Ermittlungen wegen illegalem Tierhandel in Köln

Grausamer Anblick: Polizei rettet vier Malteser-Welpen aus Kühlschrank

Sie waren eingequetscht in einem vermüllten Kühlschrank, bis sie die Polizei befreit hat. Die kleinen Hunde wurden in Köln und Düsseldorf gerettet.
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Sie waren eingequetscht in einem vermüllten Kühlschrank, bis sie die Polizei befreit hat. Diese kleinen Hunde wurden in Köln und Düsseldorf gerettet.

Köln/Düsseldorf - Bei einem Einsatz wegen illegalen Handels mit Hundewelpen in Köln und Düsseldorf machten die Beamten eine grausige Entdeckung im Kölner Stadtteil Chorweiler.

Am Donnerstagmorgen, 3. Dezember, hat die Polizei Köln mehrere Hunde aus drei Wohnungen in Köln und Düsseldorf befreit - darunter auch vier Welpen aus einem Kühlschrank. Gegen vier Frauen (20, 22, 42 und 61) werde wegen illegalen Handels mit Hunden ermittelt, berichtete die Polizei in Köln. Mehrere junge Pudelschnauzer, französische Bulldoggen, Malteser und Chihuahuas - Welpen und ausgewachsene Tiere - entdeckten die Ermittler in den teilweise zugemüllten Wohnungen.

Dieser Kühlschrank, in einer zugemüllten Wohnung, diente als Unterkunft für die vier Hunde.

In Köln Chorweiler habe eine der Frauen vier Malteser-Welpen in einen Kühlschrank mit offener Tür gezwängt. „Sie hat sie dort versteckt, als wir kamen“, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der Deutschen Presseagentur (DPA). Die Kühlung sei nicht eingeschaltet gewesen.

Tierärzte unterstützten den Einsatz am Donnerstagmorgen. Zum Gesundheitszustand der aufgefundenen Hunde machte die Polizei zunächst keine Angaben. Sie sollten aber in die Obhut von Tierheimen gegeben werden, schilderte die Sprecherin der DPA.

Die Polizei war nach Hinweisen auf angeblich geimpfte und gechipte Junghunde in Online-Verkaufsportalen auf die verdächtigen Frauen gestoßen. Ob sie die Tiere geschmuggelt haben, sie womöglich aus dem Ausland stammen, muss noch ermittelt werden.

Eingepfercht in einen Kühlschrank: So fanden die Ermittler die kleinen Welpen.

Polizei warnt vor Tiergeschenken zu Weihnachten

Die Polizei Köln warnt vor Tiergeschenken zu Weihnachten. Der Kauf von Welpen, deren Herkunft nicht nachvollziehbar ist und die im Internet oder auf Märkten, Parkplätzen oder anderen Orten angeboten werden, fördert den illegalen und vor allem nicht tiergerechten Handel. Tierschützer weisen darauf hin, dass die Junghunde häufig Qualen erleiden und abgegeben werden, bevor sie eigenständig fressen können. Bitte sehen Sie von solchen Käufen ab und erkundigen sich genau, bevor Sie sich einen Hund anschaffen.

jg/dpa

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