JVA-Ausbrecher entkommt in letzter Sekunde

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Der flüchtige Verbrecher Peter Paul Michalski entkam nur knapp der Polizei.

Mülheim-Ruhr - Der aus der Justizvollzugsanstalt Aachen geflüchtete Schwerverbrecher Peter Paul Michalski ist der Polizei möglicherweise nur knapp entkommen. Er wird nun in Bielefeld vermutet.

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Nach einem vergeblichen nächtlichen SEK-Einsatz in Mülheim an der Ruhr vermuten die Ermittler den flüchtigen Schwerverbrecher Peter Paul Michalski nun in Bielefeld. “Wir sind dort mit verstärkten Polizeikräften vor Ort“, sagte eine Sprecherin der AP am Montagmorgen auf Anfrage. Nähere Angaben wollte sie zunächst nicht machen. In der Nacht hatte ein Sondereinsatzkommando ein Hochhaus der Iduna-Versicherung in Mülheim an der Ruhr durchsucht. Dort habe sich im Laufe des Wochenendes mindestens einer der beiden Flüchtigen aufgehalten, erklärte die Sprecherin. “Wir haben dort eine Tasche mit verschmutzter Wechselbekleidung gefunden“, sagte sie. Im Gegensatz zu anderslautenden Berichten gehe man aber nicht davon aus, dass Michalski den Ermittlern in dem Hochhaus nur knapp entkommen sei. “Es war wohl nicht so, dass er sich kurz vor dem Eintreffen des SEK noch in dem Gebäude aufgehalten hat.“

Gewaltverbrecher auf der Flucht

Den beiden Schwerverbrechern Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski gelang am 26. November der Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Aachen. Nun wurden beide gefasst. © dpa
Peter Paul Michalski (46) gilt als brutal und rücksichtslos. © dpa
Fünf Tage war er auf der Flucht. © dpa
Dann schnappte ihn die Polizei auf der Bundesstraße 58 bei Schermbeck am Niederrhein. © ap
Michalski war auf einem silbernen Damenfahrrad unterwegs. © dpa
Der Medienrummel war groß. © dpa
Nach über fünf Tagen sind nun beide Schwerverbrecher wieder im Gefängnis. © dpa
Michael Heckhoff (50) war 1992 an einer Geiselnahme in der sauerländischen Justizvollzugsanstalt Werl beteiligt. Damals hatte er mit einem Mithäftling einen Zahnarzttermin genutzt, um drei Justizbeamte und drei Arzthelferinnen in seine Gewalt zu bringen. Beim Zugriff der Polizei übergoss Heckhoffs Kumpan zwei der Geiseln mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sie an. Die Frauen erlitten schwere Verbrennungen. © dpa
SEK-Beamte stehen vor dem Haus in Mühlheim/Ruhr, in dem Heckhoff gefasst wurde. Ihn konnte die Polizei bereits am Sonntag in Mülheim festnehmen. © dpa
Mit diesem Fluchtfahrzeug waren die beiden Flüchtlinge in Mühlheim unterwegs. © dpa
Wie Heckhoff in einem Interview berichtet, hatten sie die Waffe in der JVA Aachen gekauft. © dpa
Heckhoff berichtet, er habe von einem Wärter den Schlüssel bekommen und auf den Kopierer gelegt. © dpa
Am Donnerstag konnten die beiden Verbrecher aus der JVA fliehen. © dpa
Seitdem wurde mit einem Großaufgebot gefahndet. © dpa
In der Nacht zum Freitag untersuchten Polizisten den Eingang der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Eine Beamtin steht im Gang vor den Gemeinschaftsräumen der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Aachen stehen im Gang vor ihren Zellen. © dpa
Der Eingang der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Kurz nach ihrem Ausbruch hatten sich die beiden Kriminellen in ein Taxi gesetzt und den Fahrer aufgefordert, sie nach Kerpen-Buir zu fahren. © dpa
Dort zwangen sie den Fahrer, gemeinsam mit ihnen in ein anderes Taxi zu steigen und weiter nach Köln zu fahren. © dpa
Vom Bahnhofsvorplatz am Dom aus flüchteten die Verbrecher zu Fuß in die Innenstadt. © dpa
Die beiden Taxifahrer ließen sie frei. Sie erlitten einen Schock. © dpa
Danach verlor sich voerst die Spur, bis Heckhoff am Sonntag wieder auftauchte und in Mühlheim festgenommen werden konnte. © dpa
Mit der Festnahme von Michalski am Dienstag, ist die tagelange Fahndung nach den beiden Schwerverbrechern nun zu Ende. © dpa
Michael Heckhoff (l) und Peter Paul Michalski ist gemeinsam der Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Aachen  gelungen. Heckhoff ist inzwischen gefasst.

Am Sonntagabend hatte die Polizei an Michalski appelliert: “Beenden Sie Ihre Flucht, bevor Menschen zu Schaden kommen.“ Die letzten Tage hätten gezeigt, dass dem Gesuchten offensichtlich nicht daran gelegen sei, Menschen zu verletzen. Die Polizei warnte dieBevölkerung aber noch einmal, bei aller nötigen Aufmerksamkeit bei der Fahndung sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Michalskis Komplize Michael Heckhoff war am Sonntagvormittag in Mülheim an der Ruhr nach Hinweisen aus der Bevölkerung von einem Sondereinsatzkommando überwältigt worden.
Die beiden Sträflinge hatten nach ihrer spektakulären Flucht aus dem hoch gesicherten Gefängnis in Aachen insgesamt fünf Menschen gezwungen, ihnen bei der Flucht über Köln ins Ruhrgebiet zu helfen. Die beiden Männer waren am Donnerstagabend offenbar mit Hilfe eines Justizbeamten aus der JVA Aachen ausgebrochen. Mit zwei Pistolen und je acht Schuss Munition flohen sie per Taxi zunächst nach Kerpen und dann mit einem weiteren Taxi nach Köln, wo sie am Freitagmorgen eine junge Frau zwangen, sie mit ihrem Auto nach Essen zu fahren.

AP

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