Lkw-Fahrer bespuckt Feuerwehr, Auto fährt einfach durch

Horror-Crash auf A6: Polizei bestraft 100 Gaffer nach Rettungsgassen-Chaos

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Heilbronn - Bei einem schrecklichen Unfall am Mittwochabend, 17. Juli, auf der A6 in der Nähe von Heilbronn (Baden-Württemberg) starb ein 55-jähriger Fahrer eines Kleinlasters. Es gab einen langen Stau. Beim anschließenden Rettungseinsatz kam es dann zu unfassbaren Szenen.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, war es für ein Feuerwehrfahrzeug in der Rettungsgasse so eng, so dass am Fahrzeug die Spiegel eingeklappt werden mussten. Dabei fuhr außerdem ein Lastwagenfahrer aus Serbien nicht zur Seite, sondern soll die Einsatzkräfte durch das Fenster bespuckt haben. Er wurde später von der Polizei gestellt.

Zudem fuhr der Fahrer eines Ford dreist durch die Rettungsgasse bis direkt zur Unfallstelle. Die Insassen wollten laut dem Bericht dringend zum Flughafen. "Wenn man der Polizei Flugtickets vorzeigt, wird man durchgelassen", teilten sie den Beamten vor Ort mit. Auch dieser Fahrer bekam eine Anzeige.

Bei dem Unfall hatte die Polizei übrigens auch ein Videofahrzeug im Einsatz, das die Vergehen von rund 100 Rettungsgassen-Sünder festhielt. Diese müssen sich nun wegen Nichteinhaltens der Rettungsgasse oder Missachtung des Überholverbotes verantworten.

Passiert war der Unfall am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr, als sich auf dem rechten Fahrstreifen der A6 der Lkw-Verkehr gestaut hatte. Der 55-jährige Fahrer eines tschechischen Kleinlasters erkannte dies offenbar zu spät, versuchte noch auszuweichen, prallte jedoch mit großer Wucht auf die rechte hintere Ecke eines Sattelzuges. Dabei wurde der Mann so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

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