenen befanden sich nach Ärzte-Angaben in einem stabilen Zustand.

Update, 15.12 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus führt offenbar zur Ausgrenzung von Webasto-Mitarbeitern und deren Angehörigen. „Uns erreichen vermehrt Meldungen von Mitarbeitern, die nicht zur Risikogruppe gehören, dass sie und ihre Familien von Institutionen, Firmen oder Geschäften abgewiesen werden, wenn bekannt wird, dass sie bei Webasto arbeiten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Engelmann am Freitag. „Wir verstehen, dass die aktuelle Situation Menschen verunsichert und auch ängstigt, aber das ist eine enorme Belastung für die Familien unserer Mitarbeiter.“

Einer Sprecherin zufolge haben Mitarbeiter unter anderem davon berichtet, dass ihre Eltern oder Ehepartner von deren Arbeitgebern nach Hause geschickt worden seien. Kinder seien von Kindergärten nicht mehr angenommen worden. In einem Fall habe es zudem eine Autowerkstatt mit Verweis auf das Virus abgelehnt, das Auto eines Mitarbeiters zu reparieren.

Update, 14.23 Uhr: Die Anzahl der in Deutschland Infizierten steigt weiter an. Nun wurde das erste infizierte Kind bestätigt*. 

Update, 13.03 Uhr: Aus dem Landkreis Starnberg wurde die erste Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland gemeldet, mittlerweile gibt es fünf erkrankte Personen in Bayern. Etwa 90 Kontaktpersonen stehen unter häuslicher Quarantäne. Die RTL-Reporterin Miriam Werning lebt in Starnberg und beschreibt in einem selbst gedrehten Video, wie sehr das Virus auch ihre Familie beeinflusse. 

„Als ich gestern erfahren habe, dass wir den Coronavirus quasi vor der Haustür haben, bin ich mit meinem Sohn zur Kinderärztin“, erklärt Werning. Wie die RTL-Reporterin weiter erklärt, habe ihr Sohn eine Bronchitis gehabt, die wieder schlimmer geworden war. „Da wollte ich einfach auf Nummer sicher gehen und habe ihn von der Ärztin einmal kurz abhören lassen“, erklärt Miriam Werning in dem Video. 

RTL-Reporterin Miriam Werning erzählte ihre Coronavirus-Geschichte. 

Die Diagnose der Ärztin sorgte dann für Erleichterung bei der RTL-Reporterin. „Sie meinte, es ist aber alles gut und es ist nicht der Coronavirus. Aber ich war echt verunsichert“, so die Redakteurin. 

Update 31. Januar 2020, 6.40 Uhr: Möglicherweise gibt es weitere Coronavirus-Fälle in Siegsdorf, im Landkreis Traunstein. Am Abend wurden dort vier Personen, zwei Erwachsene und zwei Kinder, vom BRK abgeholt. Die Einsatzkräfte trugen Schutzanzüge. Die Bayerische Rundfunk sowie chiemgau24.de berichten, dass ein Zusammenhang zum Coronavirus bestehen könnte.

Jens Spahn und der Arzt Johannes Wimmer diskutierten bei Maybrit Illner über das Coronavirus. Besorgniserregende Aussagen des Arztes trafen bei Spahn einen Nerv.

Coronavirus in Bayern: Weiterer Infizierter bestätigt - Zahl steigt auf fünf

Update 22.25 Uhr: Wie das Bayerische Gesundheitsministerium mitteilt, ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Bayern nun auf fünf gestiegen. Es handelt sich dabei ebenfalls um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem

Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Der fünfte nun bestätigte Patient wohnt den Angaben zufolge im Landkreis Traunstein. Weitere Informationen wollte das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilen.

Wegen des Coronavirus' rief das bayerische Gesundheitsministerium alle Krankenhäuser im Freistaat auf, sich auf die Aufnahme von begründeten Verdachtsfällen und Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten.

Update 18.22 Uhr: Wie der Chefarzt des Klinikum Schwabing Clemens Wendter mitteilt, könnte man die Kapazitäten der Klinik aufstocken: „Dann hätten wir bis zu 30 Betten in Schwabing für die Versorgung von Coronavirus -Patienten zur Verfügung.“

Diese Betten sollten aber ausschließlich für bestätigte Coronavirus-Patienten vorgehalten werden, betonte er. „Deshalb gilt: Wer hohes Fieber hat, hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine normale Erkältung oder Grippe“, sagte Wendtner. „Bevor diese Patienten in Schwabing in unserer Infektiologie aufgenommen werden, sollte der Coronavirus-Test erfolgt sein.“ Verdachtsfälle sollten nicht automatisch nach Schwabing geschickt werden.

Der Vorsitzende der Klinik-Geschäftsführung, Axel Fischer, sagte: „Klar ist: Die München Klinik wird ihrem Versorgungsauftrag jederzeit gerecht. Klar ist aber auch: Wir brauchen die Unterstützung der anderen Krankenhäuser in der Region und der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.“ Dazu sei das Haus in enger Abstimmung mit dem bayerischen Gesundheitsministerium.

Coronavirus in Bayern: Keine weiteren Fälle zu verzeichnen

Update vom 30. Januar 2020, 17.22 Uhr: Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Grundlage von Angaben des Landratsamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilt, gibt es in Bayern keine weiteren Coronavirus-Fälle. Bis zum Nachmittag (16.00 Uhr) seien alle Befunde aus den laufenden Tests negativ gewesen.  

Update vom 30. Januar 2020, 14.05 Uhr: Für rund 90 Menschen in Bayern hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) besondere Sicherheitsmaßnahmen ausgerufen. Sie hatten Kontakt mit den mit dem Coronavirus* Infizierten, die im Webasto-Werk in Stockdorf arbeiten, berichtet Bild. Bei 40 von ihnen soll es sich um Angestellte der Firma handeln. Die anderen 50 Personen kommen aus dem näheren Umfeld der Infizierten

Mit Hilfe von Rachenabstrichen soll überprüft werden, ob weitere Infektionen vorliegen. Die 90 Personen müssen sich laut Bild in häuslicher Quarantäne befinden und dürfen ihr Haus oder ihre Wohnung nicht verlassen. Zudem wurden sie aufgefordert, regelmäßig Fieber zu messen und darüber Tagebuch zu führen. Mittels Anruf soll dies kontrolliert werden. Am Donnerstagabend diskutiert Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Experten-Runde zum Thema Coronavirus bei Maybrit Illner im ZDF. 

Coronavirus: Webasto-Werk geschlossen - Angst in 4000 Einwohner-Ort

Update vom 30. Januar 2020, 9.55 Uhr: Nach dem Ausbruch des Coronavirus im oberbayerischen Stockdorf, wurde das Webasto-Werk vor Ort geschlossen. Alle Infizierten sind Mitarbeiter des Autozulieferers. In dem 4000-Einwohner-Ort herrscht Angst. Zum einen Vor dem Virus - zum anderen aber auch vor einer längeren Schließung des Webasto_Werks.

Coronavirus: Tests in Bayern ausgeweitet - Auswirkungen für Schloss Neuschwanstein

21.22 Uhr: Der Ausbruch des Coronavirus hat Auswirkungen auf die Tourismusregion Schloss Neuschwanstein. „Viele Hotels klagen über Stornierungen und werden massive wirtschaftliche Auswirkungen spüren - vor allem die Häuser, die sich auf Gruppenreisen aus dem asiatischen Raum spezialisiert haben", sagte der Füssener Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier der Augsburger Allgemeinen. Die Anzahl der Stornierungen ändere sich täglich. Der Rückgang der Touristen- und Tagesbesucherzahlen wird sich laut Fredlmeier auf Füssen und die umliegenden Gemeinden wirtschaftlich auswirken. Für mögliche Ansteckungen seien das örtliche Krankenhaus und die Behörden bereits gewappnet, sagte er der Zeitung.

20.22 Uhr: Wie der Pressesprecher des Landratsamts Landsberg am Lech, Wolfgang Müller, berichtet, gehe es den Familienangehörigen des 33-Jährigen, der am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war, gut. „Mutter und Kind haben nach wie vor keine Symptome“. Die Kinderkrippe, in der das Kind ist, bleibe weiterhin offen. 

18.10 Uhr: Nach der Erkrankung von vier Mitarbeitern lässt der Autozulieferer Webasto rund 80 Kollegen auf das Coronavirus testen. Etwa 40 Kontaktpersonen des ersten Erkrankten seien am Mittwoch am Standort in Gauting Stockdorf untersucht worden, etwa ebensoviele Kontaktpersonen der anderen Erkrankten sollten am Donnerstag den Virentest absolvieren, sagte Vorstandschef Holger Engelmann am Mittwoch.

Die Konzernzentrale in Gauting-Stockdorf samt Entwicklungs- und Testzentrum für Dächer in Stockdorf bei München bleibt wegen der Fälle bis Sonntag geschlossen. Das sei eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Engelmann. Man wolle eine Struktur schaffen, um mit der Lage professionell umzugehen.

Coronavirus: Infizierte Personen in klinisch gutem Zustand

15.17 Uhr: Die vier Coronavirus-Patienten in Deutschland befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums in klinisch gutem Zustand. „Alle sind nach Angaben von Chefarzt Prof. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing symptomfrei“, teilte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Es handele sich um drei Männer und eine Frau. Alle sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting in Oberbayern. Ein 33-Jähriger hatte sich den Erkenntnissen zufolge vergangene Woche bei einer aus China eingereisten Kollegin angesteckt. Die Infektion der drei weiteren Menschen hatte das Ministerium am Dienstagabend bestätigt.

Am späten Mittwochnachmittag will das Haus über den aktuellen Stand informieren. Testergebnisse zweier weiterer Personen waren am Mittwoch negativ. Weitere Untersuchungen liefen noch.

Update 12.35 Uhr: Nach dem bekannt wurde, dass insgesamt fünf Mitarbeiter von Webasto sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wurden auch deren Kontaktpersonen auf eine Infektion untersucht. Bei der Familie des 33-Jährigen aus dem Landkreis Landsberg am Lech, bei dem sich die Symptome zuerst gezeigt hatten, konnte der Virus bislang aber nicht nachgewiesen werden. Mutter und Kind seien wohlauf, so ein Sprecher.

Update 10.44 Uhr: Neben den vier bekannten Fällen in Bayern, bei denen sich Personen mit dem Coronavirus infiziert haben, gibt es nun auch erste Verdachtsfälle in anderen Teilen Deutschlands. So werden aktuell einige Vorkommnisse in Stuttgart (zwei Frauen) und Siegen (eine Person) untersucht. 

Gleich zehn Verdachtsfälle für das Coronavirus werden derzeit in Niedersachsen untersucht. Bei einigen Patienten konnte bereits Entwarnung gegeben werden, etwa in Göttingen.

Weitere Coronavirus-Infizierungen im Landkreis Starnberg - Unternehmen geschlossen

10.13 Uhr: Alles still am Mittwochmorgen bei Webasto nach Bekanntwerden mehrerer Coronavirus-Fälle im Unternehmen.

Nach der Schließung des Stammsitzes des Automobilzulieferers Webasto haben am Morgen im oberbayerischen Stockdorf (Landkreis Starnberg) Dutzende Mitarbeiter ihre Laptops abgeholt.

Die Kollegen seien gebeten, im Homeoffice zu arbeiten, sagte Sprecherin Nadine Schian. „Die Mitarbeiter sind sehr loyal.“ Die meisten blieben gelassen. Er mache sich keine Sorgen, sagte ein Mitarbeiter, der am Morgen mit Laptoptasche das Unternehmen verließ.

Update vom 29. Januar, 06.37 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat sich nach den Infizierungen im Landkreis Starnberg schnell in ganz Oberbayern verbreitet. In vielen Landkreisen, wie zum Beispiel Erding, sind die schützenden Atemmasken mittlerweile nahezu ausverkauft. Auch in Ebersberg werden sie langsam knapp.

Krankenhäuser und Kliniken im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen versuchen derweil sich auf alle nötigen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Virus vorzubereiten. Eine Schule in Bad Tölz reagierte zudem noch mit einer weiteren Sofortmaßnahme - und sagte eine geplante China-Reise ab.

Forschern in Australien gelang es mittlerweile, das Coronavirus erfolgreich nachzuzüchten. Ein „bedeutender Durchbruch“ auf der Suche nach einem Gegenmittel, wie die Experten wissen ließen.

Derweil steigt die Zahl der Toten in China dramatisch - auf mittlerweile 132.

Coronavirus: Drei weitere Infizierte in Bayern bestätigt - Gesundheitsministerium informiert

21.17 Uhr: Drei weitere Menschen in Bayern sind mit dem Coronavirus infiziert. Die neuen Erkrankungen stehen demnach im Zusammenhang mit dem ersten Fall. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstagabend mit. Die Firma Webasto, bei der auch der erste Infizierte arbeitete, informierte zudem, dass alle drei Neu-Erkrankten ebenfalls in der Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg tätig seien.

Auch die drei neu angesteckten Patienten seien Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der der erste Betroffene beschäftigt ist. „Es wurde entschieden, dass auch die drei neuen Patienten in der München Klinik Schwabing stationär aufgenommen und dort medizinisch überwacht und isoliert werden“, teilte das Ministerium weiter mit. „Bei einigen weiteren Kontaktpersonen läuft derzeit ein Test, ob auch hier eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt.“ Weitere Angaben machte ein Sprecher am Abend zunächst nicht.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte der Mitteilung zufolge: „Es wurden insgesamt rund 40 Mitarbeiter der Firma ermittelt, die als enge Kontaktpersonen in Frage kommen. Die Betroffenen sollen am Mittwoch vorsichtshalber getestet werden.“

Die Firma Webasto reagiert zudem in mehrfacher Hinsicht auf die Erkrankungen: Schon gestern wurden alle Dienstreisen nach und von China für mindestens zwei Wochen abgesagt und den Mitarbeitern am Standort Stockdorf wurde es freigestellt, ob sie diese Woche im Homeoffice arbeiten. Nun teilte das Unternehmen mit, dass der Standort Stockdorf bis Sonntag vorübergehend geschlossen werde.

Auch wegen der vielen Unbekannten verbreiten sich primär im Internet mittlerweile etliche Verschwörungstheorien über den Coronavirus. Einen Überblick finden Sie hier.

Coronavirus: Mann (33) im Landkreis Starnberg infiziert - Flughafen München warnt Passagiere

20.44 Uhr: Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger hat sich gestern Nachmittag zu dem aktuellen Coronavirus-Fall in ihrer Gemeinde mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. „Wir stehen mit allen beteiligten Behörden und dem betroffenen Unternehmen in engem Kontakt“, sagte sie. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind von Seiten der Gemeinde Gauting keine weiteren Schritte zu veranlassen. Bürgerinnen und Bürger können sich jederzeit an das Gesundheitsamt des Landratsamtes Starnberg wenden.“ Zudem verwies Kössinger an das Bürgertelefon des Bayerischen Gesundheitsministeriums, das unter z (0 91 31) 68 08 51 01 erreichbar ist. „Sofern sich neue Erkenntnisse ergeben, werden wir die Bevölkerung umgehend informieren“, erklärte die Bürgermeisterin.

17.50 Uhr: Nach der Coronavirus-Ansteckung im Landkreis Starnberg (Bayern) bereiten sich auch sämtliche Nachbarlandkreise vor. Im Landkreis München haben mehrere Unternehmen, wie BMW und Mars Deutschland Beziehungen nach China. Sie treffen Maßnahmen. Genauso die TU Garching, wo eine Vielzahl an Chinesen studiert. Ferner berichtet eine Kirchheimerin, die gerade in Hongkong arbeitet, von den gespenstisch leeren Straßen.*

16.40 Uhr: Das Coronavirus hat Bayern erreicht. Das Klinikum Freising ist vorbereitet. Jedoch warnt der Hygienebeauftragte vor Panikmache – und vor der Grippewelle, die jetzt oft verharmlost werde.

15.40 Uhr: Am Münchner Flughafen werden die Passagiere mit Plakaten in drei Sprachen aufgefordert, bei Verdacht einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus einen Arzt aufzusuchen. Das hat das Landesamt für Gesundheit veranlasst, wie ein Sprecher des Flughafens am Dienstag sagte. Auf Deutsch, Englisch und Chinesisch werden die Symptome und Vorbeugungsmaßnahmen bei Reisen in die Risikogebiete kurz beschrieben und Ansprechpartner genannt.

Spahn zu Coronavirus in Deutschland/Bayern: „Zahl von Verdachtsfällen wird täglich steigen“

14.47 Uhr: Spahn weiter: „Die Zahl der Verdachtsfälle wird täglich steigen.“ Schon allein wegen der hohen öffentlichen Wahrnehmung. Wichtig sei es hier, die begründeten Verdachtsfälle herauszufiltern. Wie zum Beispiel zügig in Starnberg geschehen.

14.38 Uhr: Aktuell spricht Geshundheitsminister Jens Spahn in einer PK. „Der Fall in Bayern wäre durch eine Fiebermessung am Flughafen nicht früher erkannt worden“, sagt er darin. Fiebermessungen, etwa am Flughafen München, erteilt er eine Absage. Stattdessen werden Kliniken verpflichtet, begründete Verdachtsfälle zentral zu melden. Verschwörungstheorien jeglicher Art, wie etwa in Passau* geschehen, verurteilt Spahn scharf.

13.52 Uhr: Währenddessen leistete sich ein User der Jodel-App einen schlechten Scherz. Er postete einen gefälschten SZ-Artikel bei Jodel über einen Coronavirus-Fall in Passau.*

Apothekerin Edeltraud Priller warnt vor Hysterie.

13.05 Uhr: Edeltraud Priller, Inhaberin der Olympia Apotheke in Starnberg, sagt: „Wir hätten heute Vormittag 30 Mundschutz-Packungen verkaufen können.“ Das Problem war nur: Bei sämtlichen Großhändlern waren die Masken ausverkauft. Mit etwas Glück bekam die Starnberger Apothekerin dann doch noch ein paar Stück mit der Mittagslieferung. 

Für ein kurzes Zeitfenster seien Masken bei einem Online-Versand verfügbar gewesen, berichtet Priller. „Zwei Minuten später konnte man sie schon wieder nicht mehr bestellen.“ Die Apothekerin erzählt außerdem, dass fast jeder zweite Besucher wegen des Coronafalls aus Stockdorf nach Mundschutzmasken fragt. „Aber man muss nicht hysterisch werden.“ Es gelte, sich wie in Grippezeiten üblich zu verhalten: Hände schütteln nur wenn unbedingt nötig, oft Hände waschen und eine gewisse Distanz zum Gegenüber wahren.

12.55 Uhr: Das Starnberger Gesundheitsamt ist derzeit damit beschäftigt, die Kontaktpersonen ausfindig zu machen, die mit der in China erkrankten Frau und dem erkrankten Mann aus dem Landkreis Landsberg Kontakt hatten. Im Landratsamt gehen laufend Anfragen von besorgten Bürgern ein, wie der Starnberger Merkur berichtet.

Einrichtung von Coronavirus betroffen? Kindergarten bleibt trotz infiziertem Vater geöffnet

12.30 Uhr: Die Kinderkrippe in Landsberg am Lech, in der das Kind des an dem Coronavirus erkrankten Mannes betreut wird, bleibt vorerst geöffnet. „Wir sehen derzeit keine Veranlassung dazu, die Krippe zu schließen“, sagte ein Sprecher des dortigen Landratsamts am Dienstag. „Weder die Frau noch das Kind des Patienten sind bisher erkrankt“.

Die Eltern der betroffenen Einrichtung seien nicht eigens informiert worden, sagte der Sprecher. „Das ändert sich natürlich, wenn das Kind doch noch krank wird.“

12 Uhr: Auch nach dem ersten bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus in Deutschland hält ein Infektionsexperte Schutzmaßnahmen von Bürgern wie das Tragen von Mundschutz derzeit für unnötig. „Persönlicher Schutz ist im Augenblick vollkommen unsinnig“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger (Universitätsklinikum Regensburg), am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheitsbehörden kümmerten sich „hervorragend“, darauf könnten sich Bürger verlassen.

Ob Grippe, Coronavirus oder andere Erkältungskrankheiten - der beste Schutz vor einer Infektion ist Hygiene. Also: Händewaschen und wenig Händeschütteln.

Welche Symptome spüre ich bei einer Infektion mit dem Coronavirus? Auf Merkur.de* finden Sie sämtliche Informationen zur gefährlichen Lungenkrankheit.

Coronavirus: 33-Jähriger aus Landkreis Landsberg infiziert - Arzt nennt Details zum Gesundheitszustand

11.22 Uhr: Dem mit dem Coronavirus infizierte Mann, der aktuell im Schwabinger Klinikum liegt, geht es nach Angaben seines behandelnden Arztes „sehr gut“. „Er ist fieberfrei, hat auch derzeit keine Atemwegssymptomatik mehr“, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt im Klinikum Schwabing in München, am Dienstag. 

Der Mann werde nicht auf der Sonderisolierstation des Krankenhauses behandelt, sondern auf der normalen Isolierstation in einem Zimmer mit Schleuse. „Die Sonderisolierstation ist nicht aktiviert und wird für diesen Patienten auch nicht aktiviert“, sagte Wendtner. Er betonte: „Es besteht keinerlei Gefahr für Mitpatienten.“ Enge Kontaktpersonen wie Familienmitglieder und Kollegen des 33-Jährigen sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

11.15 Uhr: Den Mitarbeitern in der Stockdorfer Zentrale hat das Management von Webasto für diese Woche freigestellt, ob sie ins Büro kommen wollen, oder lieber zuhause arbeiten. Schon zuvor hatte das Unternehmen sämtliche Dienstreisen nach China für die nächsten zwei Wochen abgesagt.

Mann mit Coronavirus infiziert - Behörde überprüft Kindergarten

10.48 Uhr: Innerhalb von nur vier Stunden sei das Testergebnis im Fall des 33-jährigen Mannes vorgelegen, berichtet Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Zugute sei den Behörden in diesem Zusammenhang die Lage des Bundeswehrinstituts in München gekommen.

Die bayerischen Behörden überprüfen unterdessen auch einen Kindergarten. Der 33 Jahre alte Patient aus dem Landkreis Landsberg am Lech habe Kinder in der Einrichtung. „Natürlich denken wir an die Kinder und auch an die Kindergärten“, bestätigte Zapf.

Insgesamt seien etwa 40 Kontaktpersonen bekannt, die vom Gesundheitsamt überprüft werden. Ihnen werde empfohlen, vorübergehend zuhause zu bleiben.

10.37 Uhr: Wie eng der Kontakt der Schulungsteilnehmer bei der fraglichen Veranstaltung gewesen sei, ist bislang offen. Seit dem 19. Januar habe sich die Frau aus Shanghai in Deutschland aufgehalten. Der betroffene 33-jährige Webasto-Mitarbeiter wohnt laut Auskunft des Gesundheitsministeriums im Landkreis Landsberg am Lech. Von Besuchen der betroffene Region Wuhan raten die Behörden weiterhin ab - gemäß des vorliegenden Reisehinweises des Auswärtigen Amts.

Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert: Normalbetrieb bei Webasto im Landkreis Starnberg

10.30 Uhr: Jetzt spricht Dr. Martin Hoch, Leiter der Taskforce, die im Jahr 2014 aufgebaut worden war. Man sei im engen Austausch mit den Bundesbehörden; an den Flughäfen seien die entsprechenden Alarmpläne bereits in Kraft getreten. Verdachtsfälle würden sofort überprüft, erklärt Dr. Hoch. Am Flughafen München habe sich demnach bislang kein Verdachtsfall bestätigt. Beim Verlassen des Flugzeuges werden chinesische Reisende derzeit durch Plakate in ihrer Landessprache sensibilisiert.

Nach der Coronavirus-Erkrankung des Mitarbeiters beim Autozulieferer Webasto herrscht am Standort in Gauting-Stockdorf am Dienstag normaler Betrieb, wie die dpa soeben vermeldete.

Am Dienstagvormittag äußerte sich das bayerische Gesundheitsministerium auf einer Pressekonferenz zur bundesweit ersten Infektion mit dem Coronavirus.

10.26 Uhr: Von zentraler Bedeutung sei es nun, Kontaktpersonen des betroffenen 33-Jährigen zu ermitteln, stellt Zapf klar. Dies seien Mitarbeiter der Firma, aber auch Familienangehörige. Auch die Kontaktpersonen der chinesischen Schulungsleiterin werden überprüft; die Firma Webasto habe sich in diesem Zusammenhang sehr kooperativ gezeigt. 

Bislang habe man keine Person ermitteln können, die Symptome zeigen. Der zentrale Punkt bezüglich der Infektion sei, dass man mögliche Fälle „ganz rasch“ erkenne. Dies sei in vorliegendem Fall sehr gut gelungen. Das Risiko für die Bevölkerung wird insgesamt als „moderat“ bezichnet. (Auch die Kollegen von Heidelberg24* berichten darüber.)

Coronavirus: Mann aus dem Landkreis Starnberg infiziert - zu wem hatte er zuletzt Kontakt?

10.20 Uhr: Seit gestern Abend um 20.30 Uhr ist das Testergebnis bekannt, bestätigt der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

Der Betroffene ist laut Auskunft des Gesundheitsministeriums 33 Jahre alt und hatte am 21. Januar an einem Meeting teilgenommen, Schulungsleiterin war demnach eine Chinesin. 

Jene Mitarbeiterin soll in einem chinesischen Werk tätig sein, sie kommt aus Shanghai. Ihre Eltern sollen jedoch aus der Provinz Wuhan stammen. Am 23. Januar flog die chinesische Schulungsleiterin zurück in die Heimat. Dort habe sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben. Mediziner hätten daraufhin eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. 

Die Firma habe in der Folge das Gesundheitsamt informiert, ein Webasto-Mitarbeiter hätte wenig später über Grippe-Symptome geklagt. Gestern Abend lag auch für ihn ein positives Testergebnis vor; deswegen wurde beschlossen, ihn in der Schwabinger Spezialklinik zu behandeln. Dem Patienten soll es „recht gut“ gehen. Sein Zustand habe sich bislang nicht verschlechtert. Am Montag habe er noch gearbeitet.

10.18 Uhr: Melanie Huml hat soeben das Wort ergriffen: „Wir nehmen die Lage sehr ernst, aber wir sind sehr gut vorbereitet. Die entsprechende Taskforce arbeitet unter Hochdruck.“ Dem Patienten gehe es gut; er sei jedoch weiterhin isoliert und werde medizinisch überwacht.

Nun soll ermittelt werden, zu welchen Personen der Infizierte zuletzt Kontakt hatte. Gemeinsam mit dem Bund soll über weitere Schritte beraten werden. Auch eine Hotline für Bürger soll eingerichtet werden. Schließungen von bayerischen Einrichtungen stehen derzeit nicht zur Debatte.

10.13 Uhr: „Die Gesundheit und der Schutz der Mitarbeiter stehen für uns an erster Stelle. Den beiden Kollegen geht es den Umständen entsprechend gut. Wir sind mit ihnen in Kontakt“, erklärt Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto-Gruppe. „Wir sind in engem Austausch mit den relevanten Behörden und informieren unsere Mitarbeiter regelmäßig über die nächsten Schritte. Uns ist es wichtig, alle Mitarbeiter transparent und umfassend zu informieren“, teilte Engelmann in einer Pressemitteilung mit.

Webasto-Mitarbeiterin steckt Mann mit Coronavirus an - weitere Kollegen infiziert?

10 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt in wenigen Augenblicken. „Die Fäden laufen ganz offensichtlich bei Webasto zusammen“, erklärt ein ntv-Reporter soeben. Für drei Tage soll eine chinesische Mitarbeiterin zu Besuch in der Firmenzentrale in Stockdorf (Landkreis Starnberg) gewesen sein; sie soll bereits kurz nach ihrer Abreise erste Krankheitssymptome gezeigt haben. Ob sie womöglich weitere Kollegen angesteckt hat, ist bislang noch offen. Am Flughafen München wurde bereits eine Coronavirus-Taskforce eingerichtet, wie Merkur.de* berichtet. Webasto hat unterdessen eine baldige Stellungnahme angekündigt.

9.45 Uhr: In 15 Minuten informiert das bayerische Gesundheitsministerium über den bundesweit ersten Infektionsfall. Wir begleiten die Pressekonferenz vom Haidenauplatz im Live-Ticker. 

Der Patient habe sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt, berichtet die dpa soeben. Die Frau aus China sei zu einer Fortbildung bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen (siehe Update von 8.28 Uhr). Zuvor hatten wir von einem männlichen Mitarbeiter des Automobilzulieferers berichtet.

Auch, dass der betroffene Mann aus dem Landkreis Starnberg im Schwabinger Klinikum behandelt wird, wurde inzwischen bestätigt. Der Infizierte sei zwar „isoliert, aber nicht schwer krank“, hieß es. Lebensgefahr besteht offenkundig nicht. Wie viele Patienten in Schwabing im Extremfall untergebracht werden könnten, ist nicht bekannt. Es ist eines von sieben nationalen Behandlungszentren für Betroffene mit hochansteckenden Krankheiten.

Mann aus Landkreis Starnberg mit Coronavirus infiziert - er soll sich bei Kollegin angesteckt haben

9.32 Uhr: Weiterhin ist nicht offiziell bestätigt, dass der mit dem Coronavirus infizierte Mann in der Schwabinger Klinik untergebracht ist. Der Betroffene soll sich bei einer Kollegin angesteckt haben, berichtet ntv nun. Details dürfte Gesundheitsministerin Melanie Huml bei der in einer halben Stunden beginnenden Pressekonferenz nennen.

9.12 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht auch nach dem Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls Deutschland gut gerüstet. Der Fall in Bayern zeige, dass man gut vorbereitet sei, erklärte der CDU-Politiker am Dienstag. „Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China bleibt nach Einschätzung des RKI (Robert Koch-Instituts) weiterhin gering.“ Es sei zu erwarten gewesen, dass das Virus auch Deutschland erreiche.

Der infizierte Mann wird offenbar in der Klinik in München-Schwabing behandelt. Dort steht ein Spezialbereich für die Behandlung hochansteckender Krankheiten zur Verfügung.

Coronavirus in Deutschland: Gesundheitsministerium informiert in Pressekonferenz

8.28 Uhr: Einem Tweet des ZDF-Journalisten Alexander Poel zufolge soll bei einem chinesischen Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto das Coronavirus festgestellt worden sein. Der habe sich zuvor in der Zentrale im Landkreis Starnberg aufgehalten. Ein Zusammenhang mit dem gestern Abend bekannt gewordenen Infektionsfall solle nun geprüft werden.

7.55 Uhr: Zur ersten bestätigten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland hat das bayerische Gesundheitsministerium für Dienstagvormittag zu einer Pressekonferenz eingeladen. Um 10 Uhr will Landesgesundheitsministerium Melanie Huml (CSU) in München über den Fall informieren. 

An der Pressekonferenz nehmen einer Mitteilung zufolge auch der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, sowie der Leiter „Task Force Infektiologie“ des Landesamtes, Martin Hoch, teil.

Erster Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt: Infektion in bayerischem Landkreis bestätigt

Update 28. Januar, 6.10 Uhr: In Deutschland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg habe sich infiziert, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am späten Montagabend mit.

Der Patient befindet sich nach Angaben der „Task Force Infektiologie“ des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand, wie es in der Mitteilung hieß. „Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert.“ Menschen, die engen Kontakt mit dem Patienten hatten, würden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.

Das bayerische Gesundheitsministerium und das LGL wollen die Öffentlichkeit am Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz informieren. Der Ministeriumssprecher betonte: „Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der „Task Force Infektiologie“ des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet.“

Die Meldung aus dem Landkreis Starnberg treibt auch die Menschen in München um. Ein bestimmtes Produkt scheint in der ganzen Stadt ausverkauft zu sein, wie tz.de* berichtet.

Coronavirus - Behörde bestätigt: Erster Verdachtsfall in Bayern wird untersucht

Update von 16.01 Uhr: Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministerium bestätigt nun auch, dass der Coronavirus-Verdachtsfall nicht am Flughafen München aufgetreten ist. In welchem Teil Bayerns der Fall notiert wurde, möchte der Sprecher mit Verweis auf den Patientenschutz aber nicht verraten.

Erstmeldung von 12.50 Uhr: In Bayern hat es nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang einen Coronavirus*-Verdachtsfall gegeben. „Dieser Verdacht ist bereits in der vergangenen Woche ausgeräumt worden - der Befund war negativ“, sagte ein Sprecher am Montag. Berlin bereitet bereits Rückholaktion von Deutschen vor*.

Der Fall sei der am bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) angesiedelten „Task Force Infektiologie“ bekannt geworden. Die „Task Force Infektionlogie“ ist am Flughafen München stationiert.

Coronavirus in Bayern: Flughafen München hat keine Informationen

Dem Flughafen München selbst liegen aber keinerlei Informationen über einen Verdachtsfall bei einem Flugreisenden vor, der am Flughafen München angekommen ist, wie ein Sprecher auf Nachfrage sagt. 

Wo genau der Corona-Virus-V erdachtsfall in Bayern aufgetreten ist, bleibt unklar. Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums möchte mit dem Verweis auf Patientenschutz dazu auch keinerlei Angaben machen. Wie wahrscheinlich eine Ansteckung ist, erfahren Sie hier*.

Vor der Verbreitung des Virus in Deutschland wurde bereits gewarnt*. Person hatte sich nach Ministeriumsangaben zuvor in der von dem Virus besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina aufgehalten und wies Symptome einer Atemwegserkrankung auf.

Video: Was wir über das Coronavirus bisher wissen

Coronavirus: Verdachtsfall in Bayern - Mann kam aus Wuhan

„Das zuständige Gesundheitsamt hat bis zum Ausschluss des Verdachts auf eine Infektion durch das Coronavirus die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen vollzogen“, sagte der Ministeriumssprecher. „Die „Task Force Infektiologie“ des LGL und das bayerische Gesundheitsministerium standen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt.“

Verdachtsfall in Bayern: Unbestätigter Fall des Coronavirus

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China stieg bis Montag um 24 auf 80. Innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der bestätigten Infektionen* mit dem neuen Coronavirus in der Volksrepublik sogar um mehr als 700 auf 2744, wie das Staatsfernsehen unter Berufung auf die chinesischen Behörden berichtete. Mit den rund 50 Fällen außerhalb Chinas sind damit bislang fast 2800 Fälle weltweit bestätigt. So können Sie sich vor der Lungenkrankheit schützen*. Eine Stadt sollten Touristen besonders meiden*.

Durch das Coronavirus werden auch Kreuzfahrten derzeit stark beeinträchtigt. Viele Kreuzfahrten werden abgesagt. Andere Linien weigern sich dagegen. In Berlin gab es nun einen ungeheuerlichen Fall: Aus Angst vor Corona kündigte ein deutscher TV-Star ihrer chinesischen Untermietern.

Am Flughafen München haben Beamte eine Chinesin aus dem Verkehr gezogen. Das allerdings nicht wegen des Coronavirus.

Ein Mann steckte seine Familie und weitere Personen an, was ihm den Spitznamen „Superverbreiter“ einbrachte.

*Heidelberg24, Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Lino Mirgeler

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