Totes Mädchen in Ruine in Duisburg gefunden

Junge (14) gesteht Totschlag an Freundin (14): Wie konnte es zu dieser Tragödie kommen?

Zwei Polizisten führen einen Tatverdächtigen in ihrer Mitte bei einer Begehung an dem Ort, an dem ein Mädchen tot aufgefunden worden war. Die 14-Jährige wurde Opfer einer Straftat.
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Zwei Polizisten führen einen Tatverdächtigen in ihrer Mitte bei einer Begehung an dem Ort, an dem ein Mädchen tot aufgefunden worden war. Die 14-Jährige wurde Opfer einer Straftat.

Duisburg - In einem abbruchreifen Haus finden Polizisten in Duisburg eine tote 14-Jährige - vergraben unter einem Berg aus Schutt. Nach der Obduktion am Sonntag steht fest: Sie starb durch „stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf“. Noch am selben Tag gesteht ein gleichaltriger Freund den Totschlag.

Update, 12. Oktober, 15.44 Uhr - Junge (14) gesteht Totschlag

Nun ist also klar, das 14-jährige Mädchen wurde von ihrem Mitschüler und guten Freund erschlagen. Der 14-Jährige legte schon am Sonntag bei der Polizei ein Geständnis ab. Dies berichtet bild.de.

Am Tag nachdem die Leiche der Schülerin unter Schutt im Keller des ehemaligen Reifenhandels gefunden wurde, brachte die Kripo den Tatverdächtigen zum Ortstermin an den Tatort. Dort kam es offenbar zu der Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Opfer. Die Hintergründe sind weiterhin unklar. Zum Motiv soll der Junge bis jetzt keine Angaben gemacht haben.

Nach Informationen von bild.de hatten das Opfer und der Täter engen Kontakt und sich eigentlich bestens verstanden. Am Montag wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Eifersucht soll keine Rolle gespielt haben.

Der Blick durch einen Zaun zeigt das Gebäude, in dem die Leiche eines Mädchens gefunden wurde.

Update, 12. Oktober , 12 Uhr - Beziehungs-Tragödie: Junge (14) soll Freundin (14) getötet haben

Der mutmaßliche Tatort in Duisburg liegt in einer Ruine auf einem mit Buschwerk überwucherten Brachgelände in einer Sackgasse. Darauf ein Haus, dessen Dach eingestürzt ist. Die meisten Fenster sind mit Brettern vernagelt. An einem Metallzaun, der das Gelände vor Eindringlingen schützen soll, hat die Familie des Mädchens am Sonntag Kerzen aufgestellt und einen Brief hinterlassen. „Du bleibst für uns im Herzen ewig lebendig“, steht dort geschrieben.

Familienangehörige haben Kerzen und einen Brief vor dem Tor zu dem Gelände, auf dem ein Mädchen tot aufgefunden worden war, abgelegt und aufgestellt. Nach dem Fund einer toten 14-Jährigen in einer Hausruine in Duisburg wird die Leiche des Mädchens am Sonntag obduziert.

Der 33 Jahre alte Bruder der Getöteten hatte sie am Freitag als vermisst gemeldet. Nach Hinweisen, dass sich das Mädchen zuvor öfter an der verlassenen Ruine aufgehalten haben soll, hatte die Polizei auch dort nach ihr gesucht, berichtete Stefan Hausch, Sprecher der Duisburger Polizei am Sonntag. Das Gelände sei zwar umzäunt, aber es gebe Spuren, die darauf hindeuten, dass sich dort trotzdem immer mal wieder Menschen aufgehalten hätten, so der Sprecher. „Man kann sich dort unbemerkt bewegen“, beschrieb er das dicht bewachsene Gelände. 

Bereits am Freitag war der Polizei der 14-Jährige Freund des vermissten Mädchens „in die Hände gefallen“. In der Nachbarstadt Düsseldorf waren Passanten auf ihn aufmerksam geworden, weil er desorientiert gewirkt haben soll, berichtete Polizeisprecher Hausch. Die Beamten hatten ihn daraufhin aufgegriffen und die Verbindung zu dem Vermisstenfall aus Duisburg hergestellt.

Im Laufe seiner Befragung habe er sich mehr und mehr in Widersprüche verwickelt. So sehr, dass ihn die Ermittler am Sonntag für eine Tatortbegehung zu der Gebäuderuine brachten. „Wir versuchen damit die Aussagen des Tatverdächtigen in Übereinstimmung mit den tatsächlichen Begebenheiten vor Ort zusammenzubringen“, sagte der Polizeisprecher. So habe der Jugendliche eingeräumt, mit der Sache etwas zu tun zu haben, sich aber dann in Widersprüche verheddert, die nicht zur Spurenlage und den Erkenntnissen der Ermittler passten. 

Zu den möglichen Beweggründen des Tatverdächtigen und den weiteren Hintergründen der Tat äußerten sich die Ermittler am Sonntag zunächst nicht. Auch in welcher Beziehung die beiden Teenager genau zueinander standen, sei noch „Gegenstand weiterer Ermittlungen“, sagte Polizeisprecher Hausch. „Wir haben zwar Hinweise auf ein mögliches Motiv, aber da ist noch nichts spruchreif.“ Man stecke noch mitten in der Befragung des Tatverdächtigen und weiterer Zeugen. Vor Montag sei nicht mit weiteren Angaben zu rechnen. Anhaltspunkte auf weitere Tatbeteiligte lagen der Polizei am Sonntag jedenfalls nicht vor.

Erstmeldung vom 11. Oktober:

Die 14-Jährige wurde in Duisburg getötet worden. Gefunden wurde ihre Leiche am Samstag, den 10. Oktober. Nach der Obduktion der Leiche am Sonntag wurde die Todesursache durch Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt gegeben. Das Mädchen kam durch „stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf“ zu Tode.

Der Hauptverdächtige ist im Moment der 14-jährige Freund der Getöteten. Laut Aussagen der Polizei gegenüber der Deutschen Presse-Agentur habe dieser sich bei seiner Befragung in Widersprüche verwickelt und sei am Sonntag „unter dringendem Tatverdacht“ festgenommen worden. Am Montag will die Staatsanwaltschaftbeim zuständigen Amtsgericht einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragen.

Die Leiche des 14-jährigen Mädchens wurde am frühen Samstagabend im Keller eines abbruchreifen Hauses gefunden, so die Ermittler. Der Bruder (33) des Mädchens hatte sie bereits am Freitag als vermisst gemeldet. Wie die Polizei bekannt gab, hielt sich das Opfer des Öfteren in dem verlassenen Haus auf, weshalb auch dort nach ihr gesucht wurde, so ein Polizeisprecher.

mda mit Material der dpa

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