Das ändert sich zum 1. Oktober

Auto-Zulassung, Pflege-TÜV und Ebay-Käufe

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Auch im Oktober 2019 stehen vielfältige Änderungen und Neuerungen an. Verkäufer dürfen sich auf Ebay-Neuerungen freuen - und in Behörden werden Autofahrer künftig Zeit sparen können.
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Ab 1. Oktober treten in Deutschland neue Gesetze und Regeln in Kraft. Ob für Onlinekäufer, Autofahrer oder Angehörige von Pflegebedürftigen - das steht im kommenden Monat an.

Auch im Oktober 2019 stehen vielfältige Änderungen und Neuerungen an. Verkäufer dürfen sich auf Ebay-Neuerungen freuen - und in Behörden werden Autofahrer künftig Zeit sparen können. Das sind die Neuerungen im Oktober 2019:

1. Die Uhren werden wieder umgestellt

Im Oktober steht wieder einmal die Zeitumstellung statt. Vom Samstag, den 26. Oktober, auf Sonntag, den 27. Oktober, werden um 3 Uhr morgens die Uhren um eine Stunde zurückgedreht. Man kann also eine Stunde länger schlafen. Dann wird es allerdings auch eine Stunde früher dunkel am Abend. Wie oft die Zeit noch vor- und zurückgestellt wird, ist noch unklar, denn die EU will die Zeitumstellung abschaffen.

2. i-Kfz: Autos auch online neu zulassen

Für einen Besuch in einer Kfz-Zulassungsstelle müssen Autobesitzer oft viel Zeit mitbringen. Nummer ziehen, sitzen, warten. Geduld ist gefragt. Doch mit diesem Ärger soll bald Schluss sein. Ab Herbst wird Phase drei des Projekts i-Kfz eingeläutet. i-Kfz bedeutet internetbasierte Fahrzeugzulassung. Ein neues Auto soll man künftig online anmelden, umschreiben oder wieder zulassen können – ohne Wartezeit im Amt zu verbringen.

In Teilen ist das schon möglich, betrifft aber nur Abmeldungen oder Wiederzulassungen im selben Zulassungsbezirk – dies waren die ersten beiden Phasen des Projekts. Jetzt folgt die nächste. Konkret können Fahrzeughalter demnach die Erstzulassung, die uneingeschränkte Wiederzulassung, die Umschreibung von Fahrzeugen sowie Adressänderungen online erledigen.

3. ADAC: Neue Kfz-Policen für jedermann

Ab dem 1. Oktober bietet der ADAC neue Kfz-Policen an. Im Herbst wechseln viele Autofahrer auf der Suche nach einem billigen Tarif ihre Kfz-Versicherung - auch diese Wechsler will der Autoclub auffangen. Vor allem aber geht es darum Personen, die bereits ADAC-Mitglieder sind, auch in eine Versicherung zu bekommen.

Bisher ist die große Mehrheit der ADAC-Mitglieder nicht beim Autoclub versichert. Früher verkaufte ADAC die Verträge in Zusammenarbeit mit dem Partner Zurich, die neuen Policen wurden von der Allianz entwickelt.

4. Hecken und Bäume dürfen zugeschnitten werden 

Hobby-Gärtner können sich auf den Oktober freuen. Ab dem 1. Oktober dürfen sie wieder die eigene Hecke abschneiden und Bäume im eigenen Garten fällen. In der Zeit vom 1. März bis zum 30. September ist das laut Bundesnaturschutzgesetz verboten.

Erlaubt sind dann nur „schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Planzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.“ Der Gesetzgeber will so den Nistplatz von Tieren, zum Beispiel Vögeln, erhalten.

5. Ebay will ab Oktober Verkäuferschutz verbessern

Der Online-Marktplatz Ebay will mit einem großen Update den Verkäuferschutz verbessern. Die Änderungen, die zum 1. Oktober in Kraft treten, gelten insbesondere für Ebay-Plus-Verkäufer, also gewerbliche Verkäufer. Künftig können etwa Verkäufer 50 Prozent der Rückerstattungskosten einbehalten, wenn die Ware bei der Rücksendung beschädigt wurde oder der Käufer sie bereits benutzt hat.

Von den Änderungen profitieren aber auch Käufer. So müssen Händler für die von ihnen angebotenen Artikel künftig bestimmte Artikelmerkmale angeben. Dadurch sollen es Käufer leichter haben, Produkte zu finden.

6. Pflege-TÜV: Suche nach Pflegeheimen soll erleichtert werden

Ab Oktober startet ein neues Bewertungssystem für die rund 13.000 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Damit gehören auch die umstrittenen Pflegenoten der Geschichte an. Durch den neu geschaffenen Pflege-TÜV sollen Pflegebedürftige und Angehörige schneller eine geeignete Einrichtung finden. Allerdings bis es soweit ist, wird noch viel Zeit vergehen. Denn zunächst werden die Einrichtungen erst einmal bewertet. Bis Ende 2020 sollen alle Heime bewertet worden sein.

mh mit Material der dpa

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