Gefahr von Unfruchtbarkeit

Bei Krebs: Einfrieren von Ei- und Samenzellen soll von Kassen übernommen werden

Rund 15.000 junge Menschen zwischen 18 und 39 Jahren erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Viele von ihnen sind nach der Behandlung unfruchtbar.

Berlin - Krankenkassen sollen künftig die Kosten für die Konservierung von Ei- und Samenzellen junger Krebskranker mit Kinderwunsch übernehmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will dazu noch im Juli ein Gesetz vorlegen, wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtete. "Junge Erwachsene mit Krebs brauchen unsere volle Unterstützung", betonte er.

Vielen drohe, dass sie infolge der Behandlung nie Kinder bekommen können. "Deshalb soll in Zukunft die Kasse in solchen Fällen für die Kosten der Konservierung von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen zahlen", sagte Spahn der Zeitung.

Rund 15.000 junge Menschen zwischen 18 und 39 Jahren erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Vielen von ihnen droht durch die Tumore oder die Therapie die Unfruchtbarkeit.

Wer jedoch vor der Therapie Eierstockgewebe, Eizellen oder Samen einfrieren lässt, bewahrt sich die Chance, nach der Erkrankung eigene Kinder zu bekommen. Bisher müssen die Patienten die Kosten (500 Euro für Männer und 4300 Euro für Frauen) selbst aufbringen.

Lesen Sie auch: Neue Grausamkeiten kommen ans Licht: Michael Jackson vom eigenen Vater kastriert?

afp

Rubriklistenbild: © dpa / Ralf Hirschberger

Zurück zur Übersicht: Deutschland

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT