„Aus hygienischen Gründen nicht akzeptabel“

Chef wirft Mutter und Tochter aus Supermarkt - weil sie einen Schlafanzug trugen

Ein Hinweis auf eine „korrekte Bekleidung“ hängt am Eingang eines Supermarktes in Duisburg.
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Ein Hinweis auf eine „korrekte Bekleidung“ hängt am Eingang eines Supermarktes in Duisburg.

Duisburg - Der Chef eines Supermarktes hat nun seinen Kunden verboten, dass sie im Schlafanzug einkaufen. Er erwarte von ihnen „normale Straßenkleidung“, da alles andere zu unhygienisch sei.

Vor dem Frühstück noch schnell in den Supermarkt - für viele gehört hier die Jogginghose einfach dazu. Hartgesottene gehen sogar im Schlafanzug zum Einkaufen. Doch für Menschen im Pyjama gilt ab sofort in einem Duisburger Supermarkt Hausverbot. Am Eingang des Supermarkts hängt seit Kurzem ein Hinweis, dass „Personen mit Morgenmantel oder Schlafanzug“ keinen Zutritt zum Geschäft haben.

Grund für das Verbot ist eine Frau, die die Nerven des Marktleiters offenbar zu hart strapazierte. Die morgendliche Kundin mit Pyjama, Puschen und pinkem Morgenmantel hat den Duisburger Supermarktleiter Frank Schneider auf die Palme gebracht. Der 43-Jährige warf die Frau mitsamt ihrer Tochter – ebenfalls im Schlafdress – anschließend aus dem Laden und hänge dann das Verbotsschild auf.

Schlafanzug-Einkäufe seien „aus hygienischen Gründen nicht akzeptabel“, sagte der Edeka-Marktleiter. „Ich will da keine Wiederholung.“ Die Kundin, die am vergangenen Samstagmorgen, 24. Oktober, gegen 10 Uhr in seinem Geschäft war, habe das wohl auch eingesehen. „Mit leichtem Moppern“ habe sie – die Tochter an der Hand – den Laden verlassen. Über den Vorfall hatte zuvor die „WAZ“ berichtet.

jg mit Material der dpa

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