Streik legte Deutschland am Montagmorgen lahm

Auch am Dienstag Verspätungen und Ausfälle bei der S-Bahn und dem Fernverkehr

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„Zug fällt aus“: Die Anzeigetafeln an deutschen Bahnhöfen (hier München) sind voll von dieser Meldung
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Deutschland - Am Montag kam es bundesweit zu Warnstreiks bei der Deutschen Bahn AG. In Bayern fuhr zeitweise kein Zug mehr. Auch am Dienstag müssen Bahnfahrer noch mit Verspätungen rechnen:

Service:

Update, 11.05 Uhr: Verzögerungen bei der S7 

Die Signalstörung von Dienstagmorgen wurde zwischenzeitlich behoben:

Update, 8.40 Uhr: Signalstörungen bei der S-Bahn

Schon seit einer Stunde gibt es Signalstörungen bei der Münchner S-Bahn. Hinweise darauf, bis wann die Störungen anhalten, gibt es bislang nicht.

Update, Dienstag 6.30 Uhr: Auswirkungen auch am Dienstag

Wegen logistischer Probleme infolge des bundesweiten Bahn-Warnstreiks vom Montag kommt es auch am Dienstag noch zu einzelnen Zugverspätungen und -ausfällen im Fernverkehr. Dies sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur am Morgen. Der Grund: Züge und Personal seien nach dem vierstündigen Warnstreik am Montagmorgen nicht dort, wo sie nach Fahrplan sein sollten. 

Der Regional- und S-Bahn-Verkehr soll laut dem Sprecher nach Fahrplan fahren.

Der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte am Montag große Teile des Zugverkehrs in Deutschland stundenlang lahmgelegt. Mit dem Warnstreik wollten die Gewerkschafter ihre Forderungen im Tarifkonflikt mit der Bahn unterstreichen.

Heute gehen außerdem die Verhandlungen weiter, nachdem die Gewerkschafter sie am Wochenende abgebrochen hatten. Die Gewerkschaften hatten 7,5 Prozent mehr Lohn gefordert sowie etliche Verbesserungen bei Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen.

Zugausfall zwischen Freilassing und Salzburg:

Update, 12.30 Uhr: Bahn-Personalvorstand im Interview

Update, 11.30 Uhr: Pressemeldung Meridian 

Nach Ende der Streikmaßnahmen läuft der Betrieb wieder an und soll sich bis zum frühen Nachmittag normalisieren. Die EVG hatte seit 4 Uhr bis 9 Uhr bundeweite Streikmaßnahmen bei der Deutschen Bahn getroffen. Diese Streikmaßnahmen betrafen auch den Zugverkehr von Meridian, BOB und Regionalbahn.

Nach Beendigung des Warnstreiks, zu dem die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei der DB aufgerufen hatte, normalisiert sich auch der Eisenbahnverkehr in den Netzen Meridian, BOB und BRB zusehends.

Dadurch, dass auch DB Netz – die für die Infrastruktur verantwortlich ist – bestreikt wurde, war der Zugverkehr der privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen massiv beeinträchtigt. Fahrgäste werden gebeten, sich nach wie vor auf der Webseite (www.meridian-bob-brb.de) über Abweichungen vom Regelfahplan zu informieren. Ebenfalls finden sich auf der Webseite Formular zum Thema "Fahrgastrechte".

Pressemeldung Meridian 

Update, 11.23 Uhr: Züge nach Mühldorf entfallen

Zudem gibt es auf der Linie S2 noch eine technische Störung:

Update, 10.10 Uhr: S-Bahn Verkehr wieder aufgenommen

Die aktuelle Betriebslage der Münchner S-Bahn

Update, 9.10 Uhr: Streik wird ab 9 Uhr beendet

Die aktuelle Betriebslage der Münchner S-Bahn

Update, 8.58 Uhr: Einschränkungen dauern den ganzen Tag an

Update, 8.53 Uhr: Weiterhin Einschränkungen bei der Südostbayernban

Update, 8.22 Uhr: Meridian kündigt Einschränkungen nach 9 Uhr an

Die Bayerische Oberlandbahn GmbH hat nun in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass es auch nach Ende des Warnstreiks um 9 Uhr noch zu erheblichen Einschränkungen kommen kann:

"Die EVG hat seit 4 Uhr bundesweite Streikmaßnahmen bei der Deutschen Bahn getroffen. Diese dauern voraussichtlich bis 9 Uhr an. Auch wenn die Mitarbeiter der Bayerischen Oberlandbahn und der Bayerischen Regiobahn nicht streiken, ist der Zugverkehr in den Netzen Meridian, BOB und BRB enorm eingeschränkt.

Wegen des Warnstreiks der Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei der Deutschen Bahn kommt es auch in den Netzen Meridian, BOB und BRB zu erheblichen Einschränkungen. Dadurch, dass ebenfalls die DB Netz AG – die für die Infrastruktur verantwortlich ist – bestreikt wird, können die Züge der privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht wie gewohnt fahren.

„Wir bedauern sehr, dass unsere Kunden von den Auswirkungen des Streiks so massiv in Mitleidenschaft gezogen werden, obwohl wir gültige Tarifabschlüsse haben“, erklärt Fabian Amini, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und der Bayerischen Regiobahn GmbH.

Wir möchten darauf hinweisen, dass es auch ab 9 Uhr zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr kommen kann, da die Züge erst wieder in die nach Fahrplan vorgegebene Position gebracht werden müssen. Weitere Informationen zu den Einschränkungen stehen auf unserer Homepage (www.meridian-bob-brb.de) bereit."

Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn GmbH

Update, 7.40 Uhr: Kein Zugverkehr der Südostbayernbahn bis 9 Uhr

Update, 7.20 Uhr: Auch Straßen dank Bahnstreik dicht

Weil die Bahn streikt, weichen viele Pendler auf die Straße aus. Und auch hier ist schon vieles dicht. 559 Kilometer Stau gibt es derzeit bundesweit. Auch in Bayern stauen sich laut ADAC Fahrzeuge schon auf knapp 100 Kilometern Länge. Besonders die Region rund um München ist sehr stark betroffen.

Update, 6.50 Uhr: DB hat gesamten Zugverkehr in Bayern eingestellt

Die Deutsche Bahn hat bundesweit den Fernverkehr eingestellt. Betroffen seien ICE- und IC-Züge, sagte eine Bahnsprecherin am Montagmorgen. Nun meldet die Nachrichtenagentur dpa, dass der Bahnverkehr in Bayern komplett lahmgelegt wurde. Es fährt kein Zug mehr, voraussichtlich bis 9 Uhr. Auch danach ist noch mit Verspätungen zu rechnen.

Wie der Meridian auf seiner Homepage mitteilt, sind die Auswirkungen auf die Netze von Meridian, BOB und BRB "noch nicht absehbar".

Update, 6.30 Uhr: Chaos auch bei Münchner S-Bahn

Besonders hart getroffen von den Warnstreiks ist auch die Münchner S-Bahn-Stammstrecke: Zwischen München Ostbahnhof und München-Pasing sind nur stark eingeschränkt Zugfahrten möglich, teilte die Bahn am frühen Morgen mit. Ebenso kommt es auf den Außenästen zu erheblichen Behinderungen. Seit dem frühen Montagmorgen ist der Flughafen nicht mehr mit der S-Bahn zu erreichen. Es gibt einen provisorischen Schienenersatzverkehr mit Taxis für Pendler, die trotzdem zum Flughafen müssen.

Die S-Bahnen verkehren wie folgt:

  • Die Linie S 1 Freising/ Flughafen muss leider entfallen. Zwischen Feldmoching und München Flughafen ist ein provisorischer Schienenersatzverkehr mit Taxis für Sie eingerichtet.
  • Die Linie S 2 in bzw aus Richtung Erding beginnt bzw. endet in Markt Schwaben.
  • Die Linie S 3 in bzw. aus Richtung Holzkirchen beginnt bzw. endet in Deisenhofen.
  • Die Linie S 4 in bzw. aus Richtung Trudering muss leider entfallen.
  • Die Linie S 6 in bzw. aus Richtung Ebersberg beginnt bzw. endet in Zorneding.
  • Die Linie S 7 in bzw. aus Richtung Kreuzstraße beginnt bzw. endet in Perlach.
  • Die Linie S 8 in bzw. aus Richtung Flughafen muss leider entfallen.

Update, 6.20 Uhr: Zugausfälle auch beim Meridian, BOB und BRB

Wegen der Streiks der Deutschen Bahn AG gibt es auch Zugausfälle bei Meridian, BOB und BRB. 

Derzeit sind die folgenden Strecken betroffen:

Meridian

  • Salzburg - München Hbf.
  • Salzburg Kufstein- München Hbf. 
  • Kufstein Rosenheim
  • Kolbermoor- Rosenheim

BOB

Bayrischzell - München Hbf. Lenggries/ Tegernsee fahren bis Holzkirchen Bf.

BRB

Ingolstadt - Radersdorf

Weitere Informationen sowie Verkehrsmeldungen des Bahnverkehrs finden Sie hier.

Vorbericht 

Die EVG hat ihre bei der Deutschen Bahn AG (DB AG) beschäftigten Mitglieder am frühen Montagmorgen, den 10. Dezember, zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. In der Folge muss mit erheblichen Beeinträchtigungen des Zugverkehrs im gesamten Bundesgebiet gerechnet werden.

"Wir sind allein unseren Mitgliedern verpflichtet und vertreten ausschließlich deren Interessen", machte Geschäftsstellenleiter (München) Isidoro Peronace deutlich. "Es sind unsere Kolleginnen und Kollegen, die rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, versuchen, den Personen- und Güterverkehr in Deutschland zu gewährleisten. Und dies trotz permanentem Personalmangel, vielen Überstunden, einer reparaturbedürftigen Infrastruktur und zum Teil eingeschränktem Wagenmaterial", erklärte er.

"Für uns ist es auch eine Frage der Wertschätzung, dass die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner für ihr großes Engagement angemessen bezahlt werden. Dafür kämpfen wir in dieser Tarifrunde", so Isidoro Peronace.

"Wir kehren an den Verhandlungstisch zurück, wenn die DB AG deutlich macht, ernsthaft mit uns verhandeln zu wollen", machte Isidoro Peronace deutlich.

Auch in Bayern wird es zu erheblichen Zugausfällen kommen.

Pressemeldung Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)

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