Partei mit fragwürdigem Werbeslogan 

"Geschmacklos", "furchtbar": Dieses Wahlkampf-Plakat spaltet die AfD

Dresden - Am 1. September steht in Sachsen die Landtagswahl an. Es scheint so, als könne die AfD stärkste Partei werden. Nun sorgt allerdings ein fragwürdiges Wahlkampf-Plakat für Aufregung. 

Vor der Landtagswahl in Sachsen zeigen die Prognosen ein knappes Rennen an der Spitze. Laut den Umfragen ist die AfD dicht dran an der CDU und könnte sogar stärkste Partei werden, wenn am 1. September der neue Landtag gewählt wird, berichtet unser Partnerportal merkur.de. Des Weiteren droht der SPD nur ein einstelliges Ergebnis und das voraussichtlich Abrutschen hinter die Grünen. Dafür dürfen die Linken weiter darauf hoffen, drittstärkste Kraft zu werden. 

Ein Wahlplakat für die Landtagswahl in Sachsen sorgt derweil für Aufregung. Darauf ist eine nackte Frau zu sehen, welche an einen Heizkörper gefesselt wurde. Der Slogan: "Pfefferspray hilft nicht immer. Gute Politik schon." Darum jetzt AfD".

Kritik aus den eigenen Reihen: AfD-Landtagskandidat Mayer: "völlig daneben"

Die neue Wahlkampf-Plakat-Kampagne sorgt bei vielen für Kopfschütteln. Die Bild-Zeitung titelt am Donnerstag: "AfD-Anhänger empört über AfD-Kampagne". AfD-Landtagskandidat Norbert Mayer (62) aus Freital findet den Slogan laut bild.de "völlig daneben". Weitere Aussagen von AfD-Anhängern seien "furchtbar", "geht gar nicht" und "geschmacklos". 

AfD-Sprecher Andreas Harlaß postete den Bild-Beitrag auf seiner Facebook-Seite: "Das erste Wahlplakat hat es in die Zeitung geschafft." Darunter diskutieren seine Follower. "Das Plakat ist scheußlich - aber die Aussage versteht jeder", heißt es. Ein anderer User meint, "nur weil andere Parteien das nicht machen ... man darf nicht vergessen, dass die AfD den Bürger anspricht und der versteht die Nachricht zu 100 Prozent. Schön ist das Plakat nicht, das stimmt! aber mehr als Achselzucken ruft es bei mir auch nicht vor."

Im Herbst des vergangenen Jahres ging eine Wahlkampfaktion der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative mit Pfeffersprays nach hinten los. Etwa 150 Pfefferspraydose wurden an einem Infostand verteilt, berichtete welt.de. Einige AfD-Mitglieder hätten dabei erklärt, man könne sich so vor Nordafrikanern schützen. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach nahm anschließend wegen Volksverhetzung die Ermittlungen auf. 

Zurück zur Übersicht: Deutschland

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT