Laster verursacht Hauseinsturz in Trier

Der Fahrer dieses Lkw wäre wohl besser im Bett geblieben...

Ein Miet-LKW steckt in einer Hausdurchfahrt fest. Teile eines darüber gelegenen Mehrfamilienhauses sind dabei eingestürzt, verletzt wurde niemand.
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Ein Miet-Lkw steckt in einer Hausdurchfahrt fest. Teile eines darüber gelegenen Mehrfamilienhauses sind dabei eingestürzt, verletzt wurde niemand.

Tier - Es gibt diese Tage, da wäre man besser im Bett geblieben. Weil ein Mietlaster zu hoch für einen Torbogen war, ist die Vorderfront eines Hauses eingestürzt.

Ein Miet-Lkw hat sich am Mittwoch (21. Oktober) in Trier in einer Hausdurchfahrt festgefahren und Teile eines darüber gelegenen Mehrfamilienhauses zum Einsturz gebracht. In der Mitte des Bogens wäre zwar ausreichend Luft gewesen, jedoch nicht an den beiden Rändern des Bogens. Bei der Kollision des Lkw-Aufbaus mit dem Gebäude sei ein größerer Bereich der Hauswand eingestürzt, teilten Polizei und Feuerwehr am Mittwoch mit. Verletzt wurde demnach niemand.

Sechs Wohnungen seien derzeit nicht bewohnbar, erklärte ein Sprecher der Stadt Trier. Die Bewohner sollten woanders untergebracht werden. Die Feuerwehr habe zudem zwei Katzen aus dem Haus gerettet. Die Unfallursache war zunächst unklar, die Polizei ermittelte.

Ein Miet-Lkw steckt in einem Torbogen fest

Um die Statik des Gebäudes zu überprüfen, sei ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) vor Ort gewesen, so der Sprecher der Stadt. Das THW habe Unterstützung angefordert. Mit Hilfe eines Baggers musste die Hausdurchfahrt abgestützt werden, um den eingeklemmten Lkw zu bergen. Der Schaden am Haus ist noch nicht absehbar. Klar ist nur: Der Lkw muss vorerst an Ort und Stelle bleiben. Zu groß ist die Gefahr, dass sonst das ganze Gebäude einstürzt.

Und auch die Schuldfrage ist noch unklar. Der Fahrer hat nach ersten Erkenntnissen reichlich Erfahrung. 3,80 Meter sind in dem Torbogen als Durchfahrtshöhe angegeben. Brummi zu hoch oder doch falsche Höhenangabe? Ein Polizeisprecher: „Wir müssen jetzt klären, ob diese Höhenangabe stimmt. Und wo sie gilt: am Scheitel oder am Rand des Bogens.“

mh (mit Material der dpa)

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