Tote Tiere in zwei Bundesländern

RKI warnt vor Tropenkrankheit: Sie ist in Deutschland bereits angekommen - wo sie sich verbreitet

Die Corona-Pandemie ist omnipräsent in Deutschland, da warnt das RKI schon vor dem nächsten gefährlichen Virus. Aus zwei Bundesländern werden Infektionen gemeldet.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: RKI* warnt vor nächstem Virus - dem West-Nil-Fieber.
  • Berlin und Sachsen-Anhalt melden tote Vögel, die sich mit dem Virus infiziert hatten.
  • Die Tropenkrankheit West-Nil-Virus kann auch auf den Menschen übertragen werden.

München - Das Coronavirus* ist omnipräsent in Deutschland. In jeglicher Hinsicht. Und jetzt auch noch das.

Bereits in einem zweiten Bundesland wurde eine gefährliche Tropenkrankheit festgestellt. Wie das entsprechende Landesamt
für Verbraucherschutz am Freitag (24. Juli) mitteilte, ist das sogenannte West-Nil-Virus in zwei Vögeln in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden.

RKI warnt nicht nur vor Coronavirus in Deutschland: Auch das West-Nil-Virus wurde nachgewiesen

Mitte Juli war der Erreger bereits in einer Blaumeise in Berlin gefunden worden. Das Gefährliche daran: Wie der Express berichtet, kann das Virus durch Stechmücken der Gattung Culex auf den Menschen übertragen werden. Erstmals hatten Forscher das ursprünglich aus Afrika stammende Virus 2018 in Deutschland bei Vögeln und Pferden festgestellt.

Und: 2019 gab es in Ostdeutschland im Spätsommer erstmals diagnostizierte Infektionen beim Menschen, die vermutlich auf Stiche von Stechmücken zurückzuführen waren - in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz von Sachsen-Anhalt weiter erklärt, verläuft eine Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Menschen zwar weitgehend unauffällig und mild.

West-Nil-Virus: Mücken können das Virus auf den Menschen übertragen

Jeder fünfte Infizierte habe Fieber als Symptom, das sich aber nach drei bis sechs Tagen wieder lege. Doch: Bei jedem 150. Infizierten nehme das West-Nil-Virus einen schweren Verlauf, heißt es. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte bereits im Juni vor der Krankheit gewarnt, die durch die Mücken leicht übertragbar sei.

Das Landesamt rät deshalb zu Schutz vor Mückenstichen. Denn: Einen Impfstoff*, zu dem beim Coronavirus weltweit intensiv geforscht wird, gebe es gegen dieses Virus nicht. Auch an einer Medikation für Corona-Patienten arbeiten Forscher auf der ganzen Welt. Zwei Medikamente werden in Deutschland bereits eingesetzt.

In Berlin scheinen einige Menschen die Pandemie nicht mehr ernst zu nehmen. Ein Party-Exzess im Volkspark Hasenheide sorgte für einen Großeinsatz der Polizei. Die Beamten hatten alle Mühe, sich Gehör zu verschaffen. (pm) *merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Cynthia Goldsmith

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