Während ihre Kollegen in Köln um Menschenleben kämpfen

Angehende Ärzte mit Party-Exzess! 30 Halbnackte feiern wilde Corona-Fete: „Wir sind doch geimpft“

Mitarbeiter der Ordnungsamtes patrouillieren durch die verlassene Aachener Straße, wo sonst das Nachtleben tobt. Aufgrund der hohen Inzidenzzahl hat die Stadt eine „Ausgangsbeschränkung“ von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens angeordnet.
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Köln: Mitarbeiter der Ordnungsamtes patrouillieren durch die verlassene Aachener Straße, wo sonst das Nachtleben tobt. Aufgrund der hohen Inzidenzzahl hat die Stadt eine „Ausgangsbeschränkung“ von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens angeordnet.

Am vergangenen Wochenende spielten sich in einer Hütte im Kölner Stadtteil Porz unverständliche Szenen ab. Vermeintlich angehende Mediziner feierten eine wilde Party. Trotz Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen sahen die etwa 35 Leute die Lage entspannt, denn „sie seien ja geimpft“.

Köln - Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurde das Ordnungsamt in der Nacht von Samstag, 17. April, auf Sonntag, 18. April, auf eine illegale Party aufmerksam. Etwa 35 Menschen hatten sich in einer kleinen, nicht einsehbaren Laube versammelt und feierten eine „orgienähnliche“ Examensparty - offenbar mit Alkohol und Marihuana.

30 teils halbnackte, aufeinander liegende Partygäste

Als die Ordnungshüter die kleine Tür der Holzhütte öffneten, seien die Teilnehmer in den Garten geflüchtet, auf Dächern geklettert und in den angrenzenden Wald gerannt. Das Ordnungsamt konnte dennoch rund 30 teils halbnackte, aufeinander liegende Gäste festhalten, wie bild.de berichtet.

„Einige von ihnen haben uns berichtet, dass sie Mediziner seien und hier eine Examensparty feiern. Sie seien ja geimpft, deshalb sei das ja nicht so schlimm“, berichtete Einsatzleiter Westerhausen dem wdr. „Man wird ja förmlich dazu gezwungen, so eine Party zu machen“, wird ein Teilnehmer von bild.de zitiert.

Angehende Mediziner und Lehrer

Bei den Gästen soll es sich vorwiegend um angehende Ärzte gehandelt haben. Aber auch Lehrer, unter anderen von einem Kölner Gymnasium, seien anwesend gewesen. „Ihnen drohen jetzt jeweils 250 Euro Bußgeld, dem Veranstalter sogar 500 Euro“, sagte Florian Westerhausen. „Dass ausgerechnet Mediziner in der dritten Welle der Pandemie in einem engen Raum ohne Lüftung eine Party feiern, während ihre Kollegen in den Intensivstationen um Menschenleben kämpfen, ist erschütternd.“

Der Ordnungsdienst will nun ermitteln, ob es sich bei den Teilnehmern tatsächlich um Mediziner handelt und möglicherweise die Arbeitgeber der Gäste kontaktieren. Im Fall der Lehrer werden die Schulen über ein mögliches Infektionsrisiko auf der illegalen Party informiert. Neben den Anzeigen wegen der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz drohen den Teilnehmern weitere Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

mz

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