Kurioses aus Köln

Illegales Glücksspiel: Seniorenheim stoppt Bingo-Abend

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Köln - Aufgrund des Verdachts illegales Glücksspiel zu betreiben, musste ein Seniorenheim ihre Bingo-Abende einstellen. 

Ein Rechnungsprüfer hatte die Sozial-Betriebe-Köln auf den drohenden Konflikt mit dem Gesetz aufmerksam gemacht und erklärte Geschäftsführerin Gabriele Patzke, dass mit dem Einsatz von Geld das Bingo-Spiel unter Umständen dem Glücksspielstaatsvertrag unterliegen könnte. "Wir waren da selbst völlig fassungslos, dass wir als Senioreneinrichtung eventuell illegales Glücksspiel betreiben.” erklärte Patzke. 

Knapp 100 Senioren nahmen wöchentlich an der Veranstaltung in einem großen Saal im Seniorenzentrums teil und konnten eine Karte für 50 Cent bis einen Euro käuflich erwerben. Mit dem Erlös wurden kleinere Sachpreise finanziert. 

Das Problem: Nach Einschätzung der Juristen waren damit möglicherweise die Kriterien des Glücksspielstaatsvertrags erfüllt, da die Senioren mit ihrem eigenen Geld an einem öffentlich zugänglichen Bingo-Treff teilnahmen, teilt der Kölner Stadt Anzeiger mit. 

Dennoch sollen die beliebten Bingo-Abende bald wieder stattfinden, denn das Seniorenzentrum hat nach eigenen Angaben schnellstmöglich alles auf den Weg gebracht, um die notwendige Genehmigung einzuholen. 

mz/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / Friso Gentsch

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