Horror-Crash auf A5 bei Ettlingen

Lkw-Fahrer verbrennt in Führerhaus - Gaffer beschimpfen Einsatzkräfte

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Elltingen/Karlsruhe - Horror-Crash auf der A5: Der Fahrer eines Pannen-Lkw ist in seinem Führerhaus verbrannt. Gaffer behinderten nicht nur die Einsatzkräfte, sondern beschimpften sie auch wüst.

Ein Toter, ein Leichtverletzter und ein Sachschaden in Höhe von ca. 250.000 Euro sind die Bilanz eines tragischen Unfall auf der A5 in Höhe Bruchhausen am Dienstagnachmittag. Nach den bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei zum Unfallhergang stand ein ungarischer Sattelzug, vermutlich aufgrund einer Panne, auf dem Standstreifen der Autobahn in Höhe Bruchhausen. 

Gegen 14.45 Uhr fuhr ein polnischer Autotransporter, der in Richtung Süden unterwegs war, auf den stehenden Sattelzug auf und schob diesen durch die Leitplanke eine Böschung hinunter. Der Autotransporter kam anschließend an der Leitplanke zum Stehen. 

Verbrannte Leiche erst nach Löscharbeiten entdeckt

Anschließend fingen beide Schwerfahrzeuge Feuer und brannten vollständig aus. Während sich der Fahrer des Autotransporters in Sicherheit bringen konnte, verbrannte der Fahrer des Sattelzuges in seinem Führerhaus. Zunächst hatten die Einsatzkräfte angenommen, der Mann könnte vor Schreck in den angrenzenden Wald geflüchtet sein. Ihn entdeckten die Einsatzkräfte erst, als die Flammen bereits gelöscht waren. Die Autobahn musste über mehrere Stunden gesperrt werden. Der Verkehr staute sich kilometerweit zurück.

Als wäre der Einsatz nicht schon belastend genug für die Einsatzkräfte, gab es zusätzlich wieder massive Probleme mit Gaffern. Davon berichtet der Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe auf seiner Homepage: "Wieder einmal kam es zu Gaffern und Schaulustigen auf der Gegenfahrbahn. Die Gaffer fotografierten aus den Fahrzeugen heraus, pöbelten die Einsatzkräfte und an bremsten beinahe bis zum Stillstand ab."

Gaffer-Problem auch in der Region

Immer wieder gibt es auch in der Region Probleme mit Gaffern. So hielt ein Mann nach einem schweren Unfall am Münchner Flughafen mit seiner Handykamera auf das Geschehen drauf. Auch bei einem schweren Unfall auf der A8 zwischen Neukirchen und Traunstein im April siegte die Sensationsgeilheit einiger Autofahrer - sie machten mit ihren Smartphones Fotos und Videos.

mh

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