Sie wirbt um Frauen

„À la Bibis Beauty Palace“: Wirbel um Videos von Polizeianwärterin Helena

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Polizeianwärterin Helena.

Geht es nach der Berliner Polizeipräsidentin, soll der Frauenanteil bei der Polizei noch wachsen. Gelingt das mit YouTube-Videos? Ein Versuch scheint es wert.

Berlin - „Richtig, richtig cool“: Es ist Enthusiasmus pur, wenn die Berliner Polizeianwärterin Helena über ihre neue Uniform spricht, die in Kartons geliefert wurde. Sich damit zu sehen, sei ein „Wow-Moment, richtig, richtig schön“. Die 29-Jährige mit dem tätowierten Unterarm schwärmt: „Du guckst dich im Spiegel an und denkst, ja, du hast alles richtig gemacht. [...] Du wirst Polizistin.“ Kurze Videos aus Helenas Alltag zeigt die Behörde seit einigen Wochen auf ihrem YouTube-Kanal, um Nachwuchs zu gewinnen.

Zum Thema Uniform erklärt Helena zum Beispiel, dass lange Haare zum Zopf gebunden werden müssten und dass es sowohl Sommer- als auch Winterhosen gebe. Vom Teil einer „Frauenoffensive“ spricht die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Und von gezielter Ansprache einer gewissen Altersgruppe, die ja fast nur noch über Social Media kommuniziere und sich informiere. Insgesamt mehr als 50 000 Mal wurden verschiedene Helena-Videos bisher angesehen. „Hallo ihr Lieben“ grüßt diese im gängigen YouTube-Tonfall in die Kamera.

„Polizei à la Bibis Beauty Palace“

Unter den Helena-Videos finden sich auch kritische Kommentare. „Wie soll man euch dann noch ernst nehmen?“, schreibt ein Nutzer. „Polizei à la Bibis Beauty Palace“, spielt ein anderer auf den Kanal einer bekannten YouTuberin an, auf dem es um Themen wie Kosmetik geht. Andere Nutzer fragen Helena aber auch nach Bewerbungstipps oder wollen mehr als ein Video pro Woche.

Und Helenas Tattoo? Vor einigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen. Inzwischen sind Tätowierungen bei der Polizei aber erlaubt. Davor könne sich die Behörde nicht verschließen, wenn man sich die Verbreitung in der Bevölkerung anschaue, sagt Slowik. Die Polizei entspreche der Stadt Berlin: „Und diese Stadt ist bunt und vielfältig und locker, aber Grenzen muss es für die Polizei dennoch geben.“ Tattoos im Gesicht oder mit extremistischem Inhalt bleiben tabu.

Auch in Dresden sorgt eine Polizistin für Wirbel.

dpa

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