Zwei Schwerverletzte bei Unfall im Höllental bei Freiburg

170.000 Euro Schaden! Rentner (90) schrottet Luxus-Sportwagen

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Freiburg - Heftig gekracht hat es Montagabend auf der B31 im Höllental. Die kurvenreichen Strecke wurde einem 90-jährigen Ferrari-Fahrer zum Verhängnis.

Montagabend ereignete sich ein schwerer Unfall auf der B31 bei Freiburg (Baden-Württemberg). Ein Schweizer Ferrari-Fahrer kam gegen 21 Uhr in einer Rechtskurve aus bislang unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit einem entgegenkommenden Peugeot zusammen. 

Wie das Polizeipräsidium Freiburg in einer Pressemitteilung berichtet, konnten beide Autofahrer ihre Fahrzeuge zunächst selbstständig verlassen. Sie waren aber nach Einschätzung des Notarztes so schwer verletzt, dass sie in der Heliosklinik und in der Uniklinik Freiburg eingeliefert und stationär behandelt werden mussten. 

150.000 Euro Schaden allein am Ferrari

Neben den zwei Schwerverletzten hatten die Beamten auch einen hohen Sachschaden zu verzeichnen. Allein am Ferrari entstand ein Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro. Am Peugeot der Geschädigten beträgt der Schaden am Fahrzeug rund 20.000 Euro. 

Die Bundesstraße musste während der Unfallaufnahme rund 45 Minuten vollständig gesperrt werden. Wie die Freiwillige Feuerwehr Hinterzarten auf ihrer Homepage schreibt, handelt es sich bei dem Unfallort offenbar um einen Serpentienenbereich des Höllentals.

Diskussion um Fahrtauglichkeit bei Rentnern

Immer wieder verursachen Rentner schwere Unfälle und sorgen für Diskussionsstoff, ob bei älteren Autofahrern eine regelmäßige Überprüfung der Fahrtauglichkeit auf gesetzlicher Basis eingeführt werden soll. Im Raum steht beispielsweise ein Hausarzt-Check ab einem Alter von 60 Jahren.

Besonders tragisch war in punkto gesundheitlicher Einschränkungen bei Rentnern ein Fall in München. Ein 86-Jähriger hat auf der Nymphenburger Straße Gas und Bremse verwechselt. Mit rund 120 km/h raste er in das Stauende vor einer Ampel. Für eine 25-jährige Münchnerin kam jede Hilfe zu spät, sie starb noch am Unfallort. Acht weitere Personen wurden verletzt. 

Die Münchner Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen den Rentner wegen fahrlässiger Tötung ein. Ein Gutachten entlaste den Unfallfahrer, ein „willensgetragenes“, bewusstes Handeln läge nicht vor. Allerdings stehe im Gutachten auch, dass sich der Ex-Taxifahrer zum „Vorfallszeitpunkt nicht mehr im Zustand der Fahrsicherheit befand“. Er litt an leichter Demenz und Konzentrationsstörungen.

mh

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