Mediziner spricht von „Absoluter Rarität“

Frau läuft nach Corona-Test wochenlang Hirnwasser aus der Nase

Osnabrück - Einen absoluten Alptraum erleidet eine Frau nach einem Corona-Test: Wochenlang läuft ihr Hirnwasser aus der Nase. Mediziner und Experten beruhigen aber: Bei dem Fall handle es sich um eine „absolute Rarität“.

Einer Arztpraxis in Osnabrück unterlief bereits im Jänner bei einem Corona-Schnelltest ein Fehler, der für eine Frau äußerst unangenehme Folgen hatte: Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, soll beim Nasenabstrich vom medizinischen Personal ein falscher Kanal gewählt worden sein. Statt das Stäbchen in Richtung Ohr zu schieben, hätte das Personal das Stäbchen in Richtung Hirn geschoben. Der Frau lief dann wochenlang klare Flüssigkeit aus dem Kopf. Zudem hatte sie Schmerzen.

Bei einer Untersuchung im März stellte sich heraus, dass es sich bei der Flüssigkeit um Hirnflüssigkeit handelte. Bei weiteren Untersuchungen wurde eine Verletzung des Schädelbasisknochens diagnostiziert. Es wurde versucht, das Loch durch einen Gaze-Streifen abzudichten. Dies zeitigte aber keinen Erfolg, sodass sich die Frau einer 90-minütigen Operation unterziehen musste.

„Absolute Rarität“

Professor Dr. Konrad Sommer, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Marienhospital Osnabrück, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, bei dem Vorfall handle es sich um eine absolute „Rarität“. Nichtsdestoweniger könne eine solche Verletzung sogar zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen.

Die betroffene Frau muss sich nun regelmäßigen Kontrollen unterziehen, um Folgeschäden auszuschließen. Dennoch zeigt sie sich kämpferisch: „Es ist halt passiert, ich muss da jetzt durch.“

dp

Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/dpa

Kommentare