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Motiv bleibt weiterhin unklar

Nach tödlichem Angriff auf Schülerin (†14): Haftbefehl gegen Verdächtigen (27)

Illerkirchberg
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Einsatzkräfte begutachten einen Tatort in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis).

Am Montagmorgen (5. Dezember) spielten sich in Illerkirchberg, südlich von Ulm, schreckliche Szenen ab. Ein 27-jähriger Mann hat zwei Mädchen auf ihrem Weg zur Grundschule angegriffen. Beide Mädchen wurden schwer verletzt – mittlerweile verstarb ein Opfer im Krankenhaus. Nun wurde ein Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Angreifer erlassen. Das Motiv bleibt aber nach wie vor unklar.

Update, Dienstag (6. Dezember) - Motiv nach tödlichem Angriff auf Schülerin unklar - Haftbefehl

Nach dem Angriff auf zwei Schülerinnen in Illerkirchberg bei Ulm ist Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes gegen den Verdächtigen erlassen worden. Eine 14-Jährige wurde bei der Attacke tödlich und ein 13 Jahre altes Mädchen schwer verletzt. Der 27-jährige mutmaßliche Angreifer berufe sich auf sein Aussageverweigerungsrecht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Mann befindet sich nun in einem Justizvollzugskrankenhaus.

Der Eritreer soll am Montag zwei Mädchen auf dem Schulweg angegriffen und schwer verletzt haben. Eines der Opfer starb später in der Klinik. Die Obduktion ergab, dass die 14-Jährige nach Stichverletzungen verblutete. Die Polizei fand bei dem 27-Jährigen ein Messer, das als Tatwaffe in Betracht komme.

Neben den schweren körperlichen Verletzungen gehe es der 13-Jährigen auch psychisch nicht gut, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Mädchen habe zwischenzeitlich erfahren, dass seine Freundin getötet wurde. Auch für die 13-Jährige werde die Tat Folgen haben, betonte Strobl. Das grün-schwarze Kabinett im Südwesten widmete den Opfern der Gewalttat eine Gedenkminute.

Der Verdächtige war mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen und wurde stundenlang operiert. Bei der Vorführung in der Klinik machte der Mann gegenüber der Richterin keine Angaben. Das Motiv des Mannes ist daher weiter unklar. Erkenntnisse zu einer psychischen Beeinträchtigung des Verdächtigen lägen ihm bislang nicht vor, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Vormittag.

Das getötete Mädchen habe die deutsche Staatsbürgerschaft besessen und einen türkischen Migrationshintergrund, hieß es aus dem Innenministerium. Der türkische Botschafter Ahmet Basar Sen forderte eine lückenlose Aufklärung der Tat, welche die türkische Gemeinschaft stark verunsichert habe. Der Botschafter hatte am Morgen nach eigenen Angaben die Familie des gestorbenen Mädchens besucht. Er habe den Eltern die Anteilnahme der türkischen Gemeinschaft ausgesprochen, sagte Sen. Der Angriff sei ein Schock für alle.

Montag (5. Dezember):

Update, 20.33 Uhr - Mädchen auf Schulweg angegriffen - 14-Jährige stirbt

Ein Mann soll zwei Mädchen auf dem Weg zur Schule in Illerkirchberg bei Ulm vermutlich mit einem Messer angegriffen und so schwer verletzt haben, dass eine 14-Jährige starb. Die beiden Opfer waren am Montag in ein Krankenhaus gebracht worden, wie die Polizei mitteilte. Dort erlag die Schülerin ihren Verletzungen. Das zweite Mädchen ist 13 Jahre alt. Der mutmaßliche Angreifer ist ein 27-Jähriger, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Asylbewerber aus Eritrea sei verletzt und unter polizeilicher Bewachung in einer Klinik. Bei ihm hatten Beamte den Angaben nach ein Messer gefunden, das die Tatwaffe sein könnte.

Der Beschuldigte habe die Mädchen gegen 7.30 Uhr auf der Straße in einem Wohngebiet angegriffen, sagte ein Polizeisprecher. „Die 14-Jährige musste nach dem Angriff noch am Tatort wiederbelebt werden, bevor sie in die Klinik gebracht wurde, wo sie trotz aller ärztlichen Bemühungen verstarb“, teilten die Ermittler mit. Eine Obduktion der Leiche soll Hinweise auf die genaue Todesursache geben. Die 13-Jährige sei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Der Angreifer soll den Angaben zufolge aus einer benachbarten Asylbewerberunterkunft gekommen und nach der Tat wieder dorthin geflüchtet sein. Als die Polizei diese mit Spezialkräften durchsuchte, traf sie auf drei Bewohner. Während der verletzte 27-Jährige ins Krankenhaus gebracht worden sei, hätten die Beamten die beiden anderen Männer mit zur Dienststelle genommen.

Staatsanwaltschaft und Polizei wollen nun ermitteln, was hinter dem Angriff auf die beiden Mädchen stecken könnte und ob der Tatverdächtige und die Jugendlichen sich vorher kannten. Ob der 27-Jährige schon bei der Polizei bekannt war, blieb zunächst unklar.

Die Polizei bat in der Mitteilung darum, „keinen Generalverdacht gegen Fremde, Schutzsuchende oder Asylbewerber allgemein zu hegen oder solchem Verdacht Vorschub oder Unterstützung zu leisten“. AfD-Politiker wie die Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel wiederum thematisierten in Stellungnahmen genau diesen Aspekt.

Illerkirchberg ist eine Gemeinde im Süden von Ulm. Sie liegt im Alb-Donau-Kreis, unmittelbar an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Knapp 5000 Menschen lebten hier Ende 2021.

Der SWR zitierte Bürgermeister Markus Häußler, die Gemeinde stehe unter Schock. Man werde den betroffenen Familien zur Seite stehen. Laut der „Südwest Presse“ war er den ganzen Morgen am Tatort gewesen. „Es ist furchtbar“, sagte er der örtlichen Zeitung.

Update, 15.08 Uhr - Mädchen in Klinik verstorben

Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, ist eines der Mädchen in der Klinik seinen schweren Verletzungen erlegen. Das habe das Polizeipräsidium Ulm auf Anfrage bestätigt. Demnach handelt es sich bei dem Opfer um ein 14-jähriges Mädchen. Das zweite Mädchen (13) wird entsprechend noch behandelt. Merkur.de will zudem erfahren haben, dass der Angreifer die Mädchen mit einem Messer attackiert und verletzt hat.

Update, 13.34 Uhr - Brutaler Angriff auf zwei Mädchen

Es ist 7.30 Uhr in einem Wohngebiet in einer kleinen Gemeinde bei Ulm: Zwei Mädchen sind auf dem Weg zur Schule, als ein Mann sie attackiert. Wenig später ist der Bürgersteig ein Tatort.

Ein Mann soll zwei Mädchen auf dem Weg zur Schule in der Gemeinde Illerkirchberg bei Ulm angegriffen und schwer verletzt haben. Die beiden Opfer kamen am Montag in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Den mutmaßlichen Täter sowie zwei weitere Menschen nahmen die Beamten fest. Zu Details äußerte sich ein Polizeisprecher zunächst nicht. „Wir müssen jetzt erstmal die Hintergründe genau ermitteln“, sagte er. Voraussichtlich an diesem Montagnachmittag solle es eine Pressemitteilung geben.

Der Beschuldigte habe die Mädchen gegen 7.30 Uhr auf der Straße in einem Wohngebiet angegriffen, sagte der Sprecher. Wie alt die beiden sind, auf welche Weise und wo sie verletzt wurden, ließ er offen - es gilt aber als gesichert, dass es sich um eine 14- und um eine 13-Jährige handelt. Auch ob eine Waffe im Spiel war, blieb zunächst ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, wer die Rettungskräfte alarmiert hatte.

Der mutmaßliche Täter soll nach dem Angriff in ein benachbartes Wohnhaus geflüchtet sein. Die Polizei traf in dem Haus auf drei Menschen. „Wir gehen davon aus, dass darunter auch der Täter ist“, sagte ein anderer Polizeisprecher. Der Einsatz sei abgeschlossen. Dabei habe ein Spezialeinsatzkommando unterstützt. Es gebe keine Gefahr für die Bevölkerung, entwarnte der Sprecher.

Die Beamten wollten die Festgenommenen nun befragen. Um wen es sich dabei konkret handelt, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Auch ob der mutmaßliche Täter in dem Haus, in das er flüchtete, wohnt und ob er die anderen Menschen kennt, sei Teil der anstehenden Ermittlungen. Gleiches gelte für ein mögliches Motiv des Angreifers.

Die Attacke auf die Mädchen hatte nach Polizeiangaben auch keine Auswirkungen auf eine benachbarte Grundschule. „Es gab entgegen von Gerüchten keinen Amokalarm in einer Schule“, sagte der Sprecher. Die beiden Verletzen seien auch nicht im Grundschulalter.

Den Tatort selbst hatten die Einsatzkräfte nach dem Vorfall mit rot-weiß-gestreiftem Flatterband abgesperrt. Zur Spurensicherung waren Menschen in Ganzkörper-Schutzanzügen vor Ort.

Illerkirchberg ist eine Gemeinde im Süden von Ulm. Sie liegt im Alb-Donau-Kreis und unmittelbar an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Knapp 5000 Menschen lebten hier nach aktuellsten Angaben Ende 2021. Illerkirchberg liegt an der sogenannten Oberschwäbischen Barockstraße und bietet Besucherinnen und Besuchern unter anderem ein Fuggerschloss als Sehenswürdigkeit.

Erstmeldung, Montag (5. Dezember), 12.42 Uhr

Gegen 7.30 Uhr wurden die beiden Mädchen - angeblich 13 und 14 Jahre alt - auf offener Straße von einem unbekannten Täter unvermittelt und brutal angegriffen. Ob der Mann ein Messer oder ähnliches als Waffe eingesetzt hat, ist bislang unbekannt. Die Polizei äußerste sich zu einer vermeintlichen Tatwaffe auch noch nicht. Fakt ist, dass beide Mädchen schwer verletzt wurden, bild.de spricht von einer blutigen Attacke. Die Mädchen kamen in ein Krankenhaus, wie die Polizei bestätigte. Wie schwer die Verletzungen letztendlich sind, ist derzeit ebenfalls noch unklar. 

Zwei Mädchen sind auf offener Straße in Oberkirchberg im Alb-Donau-Kreis von einem Mann angegriffen und verletzt worden.

Wie mehrere Medienhäuser übereinstimmend melden, soll sich der Unbekannte im Anschluss an den Angriff in einem Wohnhaus verschanzt haben - einzelne Medienunternehmen berichten von einem Asylheim. Ob der Täter dort auch wirklich wohnhaft ist, sei unklar. Spezialkräfte der Polizei hätten im Laufe des Vormittags das besagte Haus umstellt und auch gestürmt. Das SEK hat dort drei Menschen festgenommen, darunter offenbar auch den Tatverdächtigen: „Wir gehen davon aus, dass darunter auch der Täter ist“, so ein Polizeisprecher. Die weiteren Bewohner des Hauses hat die Polizei in Sicherheit gebracht.

Der Einsatz mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos sei abgeschlossen, es gebe keine Gefahr für die Bevölkerung. Unklar ist, ob sich die Kinder und der Täter kannten. Die Ermittlungen laufen derzeit noch auf Hochtouren, der Tatort ist noch abgesperrt. 

mz

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