Reisender hatte ihn erkannt

Psychisch kranker Frauen-Killer am Kölner Hauptbahnhof festgenommen

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Polizei Köln fahndete nach diesem Mann. Mittlerweile wurde Otto K. gefasst.

Die Polizei Köln hat einen psychisch kranken Frauen-Killer in Köln festnehmen können. Er wurde nach seiner Flucht am Hauptbahnhof erwischt.

  • Seit Sonntag (7. April) war ein psychisch kranker Straftäter auf der Flucht.
  • Mit einem Foto fahndete die Polizei Köln (NRW) nach dem 67-Jährigen.
  • Der Mann wurde nun am Kölner Hauptbahnhof festgenommen.

Psychisch kranker Frauen-Killer am Kölner Hauptbahnhof festgenommen

Update vom 11. April 2019; 16.50 Uhr: Bundespolizisten haben einen seit dem vergangenen Wochenende gesuchten psychisch kranken Strafgefangenen im Kölner Hauptbahnhof festgenommen. Ein Reisender erkannte den 67-Jährigen am Donnerstag im Hauptbahnhof der Domstadt, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zeuge informierte umgehend die Beamten, die den psychisch kranken Gewalttäter wenig später in einem Zug festnahmen.

Der 67-Jährige war am Sonntag von einem Freigang nicht in die geschlossene Psychiatrie zurückgekehrt. Die Polizei veröffentlichte daraufhin ein Foto von dem Gesuchten, der vor geraumer Zeit ein Tötungsdelikt begangen hatte. Bei seiner Festnahme leistete der Mann laut Bundespolizei keinen Widerstand.

Update vom 9. April 2019; 14.50 Uhr: Der Strafgefangene Otto K.(67) ist seit Sonntag auf der Flucht. „Der 67-Jährige ist psychisch krank und kann insbesondere unter Alkoholeinfluss sehr aggressiv auftreten“, warnt die Polizei Köln in einer aktuellen Pressemitteilung.

Es ist nicht das erste Mal, dass K. bei einem Ausgang abhaute. Vor vier Jahren entwischte er seiner Betreuerin. Zwei Wochen später konnte er damals, wie der Express berichtet, von der Polizei in einem Café hinter dem Bonner Hauptbahnhof geschnappt werden.

Am Sonntag war der Strafgefangenen jedoch allein unterwegs. Nach der Flucht vor vier Jahren habe K. gute Therapiefortschritte gemacht, erklärte eine Sprecherin vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gegenüber dem Nachrichtenportal.

„K. war bereits mehrfach alleine unterwegs und ist immer pünktlich zurückgekehrt. Er hat sich immer an alle Absprachen gehalten“, sagte die Sprecherin. Das Ziel der Resozialisierung stünden bei jedem Straftäter im  Maßregelvollzug im Vordergrund.  „Das gesamte Team um die Ärzte und Psychologen entscheidet über mögliche Lockerungen“, so die Sprecherin.

Seit Februar durfte K. regelmäßig für zwei bis drei Stunden die Klinik allein verlassen, berichtet die Bild. Seit 20 Jahren sei der Straftäter in der Klinik untergebracht. 

Als der 67-Jährige am Sonntag um 13.45 Uhr von seinem Ausgang nicht zurückkam, schlug die Klinik Alarm. 

Außerdem hält ein ähnlicher Fall die Polizei in Baden-Württemberg auf Trab. Vier Insassen der Einrichtung in Calw sind geflohen. Zwei konnten bereits wieder gefangen genommen werden. Die anderen beiden befinden sich noch auf der Flucht. 

Frauen-Killer aus Haft entflohen – Nach diesem Mann fahndet die Polizei  

Update vom 8. April 2019; 9.41 Uhr: „Wir ermitteln weiter“, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Wer ihn sieht, sollte ihn auf keinen Fall ansprechen, sondern direkt die Polizei rufen.“

Update vom 8. April 2019, 7.20 Uhr: Der entlaufene 67-Jährige wurde nach Angaben der Polizei Köln immer noch nicht gefasst. Über die Nacht gab es auch keinerlei neue Erkenntnis zum Aufenthaltsort des psychisch kranken Mannes.

Frauen-Killer aus Haft entflohen – Nach diesem Mann fahndet die Polizei

Erstmeldung vom 7. April 2019:

Köln – Er war auf Freigang - und kehrte nicht zurück. Jetzt fahndet die Polizei Köln öffentlich nach dem Strafgefangenen Otto K.. Dabei sprechen die Beamten eine deutliche Warnung aus - denn der Geflohene ist laut Polizei psychisch krank und „kann insbesondere unter Alkoholeinfluss sehr aggressiv auftreten“. 

Der 67-Jährige, der auf Medikamente angewiesen ist, hatte am Sonntag einen genehmigten, zeitlich befristeten Ausgang genutzt, um unterzutauchen. Seit 13.45 Uhr fehlt von dem Mann jede Spur, er war nicht in die forensische Klinik zurückgekehrt. Wie die Polizei berichtet, soll er Bargeld bei sich haben. Außerdem habe er in der Vergangenheit die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, wobei er sich oft in Bonn, Bornheim oder Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis aufhielt.

Die Polizei in Hessen fahndet aktuell nach einem 24-Jährigen und warnt vor dem Mann. Der Bulgare soll seine Frau ermordet haben und gefährlich sein.

Entflohener erschlug 1998 seine Nachbarin

Wer Otto K. sieht, sollte aber nicht selbst tätig werden - davon rät die Polizei eindringlich ab. Sie „warnt dringend vor Versuchen, den 67-Jährigen anzusprechen oder ihn festzuhalten“. Der Mann gilt als sehr gefährlich, nach Informationen des Express hat er 1998 seine 78 Jahre alten Nachbarin erschlagen. Schon zuvor war er auffällig geworden, soll unter anderem die Katze seiner Schwester zu Tode gequält haben. Nach der Tat an der Rentnerin wurde er wegen Totschlags verurteilt und in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht.

Es ist übrigens nicht das erst Mal, dass Otto K. flieht: Schon 2014 war er getürmt, als er den Kölner Weihnachtsmarkt besucht hatte. 

Wer den Entflohenen sieht oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann, soll sich an die Polizei Köln unter der Nummer 0221 229-0 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de wenden.

Otto K. aus Haft in Köln (NRW) geflohen: Personen-Beschreibung:

  • 1,73 m groß 
  • kräftig-untersetzte Statur 
  • Halbglatze mit kurzen grauen Haaren 
  • braune Augen 
  • rosige Haut 
  • Kleidung: grüner Anorak, blaue Jeans, blauweißes Oberhemd, schwarz-weiße Turnschuhe

Erst vor wenigen Tagen war ein anderer gefährlicher Häftling entflohen, das LKA Berlin fahndete ebenfalls öffentlich nach dem Mann. Mittlerweile konnte er festgenommen werden.

In Köln kam es zu einem spektakulären Einbruch in eine Galeria-Kaufhof-Filiale.

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